21 Häufige Bohnen-Schädlinge und wie man sie bekämpft

21 Häufige Bohnen-Schädlinge und wie Sie diese effektiv bekämpfen

Wenn Sie Bohnen in Ihrem Garten anbauen, ist es unvermeidlich, dass einige Schädlinge Ihre Pflanzen entdecken und für sich beanspruchen. Manche dieser Schädlinge befallen nur bestimmte Bohnensorten, während andere alle Arten zerstören können. Dieser umfassende Leitfaden zeigt Ihnen die 21 häufigsten Bohnen-Schädlinge und gibt praxisnahe Tipps, wie Sie Ihren Bohnenanbau erfolgreich schützen können.

Häufig auftretende Bohnen-Schädlinge

  • Aphiden
  • Bohnenkäfer
  • Bohnen-Schotenbohrer
  • Nacktschnecken und Schnecken
  • Bohnen-Rüsselkäfer
  • Thripse
  • Blattminen
  • Wanzen
  • Spinnmilben
  • Raupen (Armyworms)
  • Erdraupen (Cutworms)
  • Raupen insgesamt
  • Saatwickler (Looper)
  • Wurzelmaden
  • Wurzelgallen-Nematoden
  • Sojabohnen-Zystennematoden
  • Hirsche
  • Kaninchen
  • Opossum
  • Waldmurmeltiere, Murmeltiere, Nagetiere
  • Freilaufende Haustiere

1. Aphiden

Aphiden sind winzige, aber sehr lästige Schädlinge, die fast alle Bohnensorten befallen. Sie saugen den Pflanzensaft und schwächen Ihre Bohnen dauerhaft.

Bekämpfen Sie Aphiden, indem Sie die Pflanzen mit einem starken Wasserstrahl abspritzen oder Neemöl verwenden. Auch die Anwendung von Kieselgur (Diatomeenerde) ist effektiv, da die klebrige Honigtau-Ausscheidung der Aphiden die Erde an den Blättern haftet. Ein biologisches Mittel ist das Ausbringen von Marienkäfern, die als natürliche Feinde der Aphiden gelten.

2. Bohnenkäfer

Bohnenblattkäfer und mexikanische Bohnenkäfer sehen ähnlich aus wie Marienkäfer, sind jedoch meist gelb oder orange mit einer leicht behaarten Oberfläche. Sie können Ihre Bohnenblätter in kurzer Zeit kahl fressen und auch Blüten sowie Schoten beschädigen.

Als Begleitpflanzen eignen sich Rosmarin, Sommer-Bohnenkraut, Katzenminze und Kapuzinerkresse, da sie diese Käfer abwehren. Zusätzlich hilft Kieselgur und Pflanzen, die Florfliegen anlocken, wie Kräuter und Korbblütler (Asteraceae). Schützen Sie Ihre Bohnen mit Reihenabdeckungen und kontrollieren Sie die Blätter regelmäßig auf Eier oder Larven, die Sie ablesen und vernichten sollten.

3. Bohnen-Schotenbohrer

Der sogenannte „Mung moth“ (Maruca vitrata) ist ein besonders schädlicher Falter, dessen Larven bis zu 80 % der Ernte zerstören können – vor allem in tropischen Regionen. Der beste Schutz besteht darin, parasitäre Braconidwespen anzulocken, die ihre Eier auf die Larven legen und diese so kontrollieren.

Braconidwespen können Sie fördern, indem Sie Pflanzen aus der Familie der Doldenblütler (z.B. Schafgarbe, Fenchel, Dill) sowie Thymian, Katzenminze, Buchweizen, Rainfarn, Schafgarbe und Kamille anpflanzen.

4. Schnecken und Nacktschnecken

Diese schleimigen Schädlinge verursachen Fraßschäden an Blättern und jungen Trieben. Kontrollieren Sie Ihren Garten besonders bei Dämmerung mit einer Taschenlampe, entfernen Sie Schnecken manuell und ertränken Sie sie in Seifenwasser oder füttern Sie damit Ihre Hühner.

Als Köderfallen eignen sich Bierfallen oder das Anpflanzen von Wirtspflanzen wie Funkien in einiger Entfernung vom Hauptbeet, um die Schnecken abzulenken.

5. Bohnen-Rüsselkäfer

Diese Käfer legen ihre Eier an reifenden Bohnen ab. Die Larven bohren sich in die Bohnen und machen diese ungenießbar. Erkennen können Sie sie an dunklen Punkten auf den Hülsen.

Lagern Sie Ihre getrockneten Bohnen in luftdichten, schädlingssicheren Behältern und halten Sie Lagerräume sauber und trocken, um Befall zu vermeiden.

6. Thripse

Thripse hinterlassen wie ausgebleichte Flecken auf den Blättern, da ihre Larven im Blattgewebe fressen. Sie können mit Neemöl behandelt und durch gezieltes Entfernen betroffener Pflanzenteile eingedämmt werden.

