10 Gründe, warum deine Erbsenpflanzen sterben und wie du es verhindern kannst

10 Gründe, warum deine Erbsenpflanzen eingehen – und wie du es verhindern kannst

Erbsen gehören zu den einfachsten Gemüsepflanzen im Garten, doch manchmal treten Probleme auf, die dich fragen lassen: Warum sterben meine Erbsen?! Auch wenn viele Gärtner Erbsen als unkompliziert ansehen, ist es nicht ungewöhnlich, dass die Pflanzen welken oder gelb werden. In diesem Beitrag erfährst du die häufigsten Ursachen für erkrankte Erbsenpflanzen und wie du sie richtig behandelst. So kannst du deine Ernte retten und deinen Erbsenpflanzen zukünftig die besten Wachstumsbedingungen bieten.

Die häufigsten Gründe, warum deine Erbsenpflanzen eingehen

In den meisten Fällen liegt das Absterben von Erbsenpflanzen an Krankheiten, vor allem Pilzinfektionen. Hier stellen wir dir die sieben häufigsten Krankheiten vor, die Erbsen gefährden können – inklusive der typischen Symptome und Gegenmaßnahmen.

1. Fusarium-Welke

Fusarium-Welke ist eine der häufigsten Krankheiten, die Erbsen befallen. Dieser Pilz befällt oft auch Tomaten, aber auch Erbsen sind anfällig. Typische Anzeichen sind:

  • Gelbe Blätter
  • Welkes Laub

Der Pilz dringt über die Wurzeln ein und zerstört das Gefäßsystem. Leider gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten – betroffene Pflanzen müssen entfernt und vernichtet werden. Präventiv hilft die Fruchtfolge, um zukünftige Ernte zu schützen. Für die Folgesaison empfiehlt sich der Anbau fusariumresistenter Sorten, erkennbar am großen „F“ auf der Saatgutpackung.

2. Wurzelfäule (Root Rot)

Diese Pilzkrankheit verbreitet sich durch Boden, Wind, Wasser und Sporen und äußert sich folgendermaßen:

  • Gelbfärbung an der Pflanzenbasis
  • Verwelkende Stängel
  • Absterben der Pflanze

Wurzelfäule überdauert im Boden und kann neue Pflanzen im Folgejahr infizieren. Eine Heilung gibt es nicht – betroffene Pflanzen müssen vollständig entfernt werden. Um der Wurzelfäule vorzubeugen, ist gut durchlässiger Boden entscheidend. Vermeide Staunässe und einen zu dichten Pflanzabstand, damit Luft zirkulieren kann.

3. Echter Mehltau (Downy Mildew)

Diese Krankheit ist gut erkennbar an:

  • Gelb gefleckten Arealen
  • Grauer, mehlig wirkender Belag auf der Blattunterseite
  • Dunklen Flecken an den Samenschoten

Maßnahmen findest du in unserem Guide zum echten Mehltau. Wichtig ist die Fruchtfolge über mindestens vier Jahre, das Entfernen von Pflanzenresten, Pflanzabstände zur Förderung der Luftzirkulation sowie der Einsatz resistenter Sorten.

4. Ascochyta-Blattfleckenkrankheit

Ascochyta-Blight verbreitet sich vor allem über Pflanzenreste und befallenen Boden im Winter. Auffällige Symptome sind:

  • Abfallende Blütenknospen
  • Schwarze Verfärbungen an Stängeln
  • Gelbe oder braune Bereiche auf Blättern

Bei Befall müssen sämtliche Pflanzen entfernt und vernichtet werden, da es kein zugelassenes Fungizid gibt und sich die Krankheit schnell verbreitet.

5. Anthraknose

Diese Pilzkrankheit gedeiht in hoher Luftfeuchtigkeit und äußert sich durch:

  • Welken und Abwerfen von Blättern
  • Rückbildung der Pflanze
  • Rundliche oder eckige, rötlich-braune bis schwarze Flecken auf Blättern

Besonders verbreitet ist Anthraknose in Ost-Nordamerika. Zur Behandlung eignen sich kupfer- und schwefelhaltige Fungizide, die alle 7–10 Tage angewendet werden sollten. Stark befallene Pflanzen müssen entfernt werden, um die Ausbreitung zu stoppen.

