Impatiens Anbauen: Tipps zur Pflege dieser Schattenliebenden Schönheiten
Impatiens gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen – und das aus gutem Grund. Mit ihrer riesigen Farbpalette und der Anpassungsfähigkeit an verschiedene Standorte, vom Schatten bis zur Sonne, erfreuen sie Hobbygärtner auf der ganzen Welt. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte zum Anbau, zur Pflege und zur Vermehrung dieser bezaubernden Blütenpflanzen.
Die besten Impatiens-Sorten für Ihren Garten
Es gibt zwei häufige Arten von Zier-Impatiens: die gewöhnliche oder Gartenimpatiens (Impatiens walleriana) und die Neuguinea-Impatiens (Impatiens hawkeri). Daneben existieren zahlreiche weitere, weniger verbreitete Arten wie Impatiens balsamina und Impatiens capensis.
- Impatiens walleriana bevorzugen schattige Standorte, sind jedoch anfällig für den Falschen Mehltau, eine Pilzerkrankung.
- Impatiens hawkeri sind besser resistent gegen Mehltau und gedeihen bei mehr Sonnenlicht.
Darüber hinaus gibt es robuste Hybriden aus beiden Arten, die widerstandsfähiger sind und sich für Gärtner eignen, die früher Probleme mit Krankheiten hatten.
Empfohlene Impatiens-Sorten
- Imara XDR (I. walleriana ‘Imara XDR’): Resistenz gegen Falschen Mehltau.
- Beacon (I. walleriana ‘Beacon’): Leuchtende Farben und resistent gegen Falschen Mehltau.
- Sunpatiens (I. x ‘SunPatiens’): Für volle Sonneneinstrahlung geeignet.
- Wild Romance (I. hawkeri): Doppelte, rosenähnliche Blüten mit fransigen Rändern.
- Sunstanding (I. hawkeri interspezifischer Hybrid): Sehr einheitlich und zuverlässig wachsend.
In den USDA-Härtezonen 10-11 blühen Impatiens ganzjährig, andernorts werden sie meist als einjährige Pflanzen gezogen. Ideal sind sie für Hängetöpfe, Kübel oder Beete.
Impatiens aus Samen ziehen – Schritt für Schritt
Impatiens lassen sich gut aus Samen ziehen, wobei viele Hobbygärtner auch auf junge Pflanzen zurückgreifen.
- Aussaatzeit: Innen 8 bis 10 Wochen vor dem letzten Frost.
- Temperatur: Samen vertragen keinen Frost, also unbedingt im warmen Innenbereich aussäen. Eine Heizmatte unterstützt die Keimung.
- Aussaatsubstrat: Spezielles Anzuchtsubstrat sorgt für optimale Bedingungen.
Falls Sie bereits Impatiens im Garten haben, können Sie im Spätsommer oder Herbst eventuell Samen aus den Samenkapseln gewinnen. Beachten Sie, dass viele Sorten Hybriden sind, die keine samenfesten Pflanzen bilden.
Die Aussaat erfolgt an einem hellen, jedoch nicht direkt sonnigen Platz mit feucht gehaltenem Substrat. Nach etwa zehn Wochen sind die Jungpflanzen kräftig genug zum Auspflanzen – vorher sollten sie über eine Woche vorsichtig an die Außentemperaturen gewöhnt werden (Abhärtung).
Pflege von Impatiens: Standort, Bewässerung und Düngung
Optimaler Standort für gesundes Wachstum
Impatiens sind flexibel: Einige wachsen ideal im Schatten, andere vertragen auch direkte Sonne. Besonders schattige Gartenbereiche lassen sich mit ihren leuchtenden Blüten wunderschön aufhellen.
Die Pflanzen bevorzugen moderate Temperaturen und eine Luftfeuchtigkeit, die nicht zu hoch ist. Hitze über 32 °C (90 °F) mögen sie nicht gut. Nutzen Sie bei heißen Tagen einen schattigen Standort oder verwenden Sie Sonnenschutznetze. Im Kübel können Sie die Pflanzen bei Bedarf vor Sonne oder Hitze schützen.
Richtig gießen für üppige Blütenpracht
- Impatiens benötigen etwa zwei Zoll Wasser pro Woche – das entspricht rund 5 cm.
- Im Sommer kann sich der Bedarf erhöhen, besonders bei Kübelpflanzen und Hängetöpfen.
- Vermeiden Sie stehende Nässe, da diese Wurzelfäule fördert.
- Ein einfacher Feuchtigkeits-Check: Fühlt sich die Erde bis zum ersten Fingergelenk trocken an, ist Bewässerung nötig.
- Mulchen mit organischem Material trägt zur Feuchthaltung bei und schützt vor schnellem Austrocknen.
Düngen für gesundes Wachstum
- Im Frühling und Sommer alle zwei Wochen mit einem wasserlöslichen Flüssigdünger versorgen.
- Alternativ kann ein Langzeitdünger im Sommer ausgebracht werden.
- Bitte stets die Herstellerangaben beachten, um Überdüngung zu vermeiden.
Rückschnitt
Nach längerer Blütezeit werden Impatiens oft zu langbeinig. Schneiden Sie etwa ein Drittel der oberen Pflanzenteile zurück, um buschiges Wachstum und neue Blütenbildung zu fördern.
Schädlinge und Krankheiten bei Impatiens erkennen und bekämpfen
Falscher Mehltau
Der Falsche Mehltau ist eine Pilzerkrankung, die Impatiens stark schädigen kann. Erste Symptome sind blasse Flecken auf den Blättern, oft auch auf der Blattunterseite. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile sofort und vermeiden Sie das Gießen am Abend, um hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.
Es gibt keine zugelassenen chemischen Mittel gegen den Falschen Mehltau – daher ist Vorbeugung essenziell. Widerstandsfähige Sorten wie Neuguinea-Impatiens oder Hybriden sind empfehlenswert.
Schädlinge im Überblick
- Blattläuse: Erkennen Sie die kleinen Insekten an klebrigem Honigtau. Pflanzung von Minze, Fenchel oder Löwenzahn lockt deren natürliche Feinde wie Marienkäfer an. Bei Bedarf können biologische Spritzmittel, etwa insektizide Seife, verwendet werden.
- Wollläuse (Sauger mit wachsartiger Hülle): Eindeutig an weiß-wolligem Belag an Stielen und Blättern erkennbar. Auch hier hilft frühzeitige Bekämpfung mit geeigneten Mitteln und Reinigung der Pflanzen.
- Spinnmilben: Kleine gelb-braune Punkte auf den Blättern, feine Spinnweben und schlechtes Wachstum sind typische Anzeichen. Neemöl oder spezielle Akarizide hemmen diese Schädlinge effektiv.
Fazit: So gelingt der Anbau von Impatiens
Impatiens sind perfekte Begleiter für schattige Gartenbereiche oder Balkonkästen und bringen dort mit ihren leuchtenden Blüten Farbe in den Alltag. Die Auswahl der richtigen Sorte, die Beachtung der Pflanz- und Pflegehinweise sowie die Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge sorgen für eine nachhaltige Freude an diesen charmanten Pflanzen.
Probieren Sie es aus und genießen Sie die unkomplizierte Schönheit von Impatiens in Ihrem Zuhause!
