Begonien drinnen erfolgreich kultivieren und pflegen
Begonien zählen zu den schönsten und faszinierendsten Zimmerpflanzen. Sie sind zwar etwas wählerisch in Bezug auf Licht und Wasser, aber nicht überempfindlich – ideal für Hobbygärtner mit einigen Vorkenntnissen. Hier erfahren Sie, worauf es bei der Pflege ankommt.
Die richtige Begonienart auswählen
Zunächst sollten Sie die passende Begonienart wählen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten: Begonien aus Samen und Begonien aus Knollen. Für Einsteiger empfiehlt sich die Kultur mit Knollen, da deren Pflanzgut größer und robuster ist. Samen sind deutlich kleiner und die Anzucht anspruchsvoller.
Für die Raumkultur eignen sich spezielle Zimmerbegonien, die Sie entweder aus Samen oder Knollen ziehen können. Es gibt viele Farben und Sorten. Begonien sind eigentlich einjährige Pflanzen, allerdings lassen sich die Knollen häufig überwintern und im Folgejahr wieder auspflanzen.
Das Substrat für Begonien vorbereiten
Begonien gedeihen besser in einem torfhaltigen, lockeren Substrat als in gewöhnlicher Gartenerde. Mischen Sie daher vor dem Pflanzen ein Drittel torffreie Blumenerde mit zwei Dritteln Torfmoos. Achten Sie darauf, dass das Substrat leicht sauer bis neutral ist, denn Begonien lieben einen durchlässigen, sauren Boden, den das Torfmoos optimal liefert.
Begonienknollen pflanzen
Füllen Sie den gewählten Behälter mit der Torfmoos-Blumenerde-Mischung. Graben Sie mittig eine kleine Mulde, die gerade groß genug für die Knolle ist. Setzen Sie die Begonienknolle vorsichtig hinein – pro Knolle ein Loch. Es ist möglich, die Knollen relativ dicht nebeneinander zu pflanzen.
Decken Sie die Knolle nur wenige Zentimeter mit Erde zu. Bei kleineren Begonien empfiehlt es sich, die Knollen vor dem Pflanzen leicht aufzubrechen.
Optimale Lichtbedingungen sicherstellen
Der Standort ist entscheidend für das Wachstum der Zimmerbegonien. Wählen Sie einen hellen Platz mit indirektem Sonnenlicht. Ein Standort am Fenster ist ideal. Vermeiden Sie in den Monaten von Februar bis September Standorte an Südfenstern, da dann die Lichtintensität zu stark sein kann.
Richtig gießen
Nach wenigen Wochen zeigen sich erste Wachstumserfolge. Gießen Sie regelmäßig, denn kurz nach dem Pflanzen benötigen Begonien besonders viel Wasser. Lassen Sie die Erde nie austrocknen, aber vermeiden Sie Staunässe, um Wurzelfäule zu verhindern. Das Substrat sollte stets gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein.
Verblühte Blüten regelmäßig entfernen (Ausputzen)
Pflegen Sie Ihre Begonien sorgfältig, indem Sie verblühte Blüten entfernen. Wenn die Blüten braun werden, sollten Sie sie konsequent ausbrechen oder abschneiden. So wird neues Wachstum angeregt und die Nährstoffe werden in andere Pflanzenteile umgeleitet.
Entfernen Sie alle abgestorbenen Blüten am Ende der Blütezeit, lassen Sie aber die grünen Blätter stehen. So speichern die Knollen die Nährstoffe für die nächste Wachstumsperiode.
Zusätzlich sollten Sie abgestorbene Triebe und Blätter zurückschneiden und bei Bedarf den Blattstaub sanft abwischen.
Praktische Pflegetipps für gesundes Begonienwachstum
- Verzichten Sie auf Samen – Beginnen Sie mit Knollen, denn deren Anzucht ist einfacher und erfolgreicher.
- Sorgen Sie für Nachmittagsschatten – Beobachten Sie den Lichteinfall und stellen Sie die Pflanze an einen Ort mit viel Schatten am Nachmittag.
- Halten Sie das Substrat feucht – Besprühen Sie die Erde zwischendurch mit Wasser, aber vermeiden Sie Staunässe, um Krankheiten vorzubeugen.
- Düngen Sie regelmäßig – Nach dem Einpflanzen sollten Sie einmal düngen und dann in den ersten Wachstumswochen wöchentlich.
- Entfernen Sie verwelkte Blüten regelmäßig – Abgestorbene Blüten können das Wachstum beeinträchtigen und Krankheiten begünstigen.
