Gomphrena (Globe Amaranth) anbauen und pflegen – Der ultimative Guide
Gomphrena, besser bekannt als Globe Amaranth, ist ein essbares, kurzlebiges mehrjähriges Gewächs mit einzigartigen, runden oder ovalen Blüten in mehreren lebhaften Farben. Die kleeblattähnlichen Blüten erscheinen von Sommer bis zum ersten Frost und machen diese Pflanze sowohl für Anfänger als auch erfahrene Gärtner zu einer perfekten Wahl. In den USDA-Klimazonen 9-11 überwintert die Pflanze, andernfalls kann sie als einjährige Kultur angebaut werden.
Die besten Gomphrena-Arten und Sorten
Die Gattung Gomphrena umfasst über 120 Arten, von denen einige kommerziell verbreitet werden. Am verbreitetsten ist G. globosa, daneben sind auch G. haageana und G. pulchella häufig anzutreffen. Hier einige besonders empfehlenswerte Sorten:
- ‘Truffula Pink’ (G. pulchella): Wunderschöne pinkfarbene Blüten, die an Bäume aus Dr. Seuss Büchern erinnern und im Sommer bis Oktober blühen.
- ‘Strawberry Fields’ (G. haageana): Leuchtend rote Blüten, die echten Erdbeeren ähneln. Die starken Stiele eignen sich gut zum Schnitt und für Blumenarrangements.
- ‘Ping Pong Purple’ (G. globosa): Dunkelviolette Blüten, die an Tischtennisbälle erinnern. Die Pflanze wächst bis zu 50 cm hoch. Besonders hübsch in Kombination mit Sonnenblumen.
- ‘Buddy Purple’ (G. globosa): Dwarf-Pflanze mit auffälligen fuchsienfarbenen Blüten.
Anleitung: Gomphrena aussäen und pflanzen
Für die Anzucht von Gomphrena empfiehlt es sich, die Samen zunächst im Innenbereich vorzuziehen. Zwar ist auch Direktsaat im Freiland möglich, jedoch bietet die Samenanzucht im Haus bessere Kontrolle über Temperatur und Licht, was die Keimung unterstützt.
- Samen in Anzuchtschalen mit lockerem, leicht mit Erde bedecktem Substrat aussäen.
- Die Saat an einen hellen Standort stellen, der etwa 6 Stunden Sonnenlicht oder zusätzliches Pflanzenlicht erhält.
- Optional kann eine Heizmatte für Setzlinge die Keimung beschleunigen und verbessern.
- Da Gomphrena-Samen langsam und zum Teil unregelmäßig keimen, sollte man mehr Samen aussäen als benötigt. Die Keimung dauert normalerweise 2–3 Wochen.
- Nach dem Auflaufen die Jungpflanzen auf einen Abstand von einigen Zentimetern ausdünnen.
- Bevor die Pflanzen ins Freie kommen, sollte eine Abhärtungsphase von etwa einer Woche eingehalten werden.
Gomphrena im Garten richtig pflegen
Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, können die Gomphrena-Pflanzen ins Freiland gebracht werden. Achten Sie auf einen sonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht täglich, da dies für optimales Wachstum und Blütenbildung essenziell ist. Teilsonnige Plätze sind zwar möglich, aber nicht ideal.
- Boden: Bevorzugt wird gut durchlässige, leicht sandige Erde. Auch Böden mit etwas Lehmanteil sind geeignet. Der pH-Wert sollte idealerweise zwischen 6,1 und 6,5 liegen.
- Bewässerung: Gomphrena benötigt nur mäßige Wassergaben. In heißen Sommermonaten sollten die obersten 5 cm Bodenfeuchte regelmäßig kontrolliert und bei Trockenheit gegossen werden.
- Pflanzung: Gomphrena eignet sich hervorragend für Hochbeete, Steingärten und als Randbepflanzung. Farblich gemischte Blütenbeete oder Kombinationen mit Rosen erzeugen attraktive Kontraste.
- Container: Die robuste Pflanze gedeiht auch hervorragend in Töpfen oder Kübeln, was flexiblen Einsatz ermöglicht.
Düngung
Um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern, empfiehlt sich die Zugabe von gut verrottetem Kompost oder Stallmist. Dabei gilt: Übermäßige Düngergaben verlangsamen zwar nicht die Blütenbildung, können jedoch zu starkem Laubwachstum führen.
Pflegeschnitt
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, fördert aber buschigeres Wachstum und eine verlängerte Blütezeit. Schneiden Sie die Triebe zu Beginn der Blütezeit knapp oberhalb der Blätter zurück.
Das Ausbrechen von Blüten fördert erneutes Wachstum und ermöglicht gleichzeitig die Ernte für frische Blumenarrangements.
Schädlinge und Krankheiten bei Gomphrena
Gomphrena ist relativ widerstandsfähig gegen Schädlinge, jedoch kann es bei zu dichter Pflanzung und hoher Luftfeuchtigkeit zu Mehltaubefall kommen. Der sogenannte Mehltau zeigt sich als weißer Pilzbelag auf Blättern und Trieben, der die Pflanze schädigt.
- Bei Befall sollte umgehend eine Behandlung mit Kupferfungizid oder Neemöl erfolgen.
- Vermeiden Sie Überfüllung der Pflanzen und sorgen Sie für gute Luftzirkulation.
- Regelmäßige Bewässerung an der Basis verhindert Trockenstress und stärkt die Pflanze.
- Erkrankte Pflanzen, die nicht mehr zu retten sind, entfernen Sie, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Gomphrena ernten und verwenden
Die heimische Heilpflanze aus Mittel- und Südamerika hat eine lange Tradition in der Volksmedizin, insbesondere bei der Behandlung von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie kann sowohl dekorativ als auch kulinarisch genutzt werden.
- Blüten ernten: Schneiden Sie die Blüten ab, wenn sie voll ausgereift, aber noch frisch aussehen. So behalten sie nach dem Trocknen ihre leuchtenden Farben.
- Blüten trocknen: Legen Sie die Schnittblumen an einem kühlen, lichtgeschützten Ort für mehrere Tage zum Trocknen aus.
- Tee zubereiten: Die getrockneten Blüten in heißem Wasser ziehen lassen und nach wenigen Minuten abseihen. Für mehr Geschmack kombinieren Sie den Tee mit Zitronen-, Ingwer- oder Pfefferminztee.
- Essbare Blätter: Junge Gomphrena-Blätter sind als Microgreens ein leckerer Zusatz für Salate.
- Wurzeln und Samen: Nach Saisonende können Sie die Wurzeln ausgraben und Samen für die nächste Saison ernten. Die Samen sind essbar und sind mit Amaranth verwandt.
Mit diesen Tipps verwandeln Sie Ihren Garten mühelos in eine bunte Oase voller schillernder Gomphrena-Blüten – ideal für Gartenliebhaber und nachhaltig orientierte Hobbygärtner.
