20 Pflanzen und Kräuter, die Sie aus Stecklingen ziehen können

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20 Pflanzen und Kräuter, die Sie einfach durch Stecklinge vermehren können

Den eigenen Kräutergarten anzulegen bereitet vielen Gartenliebhabern große Freude. Dennoch kann das Pflanzen mit Samen oft mühsam sein und viel Geduld erfordern. Wenn Sie jedoch vorab gut recherchieren und sich mit der Vorgehensweise vertraut machen, gelingt die Vermehrung mit Erfolg. Besonders das Vermehren durch Stecklinge hat sich als zeitsparende Methode bewährt.

Stecklinge sind vor allem praktisch, weil sie es ermöglichen, eine exakte Kopie einer gesunden Mutterpflanze zu ziehen, die schneller und kräftiger wächst als Pflanzen aus Samen. Dadurch verringert sich das Risiko, dass die neuen Pflanzen schlecht wachsen oder weniger Ertrag bringen. Außerdem lassen sich Stecklinge leicht mit Freunden tauschen, was die Gartenarbeit zusätzlich erleichtert.

Manche Pflanzen bilden zudem keine Samen, sodass die Vermehrung über Stecklinge oft die einzige Möglichkeit ist.

Wichtig bei der Vermehrung mit Stecklingen ist die Beachtung folgender Punkte:

  • Die verschiedenen Stecklingarten
  • Die richtige Methode zum Bewurzeln der Stecklinge
  • Eine Übersicht über Pflanzen, die sich besonders gut über Stecklinge vermehren lassen

Verschiedene Arten von Stecklingen

Je nach Pflanzenart können Stecklinge aus verschiedenen Teilen genommen werden – etwa aus Holz, weichen Trieben, Blättern oder Wurzeln.

  • Holzstecklinge: Diese werden im Herbst oder Winter von verholzten, älteren Trieben geschnitten. Der richtige Zeitpunkt ist, wenn die Sträucher ihre Blätter abwerfen. Bis zum Frühjahr haben die Stecklinge in der Regel ausreichend Wurzeln gebildet, um eingepflanzt zu werden.
  • Weichholzstecklinge: Diese stammen von frisch gewachsenem Holz und bewurzeln schnell. Die beste Zeit dafür ist der Frühling, mit dem Ziel, die Jungpflanzen im selben Zeitraum des Folgejahres zu setzen.
  • Halbholzstecklinge: Diese sind eine Mischung aus den ersten beiden und benötigen etwas mehr Zeit zum Wurzeln. Daher werden sie meist im Sommer entnommen, wenn es warm ist.
  • Fersenstecklinge: Für diese werden ältere Wurzeln von der Mutterpflanze gebraucht.
  • Triebspitzenstecklinge (auch Spitzenschnitt genannt): Das sind die obersten 15 bis 20 cm der noch wachsenden Triebe.
  • Basilientriebstücke (basale Stecklinge): Diese sind 15 bis 25 cm lang und werden so nah wie möglich am Hauptstamm abgeschnitten.
  • Blattstecklinge: Manche Pflanzen wie Sukkulenten, Begonien oder Grünlilien lassen sich über Blätter vermehren.
  • Stammabschnitte: Stauden mit langen, stängelartigen Trieben können über gleichmäßige Stammstücke vermehrt werden.
  • Wurzelabschnitte: Einige Pflanzen, etwa der Kalifornische Baum-Mohn oder die Sumach, sind besser über Wurzelstecklinge zu vermehren.

Bewurzelung der Stecklinge

Nach dem Schneiden der Stecklinge beginnt die Phase des Wurzelns. Bei fleischigen Trieben empfiehlt es sich, diese einige Tage trocknen zu lassen, damit sich eine Schnittwundenschicht (Kallus) bildet. Bei holzigen Stecklingen sollte die äußere Rinde entfernt werden, um das Wachstum der Wurzeln zu fördern.

Während der Bewurzelung ist eine feuchte Umgebung entscheidend. Eine Mischung aus Sand oder Perlit mit Torfmoos bewahrt die Feuchtigkeit optimal. Gartenboden und Dünger sind in dieser Phase nicht empfehlenswert. Das Abdecken der Töpfe mit einer Folienhaube sorgt für hohe Luftfeuchtigkeit und fördert das schnelle Wachstum. Gleichzeitig ist auf ausreichend Durchlüftung zu achten, da stehendes Wasser die Wurzeln schwächt.

