13 ungewöhnliche Wurzelgemüse zum Entdecken

13 Ungewöhnliche Wurzelgemüse, die Sie entdecken sollten

Möchten Sie Ihren Garten und Ihren Speiseplan erweitern? Neben den klassischen Möhren, Rote Bete, Steckrüben und Kartoffeln gibt es viele seltene und faszinierende Wurzelgemüse, die Sie ausprobieren können. In diesem Artikel stellen wir Ihnen 13 ungewöhnliche Sorten vor – von Hinona Kabu Steckrüben bis hin zu knackiger Jicama – mit wertvollen Tipps zum Anbau und köstlichen Verwendungsideen.

1. Hinona Kabu Steckrüben

Im Gegensatz zu den üblichen runden Steckrüben sind Hinona Kabu lang und schmal, ähnlich dünnen Möhren. Diese historischen Sorten stammen aus dem 18. Jahrhundert und gedeihen auch in schweren, tonhaltigen Böden, wenn sie genügend Sonne und Wasser erhalten. Besonders lecker sind sie eingelegt, denn dann glänzen sie in einem intensiven Pink und bringen Geschmack in Ihre Vorratskammer.

2. Usbekische Goldkarotten

Die strahlend gelben Karotten aus Usbekistan unterscheiden sich in ihrer gedrungenen Form deutlich von den langen, spitzen Varianten, die Sie gewohnt sind. Süß und knackig sind sie ideal für den Herbstgarten, da sie kühleres Wetter bevorzugen. Sie sind robust gegenüber unterschiedlichen Bodenarten, solange diese gut durchlässig sind, und eine ausgezeichnete Wahl für alle, die ungewöhnliche Wurzelgemüse lieben.

3. Chinesische rote Fleischrettiche

Auch bekannt als Wassermelonen-Rettiche, zeichnen sie sich durch ihr leuchtend grünes Äußeres und das rote, fleischige Innere aus. Ihr Geschmack ist süß und knackig, sowohl roh als auch gekocht eine Delikatesse. Die Blätter müssen wegen ihrer stacheligen Beschaffenheit mit Handschuhen geerntet werden, eignen sich aber gekocht hervorragend als Gemüsebeilage. Radies wachsen schnell, bevorzugen kühles Wetter und werden durch Frost sogar süßer.

4. Knollensellerie (Celeriac)

Knollensellerie ist das perfekte Wurzelgemüse für den Wintervorrat. Seine leicht seligerartige Note macht ihn unverzichtbar für Salate, Suppen und Braten. Er benötigt nährstoffreiche Böden mit viel Kompost und rund 100 Tage bis zur Ernte. Pflanzen Sie ihn am besten im Sommer und schützen Sie ihn in einem Kaltframe oder Gewächshaus, so können Sie ihn frisch zur Erntezeit z. B. zu Thanksgiving genießen.

5. Chiogga-Rote Bete

Diese rot-weiß gestreiften Rote-Bete-Variationen aus Norditalien sind dank ihrer dekorativen Muster ein echter Hingucker auf dem Teller. Ihr milder, süßer Geschmack eignet sich für viele Gerichte, beispielsweise als attraktiver Zusatz im klassischen russischen Borschtsch oder eingelegt. Die Blätter können sowohl roh als Salat als auch gekocht wie Spinat verwendet werden.

6. Russische Riesenskorzonera

Skorzonera, auch schwarze Schwarzwurzel genannt, schmeckt tatsächlich leicht nach Austern. Für den Anbau benötigen Sie sandige, gut durchlüftete Beete oder mindestens 30 cm tiefe Hochbeete. Diese kälteresistente Wurzel liebt einen sonnigen Standort und sollte bei Reife geerntet werden, um eine zähe Konsistenz zu vermeiden. Perfekt für den Herbstgarten.

