Rhabarber erfolgreich im Garten anbauen
Einführung: Was ist Rhabarber und warum lohnt sich der Anbau?
Rhabarber ist eine mehrjährige Pflanze, die auch wild wächst und überraschend unkompliziert anzubauen ist. Bekannt für seinen säuerlichen und erfrischenden Geschmack, bereichert er viele Desserts und sorgt für eine besondere Note.
Rhabarber lässt sich entweder aus Samen ziehen oder im Frühjahr durch Teilung von Wurzelstücken vermehren. Er bevorzugt durchlässigen Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,0 sowie einen sonnigen Standort ohne zu viel Wasser oder Hitze.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen von Rhabarber?
Rhabarber ist eine mehrjährige Pflanze, die idealerweise im Frühjahr oder Sommer gepflanzt wird. Da die Pflanzen nach drei bis vier Jahren zurückgehen, sollte man die Rhizome regelmäßig erneuern, wenn man sie länger kultivieren möchte.
Ein zu spätes Pflanzen führt zu Wachstumsproblemen, während ein zu früher Termin die Ernte aufgrund mangelnder Sonneneinstrahlung und ungünstiger Wetterbedingungen schmälert.
So pflanzen Sie Rhabarber richtig im Garten
Rhabarber kann entweder aus Samen oder durch Teilung der Wurzeln vermehrt werden. Saatgut wird etwa fünf Zentimeter tief und mit einem Abstand von acht Zentimetern gesät. Nachdem die Pflanzen etwa 90 Zentimeter Höhe erreicht haben, sollte ein Abstand von circa 30 Zentimetern eingehalten werden.
Bei der Teilung der Wurzelstöcke gräbt man bestehende Pflanzen aus, teilt sie in kleinere Wurzelstücke und pflanzt diese etwa 15 bis 20 Zentimeter tief. Achten Sie darauf, dass zwischen den einzelnen Pflanzen ein Abstand von mindestens drei bis vier Metern eingehalten wird, um ausreichend Platz für das Wachstum zu gewährleisten.
Empfohlene Rhabarbersorten für Ihren Garten
Es gibt zahlreiche Rhabarbersorten, jedoch sind besonders die Sorten ‚Victoria‘, ‚Sibirischer Rhabarber‘ und ‚Schwedischer Rhabarber‘ beliebt. Diese wurden gezielt für ihre Eigenschaften wie Krankheitsresistenz, Winterhärte oder Trockenheitsverträglichkeit gezüchtet.
Schädlinge beim Rhabarberanbau
Der rote Stielhüpfer ist der häufigste Schädling am Rhabarber. Die Fliegen legen ihre Eier auf den Blättern ab, und die Larven fressen Blätter, Stängel, Blüten sowie Wurzeln. Dadurch kann die Pflanze stark geschwächt werden, was Ertragseinbußen bis hin zum Absterben der Pflanzen zur Folge haben kann.
So ernten Sie Rhabarber richtig
Die beste Erntemethode ist das Abschneiden der Stängel direkt am Pflanzenansatz. Nach der Ernte wächst die Pflanze von selbst wieder nach. Je nach Wetter kann es einige Tage bis Wochen dauern, bis die Pflanze sich erholt.
Frisch geernteten Rhabarber können Sie zum Trocknen in den Backofen geben oder durch Dörren haltbar machen. Auch das Einfrieren ist eine gute Möglichkeit, um die Ernte später im Jahr weiterzuverwenden.
