Wie man Ananas anbaut, egal wo man lebt

Ananas pflanzen und pflegen – So gelingt der Anbau zu Hause

Ananas sind tropische Pflanzen, die dank ihrer exotischen Ausstrahlung und dem köstlichen Geschmack viele Gartenliebhaber begeistern. Entgegen der weit verbreiteten Meinung lassen sich Ananas auch in weniger warmen Regionen oder sogar in Innenräumen erfolgreich anbauen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ananas richtig pflanzen, pflegen und ernten – vom Topf bis zum Beet.

Grundlagen der Ananaspflanze

Die Ananaspflanze gehört zur Familie der Bromelien. Sie ähnelt anderen Bromelien darin, dass sie einen Blütenstand ausbildet, an dessen Spitze der charakteristische Ananasfrucht wächst. Interessant ist, dass die Ananas eigentlich eine Zusammensetzung vieler kleiner Einzelblüten ist, die sich zu einer Frucht verschmelzen. Jedes Ananaspflanze bildet nur eine Frucht, bevor sie abstirbt. Gleichzeitig vermehrt sich die Pflanze durch sogenannte « Pups » oder Jungtriebe, die zwischen den Blättern wachsen und neue Pflanzen hervorbringen.

Pflanzen der Ananas: So gelingt der Start

Standort und Bodenanforderungen

  • Ananas sind tropische, mehrjährige Pflanzen, die in USDA-Pflanzzonen 10-11 am besten gedeihen.
  • Der Standort sollte mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne am Tag erhalten. Teil- oder Halbschatten ist möglich, aber weniger ideal.
  • Der Boden muss gut drainiert sein, Staunässe vermeiden. Ananas wachsen sowohl in nährstoffreichen als auch in leichteren Böden gut, profitieren aber besonders von der Zugabe von Kompost vor dem Pflanzen.

Verwendung von Ananas-Tops oder Jungtrieben

Zum Pflanzen verwenden Sie entweder den oberen Teil einer gekauften Ananas oder sogenannte « Suckers » (Jungtriebe), die Sie eventuell von einer anderen Pflanze erhalten können. Entfernen Sie bei der gekauften Ananas alle Fruchtreste und die kleinen unteren Blätter, damit nur die Spitze mit den Blättern übrig bleibt. Bei Jungtrieben ziehen Sie ebenfalls die kleineren Blätter am Blattansatz ab.

Graben Sie ein Loch im Garten oder bereiten Sie einen Behälter vor und setzen Sie das Top oder den Jungtrieb so ein, dass nur die Basis in die Erde eingesenkt ist und die Blätter herausragen. Füllen Sie den Boden gut an und drücken Sie ihn leicht fest. Danach gründlich wässern.

Beim Pflanzen mehrerer Ananaspflanzen sollten Sie mindestens einen Abstand von 30 cm einplanen, besser sind 60 cm, um dem Wuchs ausreichend Raum zu bieten.

Ananas im Topf kultivieren

Wenn Sie in einer kühleren Region leben, eignet sich das Anbauen von Ananas in Töpfen ideal, da Sie die Pflanzen im Winter ins Haus holen können. Wählen Sie einen Topf mit gutem Abfluss und mindestens 20 cm Durchmesser. Nutzen Sie ein leichtes Substrat mit etwa 30 % organischem Anteil, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Ananas brauchen für die Fruchtbildung viel Licht, rund 8 Stunden direktes Sonnenlicht oder eine entsprechende Ergänzung durch Pflanzenlampen, wenn sie drinnen kultiviert werden.

Pflege von Ananaspflanzen

Bewässerung

Ananas sind relativ trockenheitsresistent und benötigen nicht viel Wasser. Ein Mulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Achten Sie aber bei Pflanzen im Topf auf eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.

Düngung

In den ersten Monaten nach dem Pflanzen ist keine zusätzliche Düngung notwendig. Danach empfehlen sich flüssige Dünger wie Fisch-Emulsion oder Seetang-Extrakt, die verdünnt und direkt in den Boden gegossen werden. Vermeiden Sie konzentrierte Düngerlösungen, die Pflanzenwurzeln schädigen könnten.

Überwinterung

Ananas vertragen keinen Frost. Stellen Sie Pflanzen in Containern rechtzeitig vor Kälteeinbrüchen an einen hellen, warmen Innenort oder in ein Gewächshaus. Pflanzen im Freiland lassen sich dank ihres flachen Wurzelsystems im Notfall ausgraben und in Töpfe umsetzen.

Häufige Schädlinge und Krankheiten

  • Bakterielle Herzfäule: Erkennbar an wassergetränkten Flecken an der Blattbasis und verfärbten Blättern. Befallene Pflanzen sollten entfernt und vernichtet werden.
  • Schwarzer Fäulepilz: Tritt als kleine nasse Flecken auf Blättern und Frucht auf, die sich ausbreiten und Dunkelfärbung hervorrufen. Für Prävention sorgen gute Belüftung und trockene Böden.
  • Mehltauwelke: Verursacht rote bis rosafarbene Blätter und Wurzelverrottung. Wird durch Blattläuse – insbesondere Wollige Schildläuse (Mealybugs) – übertragen; eine Bekämpfung der Läusepopulation ist essenziell.
  • Ananas-Wollige Schildlaus: Kleine, weißlich-wollige Läuse, die Honigtau ausscheiden und damit Pilzkrankheiten fördern. Natürliche Feinde sind Marienkäfer. Bei starkem Befall können Neem-Öl oder spezifische Pestizide helfen.

Ernte der Ananas

Ananas wachsen langsam: Von der Pflanzung bis zur Ernte können 2 bis 3 Jahre vergehen. Die Frucht bildet sich in der Blattmitte über einem leuchtend roten Blütenstand. Die Reife zeigt sich durch eine Verfärbung der Schale von Braun zu Gelb.

Schneiden Sie die reifen Früchte vorsichtig mit einem scharfen Messer ab. Frisch geerntete Ananas haben ein intensiveres Aroma und einen süßeren Geschmack als gekaufte Früchte. Ein Tipp: Gegrillte Ananas, bestreut mit braunem Zucker, ist ein unwiderstehlicher Genuss.

Laisser un commentaire

Votre adresse e-mail ne sera pas publiée. Les champs obligatoires sont indiqués avec *