Düngen Sie Ihre Orchidee so für größere, länger anhaltende Blüten

Düngen Sie Ihre Orchidee so für größere, länger anhaltende Blüten

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So düngen Sie Ihre Orchidee für größere und länger blühende Blüten

Orchideen gelten oft als anspruchsvoll und geheimnisvoll. Mal zeigen sie prachtvolle Blüten, das nächste Mal sind es nur noch grüne Blätter. Wenn Ihre Orchidee schnell verblühte Blüten oder keine neuen Knospen entwickelt, liegt das meist nicht an Zufall, sondern an der richtigen Pflege – vor allem an der passenden Düngung.

Orchideen brauchen keine starke Nährstoffzufuhr. Am besten gedeihen sie mit leichter, regelmäßiger Düngung, die ihrer natürlichen Umgebung nachempfunden ist. Sobald Sie wissen, wie und wann Sie düngen, verändern sich die Blühdauer und die Blütenpracht deutlich.

So düngen Sie Orchideen richtig

Warum richtige Düngung wichtig ist

In der Natur wachsen Orchideen auf Bäumen oder Felsen – nicht in nährstoffreicher Erde. Sie nehmen Nährstoffe aus Regenwasser, verrottenden Blättern und Staub auf. Das erklärt, warum Überdüngung zu den häufigsten Fehlern zählt.

Zu wenig Dünger führt zu langsamem Wachstum und weniger Blüten. Zu viel lässt Wurzeln „verbrennen“, Blätter vergilben und hemmt die Entwicklung. Die richtige Düngung bedeutet daher eine leichte, regelmäßige Versorgung – wie einen langsamen Schluck Tee statt eine große Suppenschale.

Den passenden Dünger wählen

Ein ausgewogener Orchideendünger ist ideal. Achten Sie auf Produkte, die speziell für Orchideen entwickelt wurden, häufig mit Nährstoffverhältnissen wie 20-20-20 oder 30-10-10. Diese sind mild und abgestimmt auf die besonderen Bedürfnisse der Pflanze.

Flüssigdünger sind leicht dosierbar. Pulverförmige Dünger funktionieren ebenfalls, müssen aber vollständig aufgelöst werden. Wer natürliche Alternativen bevorzugt, kann schwach angesetzten Komposttee oder verdünnte Fischemulsion nutzen – aber nur sehr sparsam, da Orchideen empfindlich sind.

Die „Schwach, aber regelmäßig“-Regel

Das wichtigste Prinzip bei der Orchideendüngung lautet:

  • Wöchentlich düngen, aber nur schwach dosiert.

Das heißt, der Dünger wird auf etwa ein Viertel der empfohlenen Konzentration verdünnt und während der Wachstumsphase einmal pro Woche angewendet. Diese Phase umfasst meist Frühling und Sommer, wenn die Orchidee neue Blätter und Wurzeln bildet.

Im Herbst und Winter reduzieren Sie die Düngung auf einmal im Monat oder setzen sie ganz aus, wenn sich die Pflanze in der Ruhephase befindet.

Die richtige Anwendung

Wässern Sie die Orchidee stets vor dem Düngen. Trockene Wurzeln nehmen Dünger zu schnell auf und können Schaden nehmen.

  1. Geben Sie zuerst klares Wasser auf den Wurzelbereich.
  2. Bereiten Sie den Dünger in Viertelstärke vor.
  3. Gießen Sie die Lösung so, dass sie frei unten aus dem Topf abfließen kann.
  4. Warten Sie, bis überschüssiges Wasser vollständig abgelaufen ist.

Vermeiden Sie Staunässe und dass die Pflanze „im Düngewasser“ steht – Orchideen mögen keine dauerhaft feuchten Wurzeln.

Alle paar Wochen spülen Sie den Topf mit klarem Wasser aus, um Salzablagerungen zu entfernen und langfristige Schäden vorzubeugen.

Natürliches Fördern der Blüte

Damit Ihre Orchidee größere und länger haltbare Blüten ausbildet, braucht sie folgende Bedingungen:

  • Helles, aber indirektes Licht
  • Gute Luftzirkulation
  • Leicht abgesenkte Nachttemperaturen
  • Regelmäßige, sanfte Düngung

Diese Faktoren zusammen schaffen optimale Voraussetzungen für neue Blütentriebe.

Manche Züchter greifen bei sichtbaren Blütentrieben zu Blütendünger, der besonders phosphorreich ist, um die Knospenbildung zu unterstützen. Das sollten Sie jedoch sparsam anwenden und nach der Blüte wieder zum normalen Dünger zurückkehren.

Auch saubere Blätter helfen – Staub blockiert das Licht. Ein vorsichtiges Abwischen mit einem feuchten Tuch verbessert die Fotosynthese und fördert so die Blütenbildung.

Anzeichen für optimale Düngung

Eine gesund gedüngte Orchidee zeigt sich durch:

  • Feste, grüne Blätter
  • Pralle, silbrig-grüne Wurzeln
  • Regelmäßiges Nachwachsen von Blättern und Wurzeln
  • Blüten, die mehrere Wochen halten statt nur wenige Tage

Spüren Sie hingegen schlaffe Blätter, schrumpelige Wurzeln oder weiße Salzkrusten auf dem Topf, sollten Sie die Düngergabe reduzieren und den Topf gründlich mit klarem Wasser ausspülen.

So wird jede Orchidee zum Blütenhighlight

Die richtige Düngung ist kein Hexenwerk und erfordert keine teuren Mittel. Wichtig sind Geduld, ein sanfter Umgang und ein guter Rhyth­mus. Wenn Sie die Düngung als eine sanfte Pflege statt als eine einmalige Aktion verstehen, wird Ihre Orchidee mit größeren Blüten, längerer Blühdauer und kräftigeren Wurzeln belohnt.

Das schönste Zeichen ist ein neuer Blütentrieb, der sich wie ein kleiner grüner Fragezeichen-Schwung nach oben reckt – ein sicheres Zeichen, dass Ihre Pflege wirkt.

Düngen Sie schwach, aber regelmäßig, schenken Sie der Pflanze Licht und Zeit. Die nächste Blüte ist schon auf dem Weg.

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