Basilikum: Die besten Tipps für den eigenen Anbau zu Hause
Basilikum (Ocimum basilicum) gilt als die Königs- und Leitpflanze unter den Küchenkräutern. Es ist eines der beliebtesten Kräuter, die im eigenen Garten oder auf dem Balkon kultiviert werden. Ob im Beet oder im Topf – Basilikum selbst anzubauen ist ganz einfach, wenn Sie ein paar grundlegende Hinweise beachten.
Selbstgemachtes Pesto aus frischem Basilikum ist ein unvergleichlicher Genuss. Wer seine Gerichte mit eigenem Basilikum verfeinern möchte, spart nicht nur Geld, sondern kann das ganze Jahr über frische Blätter ernten – auch drinnen im Topf.
Es gibt zahlreiche Basilikum-Sorten, wobei der Süßbasilikum der bekannteste ist. Mit seinen glänzenden Blättern und zarten weißen Blüten hat er ein feines Anisaroma und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 60 Zentimetern. Jede Sorte zeichnet sich durch besondere Merkmale in Aussehen, Größe und Geschmack aus.
Wenn Sie Basilikum in Ihren Garten oder auf den Balkon holen möchten, um Pesto, Salate oder Tomatengerichte zu verfeinern, finden Sie hier eine praktische Anleitung, die Sie Schritt für Schritt begleitet.
Einige Informationen über Basilikum
Süßbasilikum (Ocimum basilicum) ist aus der mediterranen Küche, besonders der italienischen, nicht wegzudenken. Er bildet die Basis für Pesto und verleiht Salaten, Pasta, Pizza und vielen anderen Gerichten das charakteristische Aroma. Auch in der indonesischen, thailändischen und vietnamesischen Küche findet Basilikum Verwendung.
Das Kraut liefert wichtige Vitamine, Mineralstoffe und eine Vielzahl an Antioxidantien. Das enthaltene ätherische Öl kann zudem gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen.
Basilikum ist in zahlreichen Supermärkten erhältlich, wobei die verschiedenen Sorten sich in Geschmack und Duft deutlich unterscheiden.
Eine andere Basilikumart ist Tulsi oder Heilbasilikum (Ocimum sanctum). Dieses Kraut spielt vor allem in der tamilischen und ayurvedischen Heilkunde Südostasiens eine Rolle und unterscheidet sich deutlich vom bekannten Süßbasilikum.
Gesundheitliche Vorteile
- Reduziert oxidativen Stress
- Unterstützt die Leberfunktion
- Schützt die Haut vor vorzeitiger Alterung
- Senkt hohe Blutzuckerwerte
- Fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit
- Stärkt die geistige Gesundheit
- Wirkt entzündungshemmend und lindernd bei Schwellungen
Tipps zum Anbau
Starten Sie Basilikum am besten in kleinen Töpfen im Haus. Sobald keine Frostgefahr mehr besteht und der Boden ausreichend warm ist, können Sie die Pflanzen ins Freiland setzen oder Sie erwerben bereits vorgezogene Jungpflanzen.
Da Basilikum eine wärmeliebende Pflanze ist, empfiehlt sich bei der Anzucht das Verwenden von Heizmatten. Wählen Sie einen vollsonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden, der idealerweise mit Kompost, gut verrottetem Mist oder anderen organischen Stoffen angereichert wurde.
Geben Sie großen Sorten wie ‘Lettuce Leaf’ einen Abstand von etwa 45 cm, kleinere wie ‘Spicy Globe’ reichen etwa 30 cm. Basilikum braucht viel Wasser, deshalb empfiehlt es sich, Mulch aufzubringen, sobald der Boden warm ist, um die Feuchtigkeit zu halten.
Pinzieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, um buschiges Wachstum zu fördern. Entfernen Sie außerdem fortlaufend Blütenstände, damit die Pflanze ihre Energie in die Blattbildung steckt.
Für die Ernte im Spätherbst lohnt es sich, einige Pflanzen im Topf zu kultivieren, um sie vor dem Frost ins Haus zu holen. Alternativ wird im Juni eine zweite Aussaat im Freiland empfohlen. Vor dem ersten Frost können Sie auch Stecklinge abschneiden und im Wasser bewurzeln, bevor Sie diese ins Haus holen.
Basilikum ist anfällig für Pilzkrankheiten wie Fusarium-Welke, Grauschimmel, Schwarzflecken und bei jungen Pflanzen Wurzelfäule. Vermeiden Sie diese, indem Sie erst nach ausreichender Bodenerwärmung pflanzen und für genügend Abstand zwischen den Pflanzen sorgen. Japanische Käfer können die Blätter zerstören – bekämpfen Sie diese am besten per Hand.
Ernte
Ernten Sie die Blätter, indem Sie die Triebspitzen abknipsen, sobald die Pflanzen eine Höhe von 15 bis 20 cm erreicht haben. Das fördert das verzweigte Wachstum und damit die Blattbildung. Entfernen Sie regelmäßig die Blüten, sonst bilden die Pflanzen Samen und hören auf, Blätter zu produzieren.
Bei der ersten Frostwarnung sollten Sie Ihre Basilikum-Pflanzen komplett ernten, da kalte Temperaturen die Blätter schnell braun werden lassen. Schneiden Sie die Pflanzen bodennah ab und pflücken Sie die besten Blätter heraus. Diese lassen sich trocknen, einfrieren oder in Essig konservieren, um das Aroma zu bewahren. Ebenso eignen sich die Blätter zur Herstellung von aromatisierten Ölen oder Pesto, das im Kühlschrank oder Gefrierfach aufbewahrt werden sollte.
Frische Schnittstiele halten einige Tage, wenn Sie die Enden in ein Glas mit Wasser stellen – ähnlich wie Schnittblumen. Dadurch verbreiten sie zudem einen angenehmen Duft im Raum.
Aufbewahrung
Lagern Sie die Blätter im Kühlschrank und verbrauchen Sie sie innerhalb von drei Tagen. Alternativ können Sie die frischen Stiele im Wasser aufbewahren, bis Sie sie weiterverwenden. Zum Einfrieren hacken Sie die Blätter klein, geben sie in Eiswürfelformen, bedecken sie mit Wasser und frieren sie ein. So bleiben sie bis zu fünf Monate frisch erhalten.
