37 Giftige Pflanzen für Hunde – Die vollständige Liste
Hunde sind die besten Freunde des Menschen, doch manche Pflanzen in unserem Garten oder Zuhause können für unsere Vierbeiner gefährlich werden. Ob beliebte Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen oder sogar Gemüsesorten – viele Pflanzen enthalten Giftstoffe, die bei Hunden Erbrechen, Durchfall, Krampfanfälle oder sogar den Tod verursachen können. In diesem Artikel erfahren Sie, welche 37 Pflanzen für Hunde giftig sind, worauf Sie achten müssen und wie Sie Ihren Liebling schützen können.
Was tun, wenn Ihr Hund eine giftige Pflanze gefressen hat?
Falls Ihr Hund etwas Giftiges gefressen hat, rufen Sie bitte umgehend Ihren Tierarzt an oder kontaktieren Sie die Notfall-Hotline für Tiervergiftungen:
- Animal Poison Control Center (APCC): 1-888-426-4435 (24 Stunden erreichbar)
Vermeiden Sie das eigenständige Auslösen von Erbrechen, außer es wird von einem Fachmann ausdrücklich empfohlen. Das kann die Lage verschlimmern. Achten Sie darauf, dass Sie Reste der gefressenen Pflanze mitnehmen, damit der Tierarzt die richtige Behandlung einleiten kann.
Die 37 giftigen Pflanzen für Hunde im Überblick
1. Aloe
Aloe wird oft als Heilkraut eingesetzt, ist aber für Hunde giftig. Die Blätter enthalten Saponine, die Erbrechen und Durchfall auslösen können.
2. Amaryllis
Die traditionelle Osterblume verursacht bei Hunden vermehrten Speichelfluss, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall.
3. Amerikanischer Stechpalme (Holly)
Enthält Saponine, die Erbrechen und Durchfall hervorrufen. Auch für Menschen giftig.
4. Apfelbaum
Besonders gefährlich sind Stängel, Blätter und Samen, da sie Cyanid enthalten. Symptome können heftigem Hecheln, erweiterte Pupillen und Atembeschwerden sein.
5. Herbstkrokus
Die giftigere Krokus-Art verursacht Mundbrennen, Leberschäden und Krampfanfälle. Die Frühlingskrokusse lösen Magen-Darm-Störungen aus.
6. Azaleen
Schon wenige Blätter verursachen Reizungen von Mund, Erbrechen, Durchfall und können tödlich sein.
7. Lorbeer (Bay Laurel)
Enthält Eugenol, das zu vermehrtem Speichelfluss, Erbrechen und Nierenversagen führen kann.
8. Begonie
Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Wurzeln mit hohem Gehalt an Kalziumoxalat führen zu Erbrechen und Durchfall.
9. Calla-Lilie
Enthält Kalziumoxalat, das zu Schleimhautreizungen, Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden führt.
10. Kirschbaum
Äste, Blätter und Kerne enthalten cyanogene Glykoside. Symptome sind Atemnot, erweiterte Pupillen und Schock.
11. Alpenveilchen (Cyclamen)
Kann Erbrechen, Durchfall, Krampfanfälle und Tod verursachen.
12. Narzisse (Daffodil)
Giftig ist besonders die Zwiebel. Symptome sind Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen, was zu Blutdruckabfall und Krampfanfällen führen kann.
13. Gänseblümchen (Daisy)
Enthält Sesquiterpene, die Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Bewegungsstörungen verursachen können.
14. Dieffenbachie
Auslöser für Mundbrennen, übermäßigen Speichelfluss und Schwellungen im Mund- und Rachenraum.
15. Efeu
Enthält Saponine, die Bauchschmerzen, Speichelfluss, Durchfall und Erbrechen auslösen.
16. Flohkraut (Fleabane)
Kann leichte Magenbeschwerden hervorrufen und ist ein mildes Gift.
17. Fingerhut (Foxglove)
Sehr giftig: Alle Pflanzenteile beeinflussen Herzfunktion und können Herzrhythmusstörungen verursachen.
18. Knoblauch (Garlic)
Kann zur Zerstörung roter Blutkörperchen und Anämie führen sowie Schwäche und Herzrhythmusstörungen verursachen.
