Geranien: So gedeihen und pflegen Sie diesen sommerlichen Gartenfavoriten
Geranien, auch bekannt als Pelargonien, sind die perfekten Blumen, um Ihren Garten, Balkon oder Ihre Terrasse mit Farbe und Leben zu füllen. Ob Anfänger oder erfahrener Gärtner – die unkomplizierte Blütenpracht dieser Sommerliebhaber begeistert jeden. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über die verschiedenen Geranienarten, die besten Sorten sowie Tipps zu Anbau, Pflege und Schädlingsbekämpfung.
Die verschiedenen Arten von Geranien
Geranien sind in den USDA-Winterhärtezonen 8 bis 11 mehrjährige Pflanzen. In kälteren Regionen, ab Zone 2, gedeihen sie gut als einjährige Blumen. Die Gattung Pelargonium umfasst rund 280 Arten, wobei die am häufigsten kultivierten als Pelargonium x hortorum bekannt sind – Hybriden mit dunkelgrünen Blättern und Blüten in Weiß, Rosa, Lachs oder Rot.
Efeublättrige Geranien (Pelargonium peltatum)
Ideal für Hängebasketts, da sie herabhängende Triebe besitzen. Die kleinen Blüten sind oft zahlreich und erscheinen in Rot- oder Lilatönen. Sie wachsen mit ihren efeuähnlichen Blättern gerne in Blumenkästen und bilden eine attraktive, kaskadenartige Bepflanzung.
Duftgeranien (Pelargonium spp.)
Wegen ihrer stark duftenden Blätter kultiviert. Typische Aromen sind Zimt, Zitrone, Erdbeere, Orange oder Ingwer. Obwohl die Blüten klein sind, sind die aromatischen Blätter ein Highlight für Garten und Küche.
Zonale Geranien (Pelargonium zonale)
Erkennen Sie an dem charakteristischen gestreiften „Zonen“-Muster auf den Blättern, das in Purpur, Blau oder Rot auftritt. Diese Sorten sind meist robust und sehr beliebt für Gartenbeete und Kübel.
Martha Washington oder Prunkgeranien (Pelargonium x domesticum)
Auch als Lady Washington Geranien bekannt, blühen oft schon im späten Winter oder frühen Frühling und bevorzugen kühlere Klimazonen (bis Zone 10). Sie eignen sich eher als Zimmerpflanzen, da ein Anbau im Freien anspruchsvoller ist.
Die besten Sorten und Hybriden
Efeublättrige Geranien für Kübel und Hängebasketts
- Red Mini Cascade: Üppige, leuchtend erdbeerrote Blüten.
- Fire Dragon: Orange-rote Blüten mit gelben Zentren.
- Sugar Baby: Rosafarbene, gefüllte Blüten.
- Double Lilac White: Weiß blühende, lange hängende Zweige.
Klassische zonale Geranien
- Tango: Robuste, farbenfrohe Pflanzen in verschiedenen Farbmischungen.
- Crimson Fire: Pinke Blütenränder mit tiefrotem Zentrum.
- Summer Twist: Rot-weiß marmorierte Blüten.
- Gemini: Außen rote, innen weiße Blüten.
- Orange Richard: Feuerrote, gefüllte Blüten.
Beliebte Duftgeranien
- Old Fashion Rose (P. graveolens): Typischer Rosenduft, oft für Parfüm genutzt.
- Peppermint (P. tomentosum): Frischer Pfefferminzduft.
- Apple (P. odoratissimum): Fruchtig-frischer Apfelduft.
Geranien anbauen: Schritt-für-Schritt Anleitung
Geranien lassen sich als Zimmerpflanzen, mehrjährige oder einjährige Pflanzen kultivieren. Besonders praktisch ist die Anzucht in Töpfen, um die Pflanzen bei Bedarf ins Haus zu holen.
Vorgehen bei der Anzucht aus Samen
- Beginnen Sie etwa acht Wochen vor dem letzten regionalen Frosttermin mit der Aussaat.
- Füllen Sie eine Anzuchtschale mit lockerem, feuchtem Substrat und säen Sie die Samen gleichmäßig aus.
- Decken Sie die Schale mit Plastikfolie ab, um die Luftfeuchtigkeit zu halten.