Für Pflanzen mit längerer Bewurzelungsdauer kann der Einsatz von Bewurzelungshormonen sinnvoll sein, Dünger dagegen sollte vermieden werden.

20 Pflanzen, die sich besonders leicht über Stecklinge vermehren lassen

  • Lavendel: Wird meist über Triebspitzen etwa 8 cm lang vermehrt und im Kalthaus bewurzelt. Nach vier bis sechs Wochen können die Jungpflanzen ins Beet gepflanzt werden.
  • Rosmarin: Junge Pflanzen werden über Triebspitzen im Frühling oder in Herbst über basale oder Fersenstecklinge vermehrt. Die Stecklinge kommen einzeln in Töpfe und werden mit einer Plastikhaube abgedeckt, um unkontrolliertes Wachstum zu vermeiden.
  • Rose: Holzige Stecklinge werden im Herbst geschnitten und während des Winters intensiv gegossen.
  • Thymian: Triebspitzenstecklinge werden im Sommer genommen und später in ein feuchtes Substrat umgesetzt.
  • Beinwell: Wird über Wurzelstecklinge im Frühling oder Herbst vermehrt. Die Wurzeln kommen in gut vorbereitetes Beet und werden mit Mulch bedeckt.
  • Basilikum: Kann das ganze Jahr über durch Triebspitzen vermehrt werden. Die Stecklinge halten sich gut an einem warmen, lichtgeschützten Ort.
  • Bogenhanf (Sansevieria): Aus wenigen Blatteilen lassen sich mehrere neue Pflanzen ziehen. Originale Blattfärbungen bleiben nur erhalten, wenn auch Rhizomstücke mitgepflanzt werden.
  • Stechpalme (Ilex): Stecklinge werden im Herbst geschnitten, mit Bewurzelungspulver behandelt und in feuchtes Substrat gesetzt. Sie wachsen bei Zimmertemperatur.
  • Usambaraveilchen: Junge Blätter am Blattstiel werden mit einem spitzen Stab in ein feuchtes Gemisch aus Kompost und Sand gesteckt und an einem sonnigen Platz gehalten.
  • Geranie: Lange Stecklinge wurzeln etwa zwölf Stunden nach dem Gießen der Mutterpflanze.
  • Fuchsie: Stecklinge aus drei Blattpaaren werden im Frühling eingepflanzt und in einer feuchten Mischung bei Wärme abgedeckt. Im Sommer pflanzt man sie ins Freie, wo sie blühen.
  • Salbei: Halbholzstecklinge werden im Herbst geschnitten und in einem warmen, feuchten Bereich überwintert. Gepflanzt wird im Frühjahr.
  • Kalifornischer Baum-Mohn: Im Dezember werden drei Zentimeter lange Wurzelstücke in feuchtes Kompost-Sand-Gemisch gesteckt und im Sommer nach draußen gepflanzt.
  • Kren (Meerrettich): Drei Zentimeter lange Wurzelstücke werden im Frühjahr mit einem Abstand von etwa 30 cm ausgepflanzt.
  • Weigelie: Im Frühjahr oder Frühsommer werden Weichholz- oder Halbholzstecklinge geschnitten, im Herbst auch Holzstecklinge. Die jungen Stecklinge kommen im Herbst ins Freiland, die älteren Holzstecklinge im darauf folgenden Frühjahr.
  • Hortensie: Triebspitzen mit 3 bis 4 Blättern werden unterhalb des untersten Blattpaares leicht eingekürzt und in feuchtem Substrat unter Folie bewurzelt.
  • Aluminium-Pflanze: Wie Hortensien werden auch diese über Triebspitzen mit sorgfältigem Schnitt und feuchter Umgebung vermehrt.
  • Dieffenbachie: Blütentriebe werden 1 bis 2 Tage trocken gelagert, bevor sie in Kompost und Torf gesetzt werden. Die 5 cm langen Stecklinge werden bedeckt, bis sie über der Erde austreiben.
  • Aglaonema (Schusterpalme): Triebspitzen werden in einer Kompost-Sand-Mischung bewurzelt. Die Stängelstücke sind etwa 7 cm lang und werden halb in feuchten Sand gelegt und mit Folie abgedeckt.
  • Philodendron: Triebspitzen mit 2 bis 3 Knoten vermehrt, entweder am Stamm oder an der Wurzel. Das Wachstum dauert hier bis zur vollständigen Bewurzelung etwas länger.

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