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Grünkohl aus Samen anbauen – So gelingt die Kultivierung
Grünkohl aus Samen zu ziehen ist einfach, gesund und bringt frischen Geschmack in den Garten. Die vielseitige Pflanze, auch als Borecole bekannt, gehört zur Familie der Kohlgewächse (Brassicaceae). Grünkohl ist robust und bevorzugt kühle Temperaturen, denn Frost sorgt für besonders süße Blätter.
Als echtes Superfood liefert Grünkohl Ballaststoffe, Calcium, die Vitamine C und K, Eisen sowie wertvolle Antioxidantien. Das Grün lässt sich vielseitig zubereiten: gedünstet, gebraten, geröstet oder roh im Salat und Smoothie.
Beliebte Grünkohlsorten für den Anbau
- Cavolo Nero – auch als « schwarzer Grünkohl » bekannt, besitzt sehr dunkle, fast schwarze Blätter.
- Redbor – zeichnet sich durch leuchtend burgunderrote Blätter aus, die bei kälteren Temperaturen intensiv violett werden.
- Kapitan – der klassische krause Grünkohl mit dicht gewellten, dunkelgrünen Blättern.
Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Grünkohl
Grünkohl gedeiht bei Temperaturen zwischen 2 und 24 Grad Celsius am besten, ideal sind Werte von 16 bis 21 Grad. Er gehört zu den kälteverträglichen Pflanzen und zählt zu den „Kühlsaison-Gemüsen“ wie Kohl, Blumenkohl und Brokkoli.
Je nach Region gibt es zwei Haupterntezeiten: Frühling und Herbst. In milden Klimazonen wächst Grünkohl oft fast das ganze Jahr über. Besonders im Herbst profitiert die Pflanze von sinkenden Temperaturen, da die Blätter dann besonders aromatisch und süß schmecken – Frost tut dem Geschmack gut.
Grünkohlsamen richtig vorziehen und aussäen
Für ein kräftiges Wachstum sollten die Samen etwa sechs Wochen vor dem letzten Frost drinnen vorgezogen werden. So kann die Pflanze vor den heißen Sommermonaten gut heranwachsen.
Direktsaat ins Freiland benötigt je nach Sorte 55 bis 75 Tage bis zur Ernte. Jungpflanzen aus dem Gewächshaus oder Anzuchttopf sind schneller erntereif, bereits nach 30 bis 40 Tagen.
Für eine lange Erntezeit empfiehlt sich, im Herbst nochmals sechs bis acht Wochen vor dem ersten Frost neu zu säen. Auch nach dem ersten Schnee kann geerntet werden. Eine Nachsaat alle zwei bis drei Wochen sorgt für kontinuierlichen Blätternachschub.
Grünkohl ernten – Schnittkultur ermöglicht nachhaltige Nutzung
Grünkohl kann als sogenannte „schnitt- und nachwachsende“ Pflanze kultiviert werden. Junge, zarte Blätter eignen sich ideal für frische Salate. Werden die Pflanzen größer gezogen, liefern sie den ganzen Winter über Blattgemüse für Suppen und Eintöpfe.
Grünkohl richtig lagern
Frisch geerntet schmeckt Grünkohl am besten. Für eine längere Aufbewahrung lassen sich die Blätter kurz blanchieren und anschließend einfrieren.
Häufige Schädlinge an Grünkohl
Grünkohl wird besonders von Kohlweißlingsraupen, Erdflöhen, Harlekin-Käfern und Blattläusen befallen. Erstere verursachen Blattlöcher und Fraßschäden, Blattläuse führen zu gekräuselten Blättern. Die Schädlinge verstecken sich oft auf der Blattunterseite oder im Zentrum junger Triebe.
Außerdem können Schnecken, Nacktschnecken und bodenbewohnende Schädlinge wie Erdraupen junge Sämlinge angreifen. Diese sind außerdem anfällig für den sogenannten „Damping-off“, eine Pilzerkrankung, bei der Keimlinge plötzlich absterben.
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