- Stellen Sie die Samen an einen warmen Ort (ca. 22 °C) mit mindestens sechs Stunden Tageslicht.
- Lüften Sie regelmäßig, um Schimmel zu vermeiden.
- Sobald die ersten Blätter erscheinen, pikieren Sie die Keimlinge in größere Töpfe oder ins Freiland.
Bewässerung und Pflege
Geranien benötigen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Gießen Sie die Pflanzen erst, wenn die oberste Erdschicht trocken ist, um Wurzelfäule zu vermeiden. Volle Sonne ist optimal, allerdings sollte an heißen Sommertagen etwas Schatten vor starker Mittagshitze schützen.
Düngen
Beginnen Sie mit der Düngung, sobald die Blüten erscheinen. Nutzen Sie einen ausgewogenen 20-20-20 Dünger, der sowohl ins Substrat als auch als Blattdünger verwendet werden kann. Eine zweite Düngergabe ist in der Mitte des Sommers empfehlenswert.
Rückschnitt und Verblühtes entfernen
Regelmäßiges Ausbrechen der verblühten Blüten fördert die Neubildung von Blütenständen. Schneiden Sie bei braunen oder nicht mehr vitalen Trieben diesen Bereich bis ins gesunde Holz zurück.
Geranien im Topf kultivieren
Der Anbau in Containern bietet den Vorteil, die Pflanzen bei extremen Temperaturen flexibel zu platzieren. Achten Sie auf Töpfe mit Abflusslöchern, um Staunässe zu verhindern. Besonders in Städten sind Geranien auf Balkon oder Fensterbank eine farbenfrohe Bereicherung.
Geranien erfolgreich überwintern
Sollte die Temperatur unter 12 °C fallen, holen Sie empfindliche Geranien ins Haus. Stellen Sie sie an einen sonnigen Standort und entfernen Sie verblühte Blüten. Alternativ können Sie die Pflanzen vollständig zurückschneiden, die Wurzeln in feuchtes Zeitungspapier wickeln und kühl lagern. Sogar das Aufhängen kopfüber ist möglich – sorgen Sie aber für regelmäßige Wassergaben.
Häufige Schädlinge und Krankheiten bei Geranien
Woll- und Schmierläuse (Mealybugs)
Sie saugen Pflanzensaft und verursachen klebrige Rückstände. Zur Bekämpfung hilft das Abwischen mit Isopropylalkohol und bei starkem Befall der Einsatz von Insektiziden mit mehrmaliger Anwendung.
Zweipunktspinnmilben (Two-spotted spider mites)
Bei warmem, trockenem Wetter machen sich diese kleinen Spinnentiere durch punktierte Blattverfärbungen und verkümmertes Wachstum bemerkbar. Milden Sie die Population durch regelmäßige Kontrolle und Anwendung geeigneter Mittel.
Raupen des Kohlweißlings (Cabbage loopers)
Diese fressen Löcher in die Blätter. Kleine Raupen können von Hand entfernt werden; größere Befälle bedürfen eines Insektizids.
Fäulnis (Botrytis-Blüte)
Vor allem bei älteren Pflanzen tritt grauer Schimmel auf. Entfernen Sie regelmäßig alte Blütenstände, vermeiden Sie Staunässe und gießen Sie bodennah, um das Risiko zu minimieren.
Blattfleckenkrankheit (Alternaria spp.)
Kleine braune Flecken auf Blättern, die sich ausbreiten und Blätter abfallen lassen können. Bei ernsthaftem Befall sollten befallene Pflanzenteile entfernt und geeignete Fungizide eingesetzt werden.
Kulinarische Verwendung von Geranien
Nicht nur als Zierpflanze, sondern auch in der Küche sind Geranien vielseitig. Die aromatischen Blätter und Blüten, insbesondere der Duftgeranien, eignen sich zum Verfeinern von Desserts, Tee oder Obstsalat. Entdecken Sie die vielen verschiedenen Geschmacksnoten und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.
Fazit: Geranien – Farbige Highlights für Ihren Garten
Geranien sind pflegeleicht, robust und bringen von Frühling bis Herbst lebendige Farben in jeden Garten oder auf den Balkon. Mit der Auswahl der richtigen Sorte, dem passenden Standort und einer guten Pflege gelingt der Anbau problemlos – für eine blühende und duftende Sommerzeit.
