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Kaufen Sie keine Knoblauchzehen mehr im Laden – So gelingt der Anbau zu Hause
Knoblauch ist nicht nur ein aromatischer Geschmacksträger in vielen Gerichten, sondern überzeugt auch durch seine wertvollen Nährstoffe und vielfältigen gesundheitsfördernden Eigenschaften.
Er enthält wichtige Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Oligosaccharide, Aminosäuren, Allicin und einen hohen Schwefelanteil. Frischer Knoblauch verfügt zudem über etwa 0,1 % ätherisches Öl, das aus Verbindungen wie Allylpropyl-Disulfid, Diallyl-Disulfid und Diallyl-Trisulfid besteht. Eine frische Zehe mit rund drei Gramm liefert etwa:
- 4,5 Kalorien
- 1 Gramm Kohlenhydrate
- 0,2 Gramm Eiweiß
- Ballaststoffe
- einige Milligramm Mangan (3 % des Tagesbedarfs)
- 0,9 mg Vitamin C (2 % des Tagesbedarfs)
- 5,4 mg Calcium (1 % des Tagesbedarfs)
- 0,4 µg Selen (1 % des Tagesbedarfs)
Knoblauch besitzt starke antibakterielle und antivirale Wirkstoffe, die Erkältungen und Grippe vorbeugen können. Außerdem ist er eine der effektivsten herzgesunden Pflanzen: Er reguliert den Blutdruck, senkt erhöhte Cholesterinwerte und sorgt für freie Arterien, sodass Arteriosklerose vorgebeugt wird.
Studien belegen, dass Knoblauch den Nüchternblutzucker senkt – was insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes von Vorteil ist. Zudem enthält er Antioxidantien, die möglicherweise Alzheimer und Demenz vorbeugen, steigert die Leistungsfähigkeit beim Sport und schützt durch seine Schwefelverbindungen die Organe vor Schwermetallbelastungen.
Eine Übersichtsstudie in „Cancer Prevention Research“ bestätigt, dass Allium-Gewächse – besonders Knoblauch und Zwiebeln – mit ihren bioaktiven Schwefelverbindungen in sämtlichen Krebsstadien wirken und zahlreiche biologische Prozesse beeinflussen, die das Krebsrisiko senken.
Aus diesem Grund wird Knoblauch seit Jahrhunderten geschätzt. Mit eigenem Anbau im Garten profitieren Sie jederzeit von seinen Vorzügen.
Keine Sorge: Knoblauch lässt sich einfach pflanzen und ist pflegeleicht. Ob im Herbst oder Frühjahr, er gedeiht selbst in kälteren Regionen gut, sofern Staunässe und somit Wurzelfäule vermieden werden. Auch benötigt die kleine Pflanze nur wenig Platz.
Für eine reiche Ernte empfiehlt sich ein nährstoffreiches, gut drainiertes und feuchtes Substrat mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7. Sie können Knoblauch in Beeten vorziehen oder direkt ins Freiland setzen.
Wichtig: Pflanzen Sie Knoblauch nicht in die Nähe von Salbei, Erbsen, Petersilie oder Spargel – sie konkurrieren um Nährstoffe. Gute Nachbarn sind dagegen Karotten, Kartoffeln, Spinat und Auberginen.
So ziehen Sie Knoblauch erfolgreich zu Hause
- Wählen Sie einen sonnigen Standort und entfernen Sie Steine sowie grobe Erde aus der Oberfläche.
- Bereiten Sie einen Komposttee mit einigen Esslöffeln eines NPK-Düngers (5-10-10) zu und arbeiten Sie ihn gut in den Boden ein.
- Trennen Sie die Knoblauchknolle in Einzelzehen und stecken Sie diese mit der Spitze nach oben einige Zentimeter tief in die Erde.
- Lassen Sie zwischen den Zehen einen Abstand von 10 bis 15 Zentimetern, in den Reihen genügt ein Abstand von 5 bis 7,5 Zentimetern.
- Bedecken Sie die Zehen mit etwa 2,5 bis 5 Zentimeter Erde und decken Sie das Beet mit 12 bis 15 Zentimeter Mulch ab.
- Gießen Sie nur, wenn die Oberfläche trocken ist – Knoblauch mag keine Staunässe.
- Düngen Sie zweimal im Monat mit einer kleinen Menge gut zersetztem Kompost, zusätzlich einmal im Monat mit einem stickstoffreichen Dünger.
- Entfernen Sie Blütenstände und Unkraut regelmäßig, um das Wachstum nicht zu bremsen.
- Nach etwa drei Monaten zeigen sich fünf bis sechs gesunde Blätter – dann können Sie ernten und den frisch geernteten Knoblauch genießen!
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