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So gelingt der Anbau von Zitronengras – der natürliche Mückenschutz für Ihren Garten
Zitronengras ist sowohl eine attraktive Gartenpflanze als auch eine schmackhafte Bereicherung für Ihre Küche. Ob im Beet oder im Kübel – das wärmeliebende Gras (botanisch: Cymbopogon nardus) stammt ursprünglich aus dem feucht-warmen Südostasien und gedeiht in sonnigen Gärten ab Klimazone 9 hervorragend. Zudem wächst es bis zu zwei Meter hoch und eignet sich damit ideal als Sichtschutz im Kräutergarten.
Frostempfindlichkeit von Zitronengras
Sinken die Temperaturen in Ihrer Region unter 5 °C, empfiehlt es sich, Zitronengras in Töpfen zu kultivieren, damit Sie die Pflanzen in der kühleren Jahreszeit ins Haus holen können. Während der warmen Monate sollte das Gras an einem vollsonnigen Standort stehen.
Anzucht im Gartenbeet oder Kübel
Im Beet braucht Zitronengras einen lockeren, nährstoffreichen Boden mit guter Drainage. Ein Gemisch aus zwei Teilen Blumenerde und einem Teil Kompost ist optimal. Schwere Lehmböden sind zu vermeiden, da sie Staunässe verursachen und Wurzelfäule begünstigen.
Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte mindestens 90 cm betragen, da Zitronengras schnell und üppig wächst.
Für den Kübelanbau verwenden Sie am besten einen Topf mit mindestens 40 cm Durchmesser, etwa einen 5-Gallonen-Eimer. Sorgen Sie unbedingt für ausreichend Drainagelöcher und legen Sie eine Schicht Kies auf den Boden, um Staunässe zu verhindern.
Bewässerung und Dünger
Zitronengras bevorzugt stets leicht feuchte Erde. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen sollte der Boden niemals vollständig austrocknen. Kontrollieren Sie besonders bei Hitze und Trockenheit täglich die Feuchtigkeit und gießen Sie regelmäßig.
Im Sommer empfiehlt sich eine wöchentliche Dünung mit einem wasserlöslichen, stickstoffreichen Dünger. In der restlichen Jahreszeit genügt eine monatliche Gabe.
Winterpflege für Zitronengras
Im Freiland ist ein Frostschutz unerlässlich: Bei starken Frösten decken Sie das Beet am besten mit Vlies oder Decken ab, bis keine Gefahr mehr besteht.
Topfpflanzen sollten idealerweise über den Winter ins Haus geholt und an einem möglichst sonnigen Fenster oder unter Pflanzenlampen platziert werden.
Alternativ können Sie die Pflanze winterfest machen, indem Sie die Blätter ernten und die Wurzeln samt 8–10 cm langen Stängeln ausgraben. Diese lagern Sie kühl, dunkel und gut belüftet bei mindestens 5 °C. Nach dem letzten Frost können die Wurzeln wieder ausgepflanzt werden.
Schädlinge und Haustiere
Überraschenderweise mögen Katzen den Duft und Geschmack von Zitronengras. Wenn Sie eine Katze besitzen, sollten Sie darauf achten, dass sie nicht an den Pflanzen nagt.
Garteninsekten hingegen meiden meist den Geruch, weshalb Zitronengras als effektive Begleitpflanze gegen Schädlinge geschätzt wird. Besonders hilfreich ist es als natürlicher Mückenschutz im Garten.
Dennoch ist Zitronengras nicht völlig frei von Schädlingen. Ein häufiger Befall sind Spinnmilben, vor allem bei Pflanzen im Haus. Achten Sie auf blasse Punkte auf den Blättern, dann spritzen Sie die Pflanze mit warmem Wasser ab, um die Milben zu entfernen.
Ernte von Zitronengras
Während der Wachstumsperiode können Sie Blätter und Stängel für Küche und Tee ernten. Schneiden Sie dicke Stängel (mindestens 1,5 cm Durchmesser) nahe am Boden mit einer scharfen, sauberen Schere ab.
Ein Eimer mit frischem Wasser hilft, die Stängel nach dem Schnitt frisch zu halten. Bewahren Sie sie zuhause am besten in einem Glas mit Wasser auf und wechseln Sie das Wasser täglich.
Zitronengras lässt sich auch einige Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.
Zitronengras – vielseitig und wohltuend
Der Geschmack des Zitronengrases ist frisch und zitronig und passt hervorragend zu vielen asiatischen Gerichten. Für die Küche wird hauptsächlich der untere Teil der Stängel verwendet, während die Blätter ideal für einen wohltuenden Tee geeignet sind, der bei Halsschmerzen und Verdauungsbeschwerden hilft. Aus dem Öl wird zudem Mückenschutz in Form von Kerzen erzeugt.
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