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Wie man Grünlilien richtig vermehrt
Grünlilien überraschen oft mit ihrer ungewöhnlichen Wachstumweise. Statt Wurzeln zu bilden, die die Pflanze fest im Boden verankern, entwickeln diese epiphytischen Pflanzen wurzelähnliche Fäden, mit denen sie sich an Gegenständen festhalten – ideal für hängende Pflanzgefäße oder vertikale Flächen. Damit Ihre Grünlilie gesund bleibt und sich gut vermehrt, ist ein gewisses Know-how nötig. Zum Glück sind sie relativ pflegeleicht. Im Folgenden erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Grünlilien erfolgreich vermehren.
Eine Grünlilie auswählen
Suchen Sie zuerst eine gesunde Grünlilie aus. Wenn Sie ein Gewächshaus besitzen, finden Sie dort oft zahlreiche Exemplare. Als tropische Pflanzen bevorzugen Grünlilien warme, feuchte Bedingungen mit Temperaturen um 20 bis 22 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 Prozent. In kühleren Klimazonen ist es schwieriger, diese Bedingungen dauerhaft zu gewährleisten.
Für Anfänger im tropischen Klima oder mit Zugang zu einem Gewächshaus sind Grünlilien optimal geeignet. Sie wachsen einfach, bilden attraktive Blattrosetten und eignen sich hervorragend als Hängepflanzen.
Die richtige Erde vorbereiten
Grünlilien lieben nährstoffreichen Boden, der zugleich locker und luftig ist. Folgende Zutaten eignen sich besonders gut für das Substrat:
- Perlit: Reguliert die Feuchtigkeit und hält den Boden kühl.
- Sand: Verbessert die Durchlässigkeit und Luftzufuhr im Wurzelbereich.
- Granulat-Dünger: Versorgt die Pflanze kontinuierlich mit wichtigen Nährstoffen.
Geben Sie dem Topf alle zwei Wochen etwas Granulat-Dünger hinzu, um Ihre Grünlilie optimal zu versorgen. Flüssigdünger ist zwar möglich, verflüchtigt sich jedoch schnell wieder und eignet sich daher weniger gut. Die Pflanze bevorzugt konstante Nährstoffzufuhr und eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Die Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen
Haben Sie eine geeignete Grünlilie gefunden, nehmen Sie sie behutsam aus dem Gefäß. Ziehen Sie die Pflanze vorsichtig heraus oder verwenden Sie eine Schere, um die Wurzelballen zu lösen. Alternativ können Sie ein Pflanzentuch benutzen, um die Grünlilie sanft aus dem Topf zu heben.
Wichtig: Grünlilien verankern sich nicht durch ihre Wurzeln im Boden, sondern halten sich an Objekten fest. Beschädigte Wurzeln können nicht nachwachsen und die Pflanze stirbt womöglich ab, daher geht besonders schonend vor.
Die Vermehrung starten
Das Wurzelwachstum findet hauptsächlich an den Innenflächen des Topfes statt. Um die Pflanze erfolgreich zu vermehren, nehmen Sie den Wurzelballen aus dem Topf und wickeln ihn in feuchte Küchen- oder Babytücher ein. Legen Sie die eingepackten Wurzeln anschließend in einen luftdichten Beutel und bewahren Sie diesen kühl im Kühlschrank auf.
Beim nächsten Gießen holen Sie die Wurzeln aus dem Kühlschrank, lassen sie etwas akklimatisieren und setzen die Pflanze wieder ins Substrat. Diesen Vorgang können Sie bei jedem Gießen wiederholen – so fördern Sie das Wurzelwachstum effektiv und schonend.
Die Grünlilie richtig umtopfen
Beim Vermehren entfernen Sie die alte Erde, deshalb ist anschließend Umtopfen notwendig. So gelingt es richtig:
- Tragen Sie Handschuhe, da Grünlilien einen klebrigen, teils giftigen Pflanzensaft absondern.
- Bereiten Sie ein ausreichend großes Pflanzloch vor, das etwas größer als der Wurzelballen ist.
- Füllen Sie frische, nährstoffreiche Erde in den Topf und setzen Sie die Pflanze vorsichtig ein.
- Lagern Sie wurzelnackte Pflanzen, die Sie gerade vermehren, weiterhin in feuchten Tüchern im Kühlschrank.
- Wiederholen Sie das Umtopfen alle ein bis zwei Jahre oder sobald die Wurzeln den Topf zu sehr durchwuchern.
Fazit
Grünlilien zählen zu den pflegeleichten, dekorativen Zimmerpflanzen, deren Vermehrung etwas Übung erfordert. Wer die speziellen Bedürfnisse, vor allem hinsichtlich der Wurzeln, kennt und für ausreichende Nährstoffversorgung sowie Luftfeuchtigkeit sorgt, kann sich an gesunden Pflanzen erfreuen, die lange Zeit gedeihen und sich unkompliziert vermehren lassen.
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