Blockpflanzung: Eine einfache Gartentechnik, um mehr Gemüse anzubauen

Blockpflanzung: Eine einfache Gartentechnik für mehr Gemüseertrag

Sie möchten in Ihrem Garten mehr Gemüse anbauen, haben aber nicht genug Platz, um das Beet zu vergrößern? Dann ist die Blockpflanzung genau das Richtige für Sie! Diese bewährte Methode ermöglicht es, auf kleinstem Raum das Maximum an Ertrag aus Ihrem Garten zu holen, indem die Pflanzen nicht in Reihen, sondern in dicht bepflanzten Quadraten – sogenannten Blöcken – gesetzt werden.

Was ist Blockpflanzung?

Blockpflanzung ist eine intensive Gartenbaumethode, bei der Gemüse in kleinen, genau abgegrenzten Bereichen oder « Blöcken » gepflanzt wird. Optimal funktioniert diese Technik in Hochbeeten, wo Sie die Fläche leichter in gleichmäßige Raster aufteilen können als in langen Reihen. Ziel dieser Technik ist es, durch die effiziente Nutzung des verfügbaren Platzes die Ernteerträge zu maximieren.

Vorteile der Blockpflanzung

  • Ideal für kleine Gärten: Blockpflanzung nutzt jeden Quadratzentimeter effizient, auch die sonst oft ungenutzten Ecken, und eignet sich daher besonders für Stadtgärten oder begrenzte Flächen.
  • Wenig Pflegeaufwand: Die Pflanzungen sind von allen Seiten gut zugänglich, wodurch Unkrautjäten und Ernten wesentlich leichter fallen als bei Reihenbeeten. Zudem verringert die dichte Bepflanzung das Unkrautwachstum.
  • Hohe Erträge: Durch die intensive Bepflanzung erzielen Sie oft deutlich mehr Gemüse auf kleiner Fläche als bei klassischen Methoden.
  • Ästhetisch ansprechend: Die ordentliche Rasterstruktur und dichte Bepflanzung lassen Ihren Garten stets gepflegt und attraktiv aussehen.

So funktioniert die Blockpflanzung im eigenen Garten

Diese Technik lässt sich am besten in Hochbeeten umsetzen, die als definierte Anbauflächen fungieren. Ihre Breite sollte dabei etwa vier Fuß (ca. 1,20 m) nicht überschreiten, damit Sie bequem von beiden Seiten das Beet bearbeiten können. Die Länge können Sie nach Belieben anpassen – übliche Maße sind sechs, acht, zehn oder zwanzig Fuß.

Schritt 1: Ein Raster anlegen

Markieren Sie mit Holzleisten oder einem Garn ein gleichmäßiges Raster auf Ihrem Beet. Die Rastergröße können Sie individuell wählen: Viele nutzen das Quadratfuß-Garten-Prinzip mit einem Ein-Fuß (ca. 30 cm) großen Quadrat, doch Sie können auch größere Raster von zwei bis vier Fuß verwenden.

Schritt 2: Die Samen aussäen

Pflanzen Sie gemäß dem empfohlenen Abstand die Samen oder Setzlinge innerhalb der einzelnen Rasterfelder ein. Achten Sie darauf, die idealen Pflanzabstände einzuhalten, um Krankheiten vorzubeugen und eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Das dichte Setzen unterdrückt zudem effektiv das Unkraut.

Welche Gemüsesorten eignen sich für die Blockpflanzung?

Nahezu alle Gemüsearten lassen sich mit dieser Methode erfolgreich anbauen. Entscheidend ist, wie dicht die Pflanzen gesetzt werden können. Hier eine Übersicht, wie viele Pflanzen pro Quadratfuß (ca. 30 x 30 cm) möglich sind:

Einzelpflanze pro Quadrat

  • Aubergine
  • Grünkohl
  • Petersilie
  • Paprika
  • Kartoffeln
  • Rosmarin
  • Tomaten

Zwei Pflanzen pro Quadrat

  • Cantaloupe-Melone
  • Gurke
  • Kürbis
  • Wassermelone
  • Winterkürbis

Bis zu vier Pflanzen pro Quadrat

  • Basilikum
  • Knoblauch
  • Kohlrabi
  • Salat
  • Zwiebeln
  • Sommerkürbis
  • Mangold
  • Zucchini
  • Sellerie

Bis zu neun Pflanzen pro Quadrat

  • Grüne Bohnen
  • Rote Bete
  • Koriander
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Erbsen
  • Spinat
  • Rüben

Bis zu sechzehn Pflanzen pro Quadrat

  • Möhren
  • Pastinaken
  • Radieschen

Pflanzen, die zwei bis vier Quadrate benötigen

  • Brokkoli
  • Rosenkohl
  • Kohl
  • Blumenkohl

Pflanzen, die sich nicht für Blockpflanzung eignen

Stauden, die viel Platz benötigen, sollten nicht in Blockpflanzungen integriert werden, da sie andere Pflanzen zu sehr überschatten und die Fruchtfolge erschweren. Dazu zählen unter anderem:

  • Artischocken
  • Spargel
  • Rhabarber

Praktische Tipps für die Blockpflanzung

  • Verwendung von Mischkultur: Pflanzen Sie in benachbarten Quadraten kompatible Gewächse, die sich gegenseitig fördern. So schützen Sie Ihre Pflanzen auf natürliche Weise vor Schädlingen.
  • Hohe Pflanzen nach Norden setzen: Um Schattenwurf auf kleinere Pflanzen zu vermeiden, sollten hohe Gewächse wie Tomaten, Paprika oder Auberginen auf der Nordseite des Beetes stehen.
  • Ecken mit Schädlingsabwehrern bepflanzen: Füllen Sie Beetkanten mit Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Basilikum, Ringelblumen oder Lavendel – sie wirken natürlich abschreckend auf Schädlinge.

Fazit: Blockpflanzung – mehr Ertrag auf kleinem Raum

Die Blockpflanzung ist eine seit über zwanzig Jahren bewährte Methode, die speziell für Hobbygärtner mit begrenztem Platz ideal ist. Besonders in Hochbeeten überzeugt diese Technik mit ihrer Einfachheit und Effektivität sowie ihren hohen Erträgen. Probieren Sie es in der kommenden Gartensaison aus und erleben Sie, wie viel mehr Gemüse Sie auf derselben Fläche anbauen können!

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