Wie man Frösche und Kröten in den Garten lockt

Frösche und Kröten in den Garten locken – Natürliche Schädlingsbekämpfung leicht gemacht

Frösche und Kröten in Ihrem Garten anzuziehen und zu halten, hilft dabei, die Schädlingspopulation auf natürliche Weise zu reduzieren – ganz ohne den Einsatz von Pestiziden. Allein ein einziger Frosch oder eine Kröte kann während der Gartensaison bis zu 10.000 Schädlinge fressen. In diesem Artikel erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie Frösche und Kröten in Ihren Garten locken und zum Bleiben animieren können.

Warum Frösche und Kröten im Garten so wichtig sind

Frösche und Kröten gehören beide zur Ordnung der Froschlurche (Anura), unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrem Aussehen und Verhalten. Kröten zeichnen sich durch trockene, warzige Haut aus und verbringen die meiste Zeit an Land. Im Winter überwintern sie unter der Frostgrenze, indem sie sich mit den Hinterbeinen in die Erde eingraben.

Frösche hingegen besitzen eine feuchte, glatte Haut und halten sich meist in oder in der Nähe von Gewässern auf. Trotz ihrer Nähe zum Wasser verbringen auch Frösche einen Teil des Sommers außerhalb des Wassers und suchen unter anderem in Kräutergärten nach Nahrung oder Verstecken. Im Winter überwintern sie oft im Schlick und Schlamm von Teichen oder Bächen.

Beide Amphibien sind äußerst nützlich für den Garten, da sie zahlreiche Schädlinge wie Käfer, Raupen, Engerlinge, Schnecken, Heuschrecken und vieles mehr fressen. Ein einzelner Frosch kann in einer Nacht über 100 Insekten verzehren. Die natürliche Schädlingsbekämpfung durch Frösche und Kröten macht den Einsatz von chemischen oder gar biologischen Pestiziden überflüssig.

Wie Sie Frösche und Kröten in Ihren Garten locken

1. Chemikalien vermeiden

Verzichten Sie auf Pestizide, synthetische Düngemittel und Unkrautvernichtungsmittel. Diese Substanzen können Amphibien vergiften, da sie ihre Haut zur Atmung und Feuchtigkeitsaufnahme nutzen. Setzen Sie stattdessen auf biologischen Gartenbau mit gesunder Bodenkultur, Mischkultur, Fruchtfolge und organischen Dünger.

2. Schattige und feuchte Unterschlüpfe schaffen

Frösche und Kröten sind überwiegend nachtaktiv und meiden die starke Sonne, um Austrocknung zu verhindern. Sie bevorzugen schattige, feuchte Plätze mit Versteckmöglichkeiten, um vor Fressfeinden geschützt zu sein. Gestalten Sie kleine Schutzstellen, indem Sie Steine zu einer kleinen Höhle stapeln oder umgedrehte Tontöpfe mit genügend Platz zum Hineinkriechen aufstellen. Platzieren Sie diese Unterschlüpfe am besten an ruhigen, schattigen Stellen im Garten.

3. Wasser bereitstellen

Frösche und Kröten trinken nicht durch den Mund, sondern nehmen Feuchtigkeit über ihre Haut auf. Stellen Sie daher mehrere flache Wasserschalen in der Nähe der Unterschlüpfe auf – idealerweise im Schatten. Reinigen Sie die Gefäße mindestens einmal wöchentlich und füllen Sie sie mit frischem Wasser auf, um Algenbildung und Stechmücken vorzubeugen.

Persönliche Erfahrung: Die Begegnung mit einer Gartenkröte

Früh im Frühling entdeckte ich beim Gartenrundgang ein Loch im Boden eines meiner Hochbeete, das ich zunächst für einen Wühlmausbau hielt. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich eine graue Gestalt darin. Vorsichtig grub ich mit meiner Handschaufel und hob die Kreatur behutsam heraus – es war eine große Kröte, tief im Boden vergraben und gut getarnt. Ich legte sie in eine flache Erdmulde zurück, bedeckte diese mit Stroh und errichtete ein kleines ‚Dach‘ aus einem Stein, damit sie sich bei Bedarf verstecken kann. Bereits am nächsten Tag fand ich die Kröte zurück an ihrem Unterschlupf, wie sie sich in der Frühlingssonne wärmte – ein schönes Beispiel dafür, wie man harmonisch mit der Natur zusammenleben kann.

Wissenswertes zu Fröschen und Kröten im Garten

  • Frösche und Kröten sind beide Amphibien und für den Garten wichtig zur Schädlingsbekämpfung
  • Kröten haben trockene, warzige Haut und leben überwiegend an Land
  • Frösche besitzen glatte, feuchte Haut und halten sich in der Nähe von Wasser auf
  • Beide ernähren sich von vielen Schädlingen wie Käfern, Raupen, Schnecken und mehr
  • Ein einzelnes Tier kann tausende Insekten während einer Saison vertilgen
  • Frösche und Kröten sind empfindlich gegenüber Chemikalien – verzichten Sie auf Pestizide
  • Schaffen Sie feuchte, schattige Unterschlüpfe und ansprechende Wasserstellen

Vorsicht bei Haustieren

Beachten Sie, dass Kröten zur Verteidigung Hautsekrete absondern, die übel riechen und giftig für Hunde oder Katzen sein können. Wenn Sie Haustiere haben, die gerne Jagd auf Amphibien machen, ist Vorsicht geboten und Sie sollten die Besiedelung entsprechend überwachen.

Fazit: Natürliche Schädlingsbekämpfung durch Frösche und Kröten

Indem Sie Ihren Garten geschmackvoll und naturnah gestalten, bieten Sie Fröschen und Kröten einen geeigneten Lebensraum. Diese nützlichen Gartenhelfer fressen unermüdlich Schädlinge und tragen so zu einem gesunden Pflanzenwachstum bei. Verzichten Sie auf schädliche Chemikalien, schaffen Sie Schutz und frisches Wasser, und freuen Sie sich über die natürliche Schädlingsbekämpfung für einen blühenden, lebendigen Garten.

Weiterführende Ressourcen

  • Bradford, Alina. “Facts About Frogs & Toads.” LiveScience. TechMedia Network, 1. Mai 2015.
  • Smolowe, Laura. “Who Is the Pickerel Frog?” Herpetology Species. Yale University, 2000.
  • “Toads – National Wildlife Federation.” National Wildlife Federation.

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