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8 Selbstnachsetzende Gemüse und Kräuter, die jedes Jahr wiederkommen
Stellen Sie sich vor, Sie pflanzen einmal und können Jahr für Jahr mit minimalem Aufwand ernten. Das klingt doch nach dem Traum eines Gärtners, oder? Dank selbstnachsetzender Gemüse und Kräuter ist das möglich. Diese Pflanzen lassen am Ende der Saison ihre Samen fallen, die im nächsten Jahr von ganz allein wieder sprießen. Mit etwas Pflege können Sie so einen Garten schaffen, der von ganz alleine immer wieder neue Ernten liefert.
In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen acht verlässliche selbstnachsetzende Gemüse und Kräuter vor, erklären, wie Sie diese pflegen und warum sie in keinem Garten fehlen sollten.
Was bedeutet „selbstnachsetzend“?
Selbstnachsetzende Pflanzen durchlaufen ihren Lebenszyklus, indem sie blühen, Samen bilden und diese in die Erde streuen. Bei passenden Bedingungen – ausreichend Licht, Feuchtigkeit und guter Boden – keimen die Samen und wachsen zu neuen Pflanzen heran, ohne dass Sie eingreifen müssen.
Das heißt nicht, dass Sie Ihren Garten vernachlässigen können. Etwas Pflege, wie Ausdünnen, Aufräumen und gelegentliches Mulchen, sorgt dafür, dass Ihre selbstnachsetzenden Pflanzen gesund bleiben und sich nicht gegenseitig verdrängen.
1. Rauke
Rauke wächst schnell und ist bekannt für ihre Fähigkeit zur Selbstnachzucht. Wenn sie blüht, produziert sie kleine Samenkapseln, die sich leicht verteilen. Im späten Frühjahr oder Herbst finden Sie oft neue, würzige Raukenblätter zum Ernten.
Tipp: Lassen Sie jedes Jahr einige Pflanzen blühen, so gibt es immer frische Rauke für Ihren Salat.
2. Grünkohl
Viele Gärtner behandeln Grünkohl als einjähriges Gemüse, doch er sät sich großzügig selbst aus. Nach der Blüte zerplatzen die Samenkapseln und verstreuen neue Samen. Sobald es kühler wird, keimen die neuen Pflanzen.
Tipp: Junge Sämlinge früh ausdünnen, damit sie genug Platz zum Wachsen haben.
3. Dill
Dill ist ein duftendes Kraut, das sich im Garten nahezu unaufhaltsam ausbreitet. Seine Samenstände enthalten viele Samen, die sich überall verteilen. So erscheinen Jahr für Jahr neue Pflanzen.
Tipp: Lassen Sie einige Dillpflanzen blühen, besonders in der Nähe von Gurken oder Tomaten – sie locken Bestäuber und nützliche Insekten an.
4. Koriander (Cilantro)
Koriander ist im Sommer manchmal schwierig zu halten, doch seine Stärke liegt in der Selbstnachzucht. Sobald er zur Blüte kommt, fallen die Samen (Koriandersamen) und keimen bei kühlerem Wetter erneut.
Tipp: Lassen Sie Koriander im Spätsommer aussäen, so ernten Sie frische Blätter im Frühherbst.
5. Petersilie
Petersilie ist zweijährig, sät sich aber so zuverlässig selbst aus, dass sie fast wie eine Staude wirkt. Die Samen brauchen zwar etwas länger zum Keimen, aber danach tauchen Jahr für Jahr neue Pflanzen auf.
Tipp: Merken Sie sich, wo Petersilie stand, denn die Sämlinge sind langsam und können leicht für Unkraut gehalten werden.
6. Kopfsalat
Kopfsalat sät sich überraschend gut selbst aus. Nach dem Schossen bilden die Pflanzen hohe Blütenstiele mit plüschigen Samenköpfen, die sich im Winter oder Frühling verteilen. Oft finden Sie so im nächsten Jahr neue Jungpflanzen.
Tipp: Vor allem bei samenfesten Sorten lohnt sich das Nachsäen; Hybride sind oft weniger zuverlässig.
7. Radieschen
Radieschen wachsen schnell, blühen früh und produzieren Samenkapseln, die auf den Boden fallen. Lassen Sie einige Radieschen aussamen, und Sie werden kostenlose Sämlinge erhalten.
Tipp: Die Samenkapseln sind essbar und haben einen mild-pfeffrigen Geschmack – probieren Sie ruhig ein paar, während Sie den Rest zur Nachzucht stehen lassen.
8. Fenchel
Fenchel ist ein zuverlässiger Selbstnachsetzer, der nach der Etablierung jährlich zurückkehrt. Seine zarten Blätter und aromatischen Samen vermehren sich jedes Jahr, wenn man die Pflanzen blühen lässt.
Tipp: Geben Sie Fenchel einen eigenen Bereich, da er andere Pflanzen schnell überwuchern kann, sobald er sich ausbreitet.
Tipps für die Pflege selbstnachsetzender Pflanzen
- Wählen Sie einen Bereich, in dem die Pflanzen sich ausbreiten dürfen, ohne zu stören.
- Dünnen Sie die Sämlinge regelmäßig aus, damit sie genügend Platz und Nährstoffe erhalten.
- Mulchen Sie nur leicht, damit die Samen nicht erstickt werden und gut keimen können.
- Wenn Sämlinge an unerwünschten Stellen wachsen, können Sie diese umsetzen oder an Nachbarn verschenken.
Warum selbstnachsetzendes Gemüse und Kräuter unverzichtbar sind
Selbstnachsetzende Pflanzen sparen Zeit, Geld und Arbeit. Sie bringen einen natürlichen Rhythmus in den Garten und ziehen nützliche Insekten und Bestäuber an. Zudem fördern sie die Bodenqualität, wenn man sie blühen und aussamen lässt. Am besten: Diese « einmal pflanzen, immer genießen »-Pflanzen sorgen für eine stets üppige und produktive Gartensaison.
Wenn Sie die Gartenarbeit vereinfachen möchten, überlassen Sie der Natur einen Teil der Arbeit. Ergänzen Sie Ihre Beete mit diesen acht selbstnachsetzenden Gemüsen und Kräutern und freuen Sie sich auf eine mühelose Ernte in den kommenden Jahren.
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