7. Maniok (Cassava)

Maniok wächst am besten in den USDA-Zonen 8 bis 11 in humidem, warmem Klima. Die großen Wurzeln sind vielseitig verwendbar und glutenfrei, ideal für Paleo-Diäten. Wichtig: Die rohen Wurzeln müssen gut gekocht und abgespült werden, da sie natürliche Cyanide enthalten. Für den Anbau braucht Maniok nährstoffreiche, lockere Böden sowie viel Platz.

8. Topinambur (Jerusalem-Artischocken)

Dieses traditionelle Wurzelgemüse der indigenen Völker Nordamerikas ist robust und mehrjährig. Topinambur lässt sich leicht in unterschiedlichen Böden kultivieren und gedeiht an sonnigen Standorten. Die Blüten ähneln beliebten Wildblumen und eignen sich deshalb auch für versteckte Gartenstellen. Beachten Sie: Einige Menschen reagieren empfindlich auf Topinambur und sollten den Verzehr langsam testen.

9. Pusa Jamuni Radieschen

Diese violetten Radieschen aus Indien haben nicht nur eine auffällige Farbe, sondern auch eine angenehme Schärfe. Ihr hoher Antioxidantiengehalt macht sie zu einem gesunden Hingucker im Salat, Salsa oder Kimchi. Als Herbstkultur sind sie hitzeempfindlich, aber im Frühling in kühleren Klimazonen ebenfalls gut anbaubar.

10. Zuckerwurzel (Skirret)

Skirret ist ein spätmittelalterliches Wurzelgemüse mit vielen dünnen, langen Wurzeln. Die Pflanze bevorzugt humusreiche Böden und ausreichend Licht. Als mehrjährige Pflanze liefert sie ab dem zweiten Jahr höhere Erträge und lässt sich leichter über Wurzelableger vermehren, als über Samen. Der süße Geschmack erinnert an Karotten und ist eine interessante Bereicherung für jeden Gemüsegarten.

11. Touchstone Goldrüben

Diese goldgelben Rüben sind süß, saftig und gelten als resistenter gegenüber Schädlingen. Für die Anzucht sollten die Samen warm herangezogen und später ins Freiland gesetzt werden. Die Kulturdauer beträgt circa 55 Tage, so dass sie sich gut für die Herbsternte eignen. Ihre besonders aromatischen Blätter können ebenfalls als Gemüse genutzt werden.

12. Peruanische lila Kartoffeln

Diese violetten Kartoffeln beeindrucken mit ihrem einzigartigen Farbton und bieten eine größere Vielfalt an antioxidativen Inhaltsstoffen bei gleichzeitig niedrigerem glykämischem Index. Sie benötigen lockeren, gut durchlüfteten Boden und mindestens sechs Stunden Sonnenschein täglich. Optimal ist ein nährstoffreicher Boden mit zusätzlichen Phosphor- und Kaliumdüngern für ein kräftiges Wachstum.

13. Jicama

Jicama, auch mexikanische Yamswurzel genannt, wächst gut in warmen Zonen 7 bis 11. Sie benötigt nährstoffreiche Böden, viel Kompost sowie eine Rankhilfe, da die Pflanze als Kletterer wächst. Die süße, knackige Knolle eignet sich hervorragend für Salate oder Rohkostgerichte und verleiht jedem Wurzelgemüse-Sortiment einen exotischen Touch.

Fazit: Vielfalt für Ihren Garten und die Küche

Ungewöhnliche Wurzelgemüse bieten eine spannende Möglichkeit, Ihren Garten zu bereichern und kulinarisch neue Wege zu gehen. Ob in Töpfen, Hochbeeten oder im Freiland – mit der richtigen Auswahl und Bodenanpassung lassen sich viele dieser Sorten problemlos anbauen und ernten. Probieren Sie kleine Sorten wie Radieschen für den Einstieg oder größere Arten mit angepasster Nährstoffversorgung, und freuen Sie sich auf geschmackvolle, gesunde Wurzeln aus eigenem Anbau.

Viel Freude beim Pflanzen und Genießen dieser außergewöhnlichen Wurzelgemüse!

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