Einfache Methode zur Organisation und Lagerung von Saatgut
Ein gut organisiertes System zur Lagerung von Saatgut spart jedem Gärtner Zeit und Geld. Nach ausführlicher Recherche habe ich eine einfache Methode gefunden, wie Sie Ihr Saatgut für die nächste Saison optimal organisieren und aufbewahren können.
Warum eine Saatgut-Organisation wichtig ist
Ich brauchte drei Jahre, um zu erkennen, wie unorganisiert mein Saatgutvorrat wirklich war. Ich liebe Saatgutpäckchen und noch mehr, sie in gesunder Erde zu pflanzen, um daraus prächtige, gesunde Gemüse, Blumen und Kräuter wachsen zu sehen. Doch das Organisieren meines Saatguts schob ich lange vor mir her.
Jahrelang sah mein Vorrat so aus: Ein undurchsichtiger Plastikbehälter voller unordentlicher Saatgutpäckchen. Wenn die Zeit für die Frühjahrspflanzung kam, musste ich lange suchen und riskierte, Saatgut zu übersehen oder zu spät zu säen.
Ein zentraler, gut organisierter Lagerort erleichtert die Gartenplanung enorm. Ich habe meinen DIY-Organizer nach dem Prinzip eines 4×6-Fotoaufbewahrungsbehälters gebaut, den ich im Handel gefunden habe – allerdings günstiger selbstgemacht. Pinterest und andere Quellen lieferten viele Inspirationen für kreative Saatgut-Aufbewahrungssysteme.
Günstige DIY-Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Saatgut
Je nach Umfang Ihres Saatgutvorrats bieten sich verschiedene Behälter an:
- Fotoalben
- Einmachgläser
- Plastik-Schuhkartons
- Papiertütchen
- Papp-Schuhkartons
- Schuhorganizer zum Aufhängen
Für kleinere Sammlungen eignen sich Plastik-Schuhkartons mit sicher verriegelbarem Deckel gut. Wer größere Vorräte hat, kann auch große Kunststoffboxen beispielsweise von Rubbermaid nutzen und diese z.B. unter dem Bett lagern.
So kategorisieren Sie Ihr Saatgut sinnvoll
Nachdem der richtige Behälter gewählt ist, stellt sich die Frage, wie Sie Ihr Saatgut sortieren und kategorisieren:
- Alphabetisch: Sortiert z.B. Basilikum, Bohnen, Karotten, Mais etc.
- Nach Pflanzenfamilien: Brassica, Bohnen, Blattgemüse, Blumen, Lauchgewächse, Wurzelgemüse, Kräuter etc.
- Pflanzzeit: Sortiert nach Monaten oder Jahreszeiten wie Februar, März, April
- Alter: Nach Ablaufdatum bzw. Jahrgang der Saatgutpackung (z.B. 2018, 2019, 2020)
- Saison: Kalt- oder Warmzeit-Kulturen, einjährige/perennierende Blumen, Kräuter
Ich persönlich habe mich für die alphabetische Ordnung entschieden und meine Trennkarten mit den jeweiligen Pflanzen beschriftet. So verliere ich keine Aussaattermine und behalte den Überblick.
Einfache und selbstgemachte Trennkarten
Für klare Trennung der Samenabschnitte eignen sich selbstgemachte Trennkarten, die Sie mit alten Materialien leicht basteln können:
- Manila-Ordner falten als Vorlage für die Größe
- Abzeichnen auf stabilen, recycelten Karton
- Ausschneiden der Trennkarten
- Beschriftung der Karten mit leuchtendem, roten Filzstift
Alternativ können Sie auch ein Beschriftungsgerät verwenden. Danach einfach die Trennkarten in den Behälter stellen und die Saatgutpäckchen davor einordnen.
Der beste Lagerort für Saatgut
Für eine gute Keimfähigkeit sollten Saatkörner luftig, dunkel, trocken und kühl bei etwa 0–5 °C gelagert werden. Der ideale Ort ist der Kühlschrank, doch das ist für viele nicht praktikabel. Deshalb empfiehlt sich ein kühler, dunkler und feuchtigkeitsarmer Platz, z. B. ein Keller oder Vorratsraum. Sollte kein Keller vorhanden sein, tun es auch ein Schrank oder ein Schlafzimmerkleiderschrank.
Ist die Aufbewahrung im Gefrierschrank sinnvoll?
Grundsätzlich können Saatkörner eingefroren werden, sollten aber absolut trocken sein, um Frostschäden zu vermeiden. Für die Lagerung weniger als sechs Monate ist der Gefrierschrank jedoch nicht nötig, da zimmergerechte Lagerorte in der Regel ausreichend sind.
Kann man Saatgut in Plastikbeuteln lagern?
Hier gehen die Meinungen auseinander. Plastiktüten, alte Babygläser oder Einmachgläser verhindern den Luftaustausch, was gut gegen Feuchtigkeit wirkt, aber nur wenn das Saatgut wirklich trocken ist. Ansonsten können sie schimmeln oder faulen. Für die Langzeitlagerung empfiehlt sich die Zugabe von Silicagel-Päckchen als Feuchtigkeitsabsorber.
Alternativ sind Papiertüten oder Papierumschläge besser, da sie atmungsaktiv sind und Feuchtigkeit entweichen lassen. Ich verwende für meine Saatgutlagerung selbst Papiertütchen, die ich online bestelle.
DIY Saatgut-Organizer – Materialien und Werkzeuge
- 1 Plastik-Schuhkarton mit Deckel
- Recycelter dünner Karton
- Recycelter Manila-Ordner
Werkzeuge:
- Schere
- Roter Filzstift (Sharpie)
- Stift oder Bleistift zum Anzeichnen
DIY Saatgut-Organizer – Schritt-für-Schritt Anleitung
- Falten Sie den Manila-Ordner mit der Lasche nach oben so, dass er genau in der Breite in den Schuhkarton passt.
- Schneiden Sie mit der Schere die Faltlinien am Ordner ein, um eine Schablone für die Trennkarten zu erhalten.
- Legen Sie die Schablone auf den recycelten Karton und zeichnen Sie die Form so oft an, wie Sie Trennkarten benötigen.
- Schneiden Sie die einzelnen Trennkarten mit der Schere aus.
- Beschriften Sie jede Trennkarte mit dem roten Filzstift nach Ihrem gewählten Sortierprinzip (z. B. alphabetisch).
- Setzen Sie die Trennkarten in den Schuhkarton und ordnen Sie die Saatgutpäckchen dahinter entsprechend.
Fazit: Einfach und günstig Saatgut organisieren
Dieser selbstgemachte Saatgut-Organizer ist nicht nur äußerst preiswert, sondern auch praktisch und übersichtlich. Er spart in der zukünftigen Gartensaison viel Zeit beim Aussäen und verhindert das Verlieren oder Vergessen von Saatgut.
Nutzen auch Sie diese einfache Methode, um Ihre Saatgutverwaltung zu optimieren! Mit etwas Kreativität und wenigen Materialien haben Sie das perfekte DIY-Saatgut-Aufbewahrungssystem.
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