15 invasive Stauden, die Ihren Garten übernehmen können
Stauden sind in vielen Gärten beliebt, da sie nur einmal gepflanzt werden und oft jahrelang den Garten bereichern. Doch manche Stauden entpuppen sich als wahre Wucherkünstler und können den Garten schnell überwuchern und dominieren. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Stauden Sie mit Vorsicht pflanzen sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Was sind Stauden?
Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die über mindestens zwei Jahre wachsen, sich ausbreiten und immer wieder blühen. Im Gegensatz zu einjährigen Pflanzen (Einjährigen), die nach einer Vegetationsperiode absterben, haben Stauden viel Zeit, ihre Wurzeln und Ausläufer auszubreiten und unter Umständen invasiv zu werden.
Stauden sind im Garten sehr praktisch, da sie Zeit sparen und langfristig Flächen begrünen, während Einjährige oft als schnell wachsende Lückenfüller dienen.
Stauden, die Ihren Garten überwuchern können
Diese Liste soll nicht vom Anbau dieser Pflanzen abhalten, sondern vielmehr darüber informieren, welche Stauden besonders schnell und schwer kontrollierbar wachsen. Planen Sie daher gut, wo Sie diese Pflanzen setzen, und nutzen Sie bei Bedarf Pflanzgefäße, um die Ausbreitung zu begrenzen.
1. Kapuzinerkresse (Tropaeolum spp.)
Kapuzinerkresse wird oft als Einjährige betrachtet, doch in wärmeren Regionen (USDA-Zonen 9-11) verhält sie sich wie eine mehrjährige Staude und breitet sich stark aus. Sie sät sich ständig selbst aus und kann ganze Flächen überwuchern.
Tipp: Pflanzen Sie Kapuzinerkresse in Töpfen oder Kübeln, um die Ausbreitung zu kontrollieren. Ein regelmäßiger Rückschnitt begrenzt die Ausbreitung ebenfalls.
2. Bärenklau (Acanthus mollis)
Bärenklau bildet dichte Horste, die schwer zu entfernen sind. Anfangs benötigt die Pflanze viel Platz, doch bald breitet sie sich darüber hinaus aus und kann andere Pflanzen verdrängen.
Die großen, glänzenden Blätter und die eindrucksvollen Blüten sind zwar attraktiv, doch die invasive Wuchsfreude kann problematisch sein. In manchen Regionen gilt Bärenklau als invasive Art.
3. Schmucklilie (Agapanthus africanus)
Schmucklilien bilden tief wurzelnde Klumpen und säen sich selbst aus. Ihre Rhizome breiten sich schnell unterirdisch aus, wodurch die Pflanze schwer zu kontrollieren ist und im Garten rasch Flächen einnimmt.
Es gibt einige Hybriden, die sich für den Topfanbau eignen, falls Sie diese Pflanze lieb gewonnen haben.
4. Geflecktes Lammöhr (Lamium maculatum)
Dieses effektive Bodendecker-Gewächs bildet einen dichten Teppich, der selbst Unkräutern wenig Raum lässt. Nach etwa fünf Jahren kann es jedoch in benachbarte Beete „wandern“ – eine Überwachung ist deshalb ratsam.
5. Minze (Mentha spp.)
Minze ist berühmt für ihre Ausbreitungstendenz. Was als kleine Pflanze für Tee oder Soßen gestartet ist, kann Ihren gesamten Garten durchsetzen. Die Pflanze breitet sich über unterirdische Ausläufer aus und dringt sogar in Ritzen von Terrassen und Wegen vor.
Ideal ist der Anbau in Töpfen, die entweder im Boden vergraben oder aufgesetzt werden. Achten Sie darauf, dass der Topf keinen Riss hat, durch den Minze sich hinauswachsen kann.
6. Japanische Anemone (Anemone hupehensis)
Trotz ihrer zarten Erscheinung unter der Erde sehr ausbreitungsfreudig. Die faserigen Wurzeln sind schwer zu entfernen. Am besten pflanzen Sie sie an Stellen, wo eine Ausbreitung toleriert wird, oder in Gefäße.
