9+ Unentbehrliche Stauden, die Sie im Januar und Februar zurückschneiden müssen

9+ Unentbehrliche Stauden, die Sie im Januar und Februar zurückschneiden müssen

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9+ Stauden, die Sie unbedingt im Januar und Februar zurückschneiden sollten

Obwohl der Januar und Februar oft als ruhige Gartenmonate gelten, bieten sie die ideale Gelegenheit zur Vorbereitung auf das kommende Frühjahr. Für viele Stauden ist der späte Winter der entscheidende Zeitpunkt, um das Wachstum des Vorjahres zurückzuschneiden, bevor der neue Austrieb beginnt.

Der Rückschnitt in dieser Zeit dient nicht nur der Ordnung, sondern fördert vor allem die Gesundheit der Pflanzen. Das Entfernen alter Blätter schafft Platz für frische Triebe, verringert das Risiko von Pilzbefall aus der vorigen Saison und schützt vor versehentlichem Verlust neuer Blütenknospen im März.

Im Folgenden stellen wir Ihnen über neun Stauden vor, die vom Winterschnitt besonders profitieren – inklusive praktischer Tipps zur richtigen Schnitttechnik.

Warum im späten Winter schneiden?

  • Krankheitsvorbeugung: Viele Pilzsporen, zum Beispiel von Mehltau, überwintern auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Durch das Entfernen dieser reduzieren Sie die Infektionsquelle deutlich.
  • Mehr Licht für die Krone: Dichte, abgestorbene Blätter können das Sonnenlicht blockieren, was die Bodenerwärmung und das neue Wachstum verzögert.
  • Schädlingskontrolle: Schnecken und andere Schädlinge verstecken sich gerne in feuchtem, verrottendem Laub und können so leichter bekämpft werden.
  • Ästhetik: Einige Pflanzen wie Christrosen blühen an frischen Trieben – alte, beschädigte Blätter trüben das Bild.

1. Christrose (Helleborus)

Der wichtigste Schnitttermin im Januar.

Die Christrose ist meist immergrün, doch im Januar ist das Laub vom Vorjahr oft angeschlagen, fleckig oder vom Schnee plattgedrückt. Da sie sehr früh blüht, sollten Sie rechtzeitig schneiden, um ein Abbrechen der neuen Blütenstiele zu vermeiden.

  • Schnittanleitung: Schneiden Sie die alten, dicken und ledrigen Blattstiele möglichst nah am Boden ab.
  • Tipp: Zur Vorbeugung der sogenannten „Christrosen-Schwarzer Tod“ sollten Sie befallene Blattreste verbrennen oder über den Müll entsorgen – nicht kompostieren.

2. Epimedium (Elfenblume)

Ähnlich wie die Christrose bringt die Elfenblume zarte Blütentriebe sehr früh im Jahr. Ein später Schnitt wird dadurch erschwert.

  • Schnittanleitung: Schneiden Sie im späten Januar oder frühen Februar das gesamte alte Laub bodennah ab, bevor die neuen Blütentriebe sichtbar werden.
  • Tipp: Gartenscheren eignen sich besser für diese Arbeit als Handscheren und sparen Zeit.

3. Liriope (Affengras)

Liriope ist eine robuste Bodendeckerpflanze, deren Laub im Winter oft braun und ausgefranst aussieht. Ohne Rückschnitt vermischt sich das alte Braun mit dem frischen Grün und wirkt unschön.

  • Schnittanleitung: Schneiden Sie das Laub auf 5 bis 7 cm Höhe zurück und vermeiden Sie dabei Verletzungen der Pflanzkrone.
  • Tipp: Bei großen Pflanzungen können Sie einen Rasenmäher auf die höchste Stufe stellen und vorsichtig über die Pflanzen mähen – allerdings nur mit scharfem Messer, um Risse zu vermeiden.

