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Die 9 besten mehrjährigen Kräuter für Ihren Garten – ganzjährig pflanzen und ernten
Einführung: Was sind mehrjährige Kräuter?
Mehrjährige Kräuter sind Pflanzen, die jedes Jahr aufs Neue wachsen, ohne dass sie neu gepflanzt werden müssen. Sie sind winterhart und widerstehen auch kalten und trockenen Monaten. Es gibt viele verschiedene mehrjährige Kräuter mit unterschiedlichen Aromen und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.
Diese Pflanzen werden seit Jahrhunderten in Küche, Naturheilkunde und Handwerk verwendet. Früher dienten sie vor allem zur Gartengestaltung, heute werden sie vor allem wegen ihrer kulinarischen und gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Mehrjährige Kräuter wachsen eigenständig und brauchen kaum Pflege, um zu gedeihen.
Warum mehrjährige Kräuter pflanzen?
Es gibt zahlreiche Gründe, mehrjährige Kräuter im Garten anzubauen. Sie sind trockenheitsresistent, benötigen wenig Pflege und bieten vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Ob als Würze in Speisen oder als aromatischer Tee – ihre Verwendung ist vielfältig. Außerdem wirken viele dieser Kräuter heilend und können bei Beschwerden wie Verdauungsproblemen helfen.
Darüber hinaus sind viele mehrjährige Kräuter robust und kommen mit wenig Wasser aus. Einige überstehen sogar extreme Bedingungen wie Dürre oder Vernachlässigung.
1. Rosmarin
Rosmarin ist ein aromatisches Kraut, das in der Küche sehr beliebt ist. Sein Geschmack ist intensiv, gleichzeitig leicht würzig und süßlich. Historisch gilt Rosmarin als Symbol der Erinnerung, da er im viktorianischen Zeitalter auf Gräber gelegt wurde.
In der Küche verfeinert Rosmarin zahlreiche Gerichte, Saucen, Salatdressings, Essige, Suppen oder Eintöpfe. Zudem hat das Kraut eine heilende Wirkung und wird bei Erkältungen und Atemwegserkrankungen als Hausmittel eingesetzt.
Zum Trocknen werden die Blätter vom Stiel gezupft und auf einem Papierhandtuch schonend im Ofen getrocknet, wenn dieser ausgeschaltet ist.
2. Lavendel
Lavendel ist ein duftendes Kraut, das sowohl in der Küche als auch in Kosmetik und Seifen Anwendung findet. Es wird seit Jahrtausenden als Heilmittel und ätherisches Öl in der Aromatherapie genutzt. Besonders bekannt ist Lavendel als Einschlafhilfe.
Der Name stammt vom lateinischen „lavare“ (waschen), da man früher mit Lavendelblüten versetztem Wasser wusch, um Erfrischung zu erlangen. Im Mittelalter war Lavendel eines der beliebtesten Heilkräuter gegen Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Depressionen, Angstzustände und Verdauungsbeschwerden.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Linalool, Linalylacetat, Nerolidol, Pinene, Limonen und Terpineol. Das ätherische Öl der Blüten wird vor allem wegen seiner beruhigenden Wirkung geschätzt.
3. Salbei
Salbei ist eine mehrjährige Pflanze aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Familie der Minzen. Sie wurde historisch sowohl in der Küche als auch in der Medizin verwendet.
Der Name stammt vom lateinischen „salvia“, was heilen bedeutet. Salbei galt als Heilpflanze zur Wundbehandlung, Schmerzlinderung und zur Linderung von Halsentzündungen, Husten, Erkältungen und Kopfschmerzen.
4. Thymian
Thymian ist eine aromatische Pflanze, die seit Jahrhunderten sowohl beim Kochen als auch als Heilmittel zum Einsatz kommt. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst entlang der Küsten von Südfrankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Nordafrika.
Der Name kommt aus dem Griechischen „thymos“ und bedeutet „Duft“. Die lateinische Bezeichnung „Thymus vulgaris“ heißt übersetzt „gewöhnlicher Thymian“. Getrocknete Thymianblätter werden häufig als Würze verwendet und auch in Bädern zur Beruhigung zugesetzt.
Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eng mit der Minze verwandt. Die Blüten sind dekorativ und der Duft wird in manchen Bibelübersetzungen mit Weihrauch verglichen: „ein Räucherwerk aus Myrrhe, Zimt und Thymian“.
5. Minze
Minzen sind vielfältige Pflanzen, die für ihren charakteristischen Geruch und Geschmack geschätzt werden. Die bekanntesten Arten sind Pfefferminze, Grüne Minze und Winterminze.
6. Petersilie
Petersilie wird seit Jahrhunderten als Würz- und Heilpflanze genutzt. Das mediterrane Kraut hat grüne, krause Blätter. Verwendet werden Blätter und Stengel sowohl als Garnitur als auch als Würze in zahlreichen Gerichten. Frisch gegessen ist Petersilie auch ein beliebtes Salatkraut.
Petersilie ist reich an den Vitaminen A, C und K sowie an Folsäure, Eisen und Magnesium.
7. Gänseblümchen
Das Gänseblümchen ist eine hübsche Blume, die häufig in Gärten und auf Wiesen wächst. Es steht symbolisch für Unschuld und Reinheit.
Das Gänseblümchen hat vielseitige Verwendungsmöglichkeiten: Es ist als Zierpflanze, Nahrungsmittel und Heilpflanze geschätzt. Für die Wundheilung wird es traditionell genutzt und es lässt sich unkompliziert im Garten oder auf dem Feld kultivieren.
8. Oregano
Oregano wird seit Jahrhunderten als Küchen- und Heilpflanze geschätzt. Es gehört zur Familie der Minzen, wodurch der Geschmack Ähnlichkeiten mit Pfefferminze oder Thymian aufweist.
Oregano wächst am besten in warmen, trockenen Regionen und sollte im Frühling oder Herbst gepflanzt werden.
9. Meerrettich
Meerrettich ist eine robuste Pflanze, die in gemäßigten Klimazonen gedeiht. Seit Jahrhunderten wird er als Gewürz und Heilpflanze genutzt. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 Metern. Die Blätter sind oben grün und unten weißlich.
Ursprünglich stammt Meerrettich aus Osteuropa und Zentralasien, wo er bereits um 600 n. Chr. kultiviert wurde. Bis zum Jahr 1000 breitete er sich über Europa aus und gelangte etwa 1670 nach Nordamerika.
Meerrettich benötigt mindestens drei Monate Winterkälte, damit seine Wurzeln gut wachsen. Die Pflanze ist winterhart und bildet lange Pfahlwurzeln, die tief in den Boden wachsen.
Zur Vermehrung eigenen sich Samen, Stecklinge und Absenker – also das Abtrennen eines Stängelteils, der dann angewurzelt wird. Eine Vermehrung über Wurzelstücke ist nicht zu empfehlen, da diese keine neuen Wurzeln bilden.
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