7. Blauregen (Wisteria spp.)
Ein stattlicher, holziger Kletterer, der an englische Landhäuser erinnert, aber auch stark invasiv sein kann. Blauregen umschlingt alles, was ihm in den Weg kommt, kann Bäume schädigen und Baustrukturen zerstören.
In einigen Regionen gilt Blauregen als invasiv, dennoch ist die Pflanze weiterhin beliebt.
8. Rainfarn (Tanacetum vulgare)
Meist als Begleitpflanze wegen ihrer insektenabweisenden Wirkung genutzt. Rainfarn wird aber sehr groß und beansprucht zunehmend Fläche, die ursprünglich anderen Blumen oder Rasen gehörte.
9. Gehorsame Pflanze (Physostegia virginiana)
Einer der wenigen Pflanzen mit biegsamen Blütenstielen, weshalb sie beliebt ist. Die Staude breitet sich jedoch schnell über unterirdische Rhizome aus und kann Zäune und Nachbarflächen überwuchern.
Der Kultivar „Miss Manners“ bleibt kompakt und eignet sich besser für kleine Flächen.
10. Woll-Ziest (Stachys byzantina)
Beliebt wegen seiner dicht wachsenden Blätter, die an Lammohren erinnern. Auch Woll-Ziest breitet sich im Rasen und Garten aus und wird nach einigen Jahren etwas unansehnlich.
Alternativen mit weniger invasivem Charakter sind zu empfehlen.
11. Giersch (Aegopodium podagraria)
Attraktiver Bodendecker mit weißgrünen Blättern, der sehr schnell flächenfüllend wächst. Giersch ist berüchtigt für seine hartnäckige Bekämpfung und Ausbreitung durch Rhizome, die auch kleinste Wurzelreste zu neuer Pflanze wachsen lassen.
12. Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris)
Robuster Farn, der in feuchten und schattigen Bereichen wächst, aber auch invasiv sein kann. Er breitet sich über Rhizome aus und nimmt schnell viel Raum ein.
13. Glöckchen (Campanula elegans)
Glöckchen gelten in vielen Regionen als lästiges Unkraut. Die Pflanze ist sehr widerstandsfähig und lässt sich schwer entfernen, da ihre lange Wurzel bricht und im Boden weiterwächst.
Bitte nehmen Sie kostenlose Angebote dieser Pflanze höflich an, wenn Sie diese vermeiden wollen.
14. Borretsch (Borago officinalis)
In kälteren Regionen eine einjährige Pflanze, doch in wärmeren Zonen kurzlebige Staude. Borretsch kann sich recht stark aussäen und überall keimen. Sobald die Pflanze älter ist, bricht sie beim Ausreißen leicht ab.
Für unkomplizierte Gärten ist Borretsch eher ungeeignet.
15. Beinwell (Symphytum officinale)
Beginnt langsam zu wachsen, überwuchert später aber schnell. Beinwell stirbt im Winter ab und wächst im Frühjahr doppelt so groß nach. Unterirdische Ausläufer sorgen für eine schnelle und oft überraschende Ausbreitung.
Für kontrolliertes Wachstum empfiehlt sich die Kultur in Pflanzgefäßen.
5 Tipps für das Pflanzen von Stauden
- Beachten Sie die zu erwartende Wuchshöhe und das Ausbreitungspotenzial der Pflanze vor dem Pflanzen.
- Berücksichtigen Sie Ihre Pflanzenzone und das regionale Klima, da das invasive Verhalten variiert.
- Pflanzen mit Rhizomensystemen sollten Raum für eine Ausbreitung erhalten oder in Gefässen kultiviert werden.
- Die Entfernung invasiver Rhizom-Stauden kann mehrere Vegetationsperioden in Anspruch nehmen.
- Bei begrenztem Platz oder gegen übermäßige Ausbreitung sind Pflanzgefäße die beste Wahl.
Mit diesem Wissen ausgestattet können Sie Ihren Garten durchdacht und nachhaltig gestalten, ohne ungewollte Überraschungen durch wuchernde Stauden erleben zu müssen. Stauden sind wundervolle Gartenpflanzen – mit dem richtigen Standort und der passenden Pflege bleiben sie Freude und kein Ärgernis.