19. Trauben (Grapes)
Extrem giftig, führt zu akutem Nierenversagen. Erste Symptome sind Erbrechen und Lethargie.
20. Hopfen
Kann zu Hecheln, Temperaturanstieg, Krampfanfällen und Tod führen. Auch Bierhefe ist gefährlich.
21. Funkie (Hosta)
Enthält Saponine, die Blähungen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen verursachen.
22. Hortensie (Hydrangea)
Enthält cyanogene Glykoside; Auslöser für Lethargie, Erbrechen, Durchfall, Herzrasen und Fieber.
23. Schwertlilie (Iris)
Verursacht Hautreizungen, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Lethargie.
24. Geldbaum (Jade Plant)
Alle Pflanzen der Familie sind giftig. Symptome sind Erbrechen, Lethargie, Bauchschmerzen, Schwäche und Herzrhythmusstörungen.
25. Wacholder (Juniper)
Beeren, Nadeln und Äste lösen Erbrechen und Durchfall aus, weniger giftig, aber Vorsicht beim Spielen.
26. Kalanchoe
Über 125 Arten, die alle Erbrechen, Durchfall und manchmal Herzrhythmusstörungen hervorrufen können.
27. Lilien
Verschiedene Arten mit unterschiedlicher Giftigkeit – manche verursachen Speichelfluss, andere können zum Leberversagen führen.
28. Robinie (Locust)
Rinde, Blätter und Samen sind giftig, führen zu Erbrechen, blutigem Durchfall, Atembeschwerden und Tod.
29. Marihuana
Tetrahydrocannabinol verursacht Depression, Koordinationsstörungen, Speichelfluss bis hin zum Koma.
30. Mistel (Mistletoe)
Christbaum-Dekoration, die in größeren Mengen droht mit Speichelfluss, Erbrechen, Bauchschmerzen, Krampfanfällen und Tod.
31. Prunkwinde (Morning Glory)
Moderates Gift mit Symptomen wie Erbrechen, Durchfall und Koordinationsstörungen.
32. Tabakpflanze (Nicotiana)
Verursacht Übererregbarkeit, gefolgt von Depression, Erbrechen, Lähmung und Tod.
33. Oleander
Sehr giftig; enthält Herzglycoside, welche Herzrhythmusstörungen, Muskelzittern, Erbrechen und Durchfall auslösen.
34. Pazifische Eibe (Pacific Yew)
Vergiftung führt zu Tremor, Atemnot, Erbrechen, Krampfanfällen und Herzversagen.
35. Sagopalme (Sago Palm)
Eine der tödlichsten Pflanzen für Hunde; verursacht schwere Verdauungsprobleme und Leberversagen.
36. Tomate
Die Früchte sind unbedenklich, aber Blätter und Stängel enthalten giftige Stoffe, die zu starkem Speichelfluss, Magenproblemen und Herzproblemen führen.
37. Glyzinie (Wisteria)
Blüten und Samen verursachen Verwirrung, Übelkeit, Durchfall, Schwindel bis hin zum Tod.
Warum sind manche Lebensmittel für Menschen ungefährlich, aber für Hunde giftig?
Das Verdauungssystem von Hunden unterscheidet sich deutlich von dem Menschen. Zwar haben beide ähnliche Organe, Hunde verdauen hauptsächlich Fleisch und nehmen Nahrung schneller auf. Ihre kürzeren Darmabschnitte bedeuten jedoch, dass Giftstoffe schneller zu Problemen führen können. Deshalb sind Trauben zum Beispiel für uns harmlos, für Hunde aber lebensbedrohlich.
Wie schützt man seinen Hund vor giftigen Pflanzen?
Wer Hunde besitzt, muss besonders aufmerksam sein, welche Pflanzen im Haus und Garten wachsen. Giftige Arten können entweder vollständig gemieden oder so platziert werden, dass Hunde keinen Zugang haben. Im Zweifelsfall sollte der Hundebesitzer die Pflanzen genau kennen und im Notfall schnell reagieren können.
Mit diesem Wissen schützen Sie Ihre Fellnase am besten vor gefährlichen Pflanzenvergiftungen und sorgen für ein sicheres Zuhause, frei von gefährlichen Pflanzen für Hunde.