4. Ziergräser (laubabwerfende Sorten)

Dazu zählen Miscanthus, Pennisetum (Fountain Grass) und Panicum (Switchgrass). Sie bieten im Winter Struktur und Lebensraum für Vögel, müssen aber vor dem Austrieb zurückgeschnitten werden, um „flache Häupter“ zu vermeiden.

  • Schnittanleitung: Binden Sie die Gräserbündel zusammen und schneiden Sie sie mit Heckenschere oder Motorsense auf 10 bis 15 cm Höhe zurück.
  • Hinweis: Immergrüne Gräser (z. B. Carex) werden nur gekämmt, nicht geschnitten.

5. Fetthenne ‘Autumn Joy’ und andere aufrechte Sedumarten

Die Samenstände zieren den Wintergarten, doch im Februar werden die Stiele matschig und das frische Wachstum an der Basis beginnt.

  • Schnittanleitung: Schneiden Sie die alten, hohlen Stängel bodennah ab, ohne die jungen Blattrosetten zu verletzen.

6. Rudbeckia (Sonnenhut) und Echinacea (Kegelblume)

Viele Gärtner lassen die Stängel im Herbst stehen, damit Vögel an den Samen fressen können. Im Januar bis Februar sind die Stiele meist dunkel und brüchig.

  • Schnittanleitung: Schneiden Sie die Stiele direkt am Boden ab.
  • Tipp: Zeigt die Pflanze an der Basis bereits neue Blätter, schneiden Sie knapp darüber.

7. Farne (laubabwerfend und halbständig grün)

Sorten wie der Japanische Edel-Farn oder der Herbstfarn wirken im späten Winter oft schlaff und trocken. Der Schnitt gibt den charakteristischen „Fiedern“ Raum zum Entfalten.

  • Schnittanleitung: Schneiden Sie alle braunen oder beschädigten Wedel bodennah ab.
  • Tipp: Immergrüne Farne (z. B. Weihnachts-Farn) nur an den beschädigten Blättern schneiden, die grünen stehen lassen.

8. Japan-Anemone

Diese spät blühende Staude wird im Winter zu schwarzen, drahtigen Stängeln. Der Rückschnitt verhindert, dass die Krone im feuchten Frühjahr fault.

  • Schnittanleitung: Schneiden Sie alle alten Stängel bodennah ab.
  • Tipp: Nutzen Sie die Gelegenheit, um Ausläufer auszugraben und zu entfernen, die unerwünscht wuchern.

9. Indianernessel (Monarda) und Phlox

Beide Stauden sind sehr anfällig für Mehltau. Auch wenn sie kahl erscheinen, können Pilzsporen noch auf den Stängeln überwintern.

  • Schnittanleitung: Schneiden Sie alle Stängel konsequent bodennah zurück.
  • Tipp: Entfernen Sie die Schnittreste vollständig aus dem Beet, um die Krankheitsgefahr zu minimieren.

3 wichtige Regeln für den Winterschnitt

  • Neuaustrieb beachten: Schneiden Sie nicht direkt bodennah, wenn bereits grüne Triebe sichtbar sind, sondern mindestens 5 cm darüber.
  • Zonenkunde: In kälteren Klimazonen (z. B. Zone 5 oder kälter) lassen Sie Frost empfindliche Pflanzen wie Chrysanthemen bis April stehen, um die Krone zu schützen.
  • Werkzeuge desinfizieren: Reinigen Sie Ihre Schnittwerkzeuge beim Arbeiten an kranken Pflanzen mit Alkohol, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Fazit: Ein sauberer Start ins Gartenjahr

Wenn Sie diese neun Stauden im Januar oder Februar schneiden, schaffen Sie sofort Ordnung und bereiten Ihre Beete optimal auf das Frühjahr vor. Mit einer Tasse Kaffee und scharfen Scheren erstrahlt Ihr Garten bald frisch und vital – eine lohnende Aufgabe, die Ihre Pflanzen jetzt danken werden.

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