6. Echter Mehltau (Powdery Mildew)

Diese Pilzkrankheit gleicht dem echten Mehltau, tritt aber bei trockenen Blättern bei hoher Luftfeuchtigkeit auf. Symptome sind:

  • Weißer, mehlartiger Belag auf Blättern
  • Weißer Überzug auf Stängeln und Schoten

Meist erscheint der echte Mehltau im Spätsommer oder Herbst und führt selten zum Absterben der Pflanze. Betroffene Pflanzenteile sollten entfernt werden. Auch hier helfen Fruchtwechsel, das Vermeiden von Blattnässe und das Entfernen von Pflanzenresten.

7. Mosaikvirus

Diese Viruskrankheit kann nicht geheilt werden und wird durch Blattläuse und Zikaden übertragen. Typische Symptome sind:

  • Fleckenförmige hell- und dunkelgrüne Blattmuster
  • Verzerrte und spröde Blätter
  • Starkes Wachstumshemmnis

Erkrankte Pflanzen sollten entfernt werden. Für zukünftige Kulturen empfiehlt sich der Anbau resistenter Sorten und das Entfernen von breitblättrigen Unkräutern, die als Viruswirt dienen. Manchmal tragen befallene Pflanzen trotzdem Früchte, allerdings mit deutlich geringerer Ernte.

10 Tipps, um deine sterbenden Erbsenpflanzen zu retten

Wenn Krankheiten ausgeschlossen sind, liegt das Problem oft an Umweltfaktoren wie Wasserhaushalt, Nährstoffmangel oder zu dichter Bepflanzung. Diese Punkte helfen dir dabei, deine Erbsenpflanzen zu retten:

8. Wassergabe anpassen

Die häufigste Ursache bei sterbenden Erbsen ist falsches Gießen – zu viel oder zu wenig Wasser. Erbsen brauchen eine ausgewogene Feuchtigkeit. Staunässe fördert Pilzerkrankungen, während Trockenheit die Pflanzen welken lässt. Prüfe mit dem Finger die Feuchtigkeit zwei Zentimeter unter der Erde: Fühlt sich der Boden trocken an, ist Bewässern nötig. Gelbe Blätter verschwinden nicht mehr, doch die Ausbreitung lässt sich stoppen, wenn die Bewässerung ausgeglichen wird.

9. Kalium zuführen

Für gesunde Erbsenpflanzen sind Phosphor und Kalium unerlässlich. Zwar lässt sich Phosphor im laufenden Wachstum nicht mehr leicht einbringen, Kalium kannst du jedoch durch entsprechende Dünger stärken. Empfehlenswert ist das Düngen mit Kompost oder verrottetem Mist vor der Pflanzung. Eine zusätzliche Kaliumgabe über Holzasche oder Gesteinsmehle kann deinen Pflanzen einen wertvollen Boost geben.

10. Zu dicht stehende Pflanzen ausdünnen

Stehen deine Erbsen zu eng, empfiehlt es sich, einige mit einer sauberen Gartenschere zu entfernen. Weniger Pflanzen klingen zuerst nach Ertragsverlust, aber gesündere Pflanzen mit guten Abständen bringen letztlich mehr und vermeiden Pilzkrankheiten durch bessere Luftzirkulation.

Wie du deine Erbsen gesund hältst

Die meisten Erbsenkrankheiten sind Pilzinfektionen, die du mit dem richtigen Management effektiv vorbeugen kannst. Hier einige wichtige Tipps:

  • Pflanze resistente Erbsensorten, um frühzeitig gegen Krankheiten gewappnet zu sein.
  • Verwende gut durchlässigen Boden, idealerweise Hochbeete, damit keine Staunässe entsteht.
  • Achte auf großzügige Pflanzabstände – lieber etwas weiter als zu dicht.
  • Mulche deine Pflanzen, um den Kontakt von Erde und Blattwerk zu vermeiden und Feuchtigkeit zu behalten.
  • Entferne nach der Ernte alle Pflanzenreste gründlich. Viele Krankheitserreger überdauern im Material.
  • Wechsel im Fruchtfolgeplan zwischen Leguminosen und anderen Pflanzen alle 3 Jahre, um Bodenmüdigkeit und Krankheitserreger zu vermeiden.
  • Reinige und desinfiziere deine Gartengeräte häufig, um eine Übertragung von Krankheiten zu verhindern.

Wenn du also das nächste Mal denkst: „Warum sterben meine Erbsen?“, geh die Symptome systematisch durch und teste die beschriebenen Maßnahmen. So kannst du den Großteil der Erbsenkrankheiten effektiv vorbeugen und deine Ernte sichern.

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