7. Blattminen

Diese Larven fressen die Blätter von innen und hinterlassen charakteristische, gewundene Minen. Sie schädigen vor allem Buschbohnen. Bekämpfen Sie Blattminen mit Neemöl, dem biologischen Mittel Spinosad oder durch Abdeckung mit Reihenfolien.

8. Wanzen

Stinkwanzen saugen an den Bohnenfrüchten und verursachen warzenartige Verformungen oder Einziehungen. Schutzmaßnahmen und weitere Tipps finden Sie in spezialisierten Gartenratgebern.

9. Spinnmilben

Symptome sind kleine Löcher in den Blättern und feine Gespinste. Sie mögen trockene Bedingungen, daher hilft regelmäßiges Besprühen der Pflanzen mit Wasser und Neemölspritzungen gegen sie.

10. Raupen (Armyworms)

Diese Nachfalterlarven verstecken sich tagsüber und fressen nachts Ihre Bohnenpflanzen. Entfernen Sie Raupen manuell oder setzen Sie nützliche Insekten wie Braconidwespen ein. Alternativ helfen biologische Pestizide wie Bacillus thuringiensis.

11. Erdraupen (Cutworms)

Diese Larven beschädigen junge Pflanzenstängel auf Bodenniveau. Nutzen Sie Pflanzkragen oder eine Schicht Kieselgur, um Ihre Bohnen zu schützen.

12. Raupen allgemein

Verschiedene Schmetterlings- und Nachtfalterraupen sind gefräßige Schädlinge von Bohnen. Entfernen Sie diese frühzeitig, behandeln Sie befallene Pflanzen mit Neemöl oder Bacillus thuringiensis und locken Sie Hühnervögel in den Garten zur natürlichen Bekämpfung.

13. Saatwickler (Looper)

Insbesondere bei Sojabohnen sind Looper als geschickte Blattfresser bekannt. Sie sind schwer zu kontrollieren, da sie oft pesticidresistent sind. Die Pflanzen vertragen jedoch einen gewissen Fraß, so dass ein ständiges Absammeln und natürliche Feinde unterstützend wirken.

14. Wurzelmaden

Larven bestimmter Fliegen legen Eier im Boden ab, deren Larven dann Wurzeln von Bohnen anfressen und schädigen. Durch gut drainierten Boden, regelmäßiges Umgraben im Herbst und den Einsatz von Reihenfolien können Sie einen Befall vorbeugen.

15. Wurzelgallen-Nematoden

Diese winzigen Fadenwürmer verursachen knotige Wucherungen an den Wurzeln und führen zu Vergilbung und Welken der Pflanzen. Bekämpfen können Sie sie durch Fruchtfolge, Bodenbehandlung mit bestimmten Nematiziden und den Anbau resistenter Bohnenvarianten („VFN-Klassen“).

16. Sojabohnen-Zystennematoden

Diese Nematoden befallen vor allem Sojabohnen, können aber auch andere Bohnen schädigen. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden, gefolgt von Bodenbearbeitung und mindestens fünf Jahre Fruchtfolge ohne Bohnen.

17. Hirsche

Hirsche fressen gerne Bohnengrün, sind aber mit der Anwendung von Zwiebelgewächsen als Abwehrmittel problematisch, da Allium-Pflanzen die notwendige Symbiose der Bohnen stören. Andere Methoden wie Zäune und Schutzmaßnahmen sind zu empfehlen.

18. Kaninchen

Ein stabiler Zaun mit gut verankertem Draht kann Kaninchen effektiv abhalten. Zudem können Sie in einem separaten Bereich Pflanzen ansetzen, die Kaninchen als Alternative anlocken.

19. Opossums

Opossums fressen gelegentlich Bohnen, sind aber leicht durch Bewegungssensorlich gesteuerte Lichter zu vertreiben. Sie sind nützliche Tiere im Ökosystem und sollten mit Respekt behandelt werden.

20. Waldmurmeltiere, Murmeltiere und andere Nagetiere

Diese Tiere können Ihren Bohnen schaden, lassen sich jedoch mit Zäunen, Duftstoffen wie Fressfeind-Urin und Fallen kontrollieren. Katzen helfen als natürliche Jäger gegen Nagetiere.

21. Freilaufende Haustiere

Hunde und Katzen knabbern manchmal an Bohnenpflanzen. Ein Zaun schützt die Pflanzen nicht nur vor Schäden, sondern verhindert auch die Übertragung von Schädlingen und Krankheiten.

Mit diesem Wissen über die häufigsten Bohnen-Schädlinge können Sie Ihren Garten gezielt schützen und eine reiche Ernte einfahren. Eine gute Kombination aus biologischem Pflanzenschutz, Begleitkultur und sorgfältiger Beachtung der Pflanzen macht den Unterschied!

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