Mache anbauen: Beste Sorten, Pflanzanleitung, Pflege, Probleme und Ernte

Mache anbauen: Der umfassende Leitfaden zu Sorten, Pflanzung, Pflege und Ernte

Der Winter kann für Gärtner eine schwierige Zeit sein. Während die meisten Pflanzen ruhen, gibt es Ausnahmen – eine davon ist Mache. Dieses köstliche, widerstandsfähige Blattgemüse trotzt kalten Temperaturen und überdauert die frostigen Monate, in denen andere Pflanzen längst verschwunden sind. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über den Anbau von Mache, von den besten Sorten über die richtige Pflanzung und Pflege bis hin zur Ernte.

Was ist Mache?

Mache, auch bekannt als Feldsalat, Lamm’s Lettuce oder corn salad, ist eine zarte, grüne Blattpflanze mit einer feinen, nussigen Note, die sie schmackhafter macht als gewöhnlicher Kopfsalat. Ursprünglich in Frankreich hochgeschätzt, findet Mache auch in Nordamerika immer mehr Liebhaber. Die kleine Rosette wächst niedrig und ist äußerst kältebeständig. In besonders kalten Regionen empfiehlt sich jedoch ein Schutz, zum Beispiel eine Abdeckung oder ein Frühbeet, damit die Blätter auch tief in den Winter hinein grün bleiben.

Sorten von Mache

Im Wesentlichen gibt es zwei Haupttypen:

  • Großkernige Sorten: Diese haben hellere Blätter und sind etwas weniger frosthart.
  • Kleinkernige Sorten: Sie zeichnen sich durch dunklere Blätter und eine höhere Winterhärte aus.

Viele Saatgutproduzenten bieten zudem spezielle Züchtungen an, die z.B. dickere Blätter oder eine bessere Wärmeverträglichkeit besitzen, häufig unter Bezeichnungen wie Vit Mache, Lamm’s Lettuce oder einfach als Feldsalat. Mache wird oft auch in Salatmischungen angeboten.

Wie pflanzt man Mache?

Standort und Boden

Mache kann im Freilandbeet, in länglichen Pflanzkästen oder sogar in Blumenkästen auf der Fensterbank erfolgreich angebaut werden. Ideal ist ein Standort mit voller Sonne, Mache verträgt aber auch halbschattige Plätze.

Der Boden sollte nährstoffreich und locker sein, mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,0. Auch leichte Ton- oder Sandböden sind möglich, solange eine gute Drainage gewährleistet ist.

Zonen und Klima

Mache gedeiht in den Winterhärtezonen 2 bis 10. Wichtig ist, dass die Pflanze kühle Bedingungen bevorzugt und Hitze nicht gut verträgt.

Aussaat der Saat

  • Mache-Samen sind zart und keimen langsam – Geduld ist hier gefragt.
  • Direktsaat im Freien ist empfehlenswert, eine Vorkultur im Haus bringt selten Vorteile, es sei denn, das Sommerwetter dauert bis in den Herbst.
  • Mache mag kühle Temperaturen: Saatgut sollte bei Bodentemperaturen um 10 °C (50 °F) ausgesät werden, meist Anfang Frühling oder Herbst.
  • Säen Sie großzügig, da nicht alle Samen keimen.
  • Samen legen Sie etwa 0,5 cm tief in die Erde und lassen einen Abstand von 10 bis 13 cm zwischen den Pflanzen.

Pflege von Mache

Wässern

Mache benötigt weniger Wasser als viele andere Blattgemüse, da kühles Wetter die Bodenfeuchte länger erhält. Im Winter oder bei Überwinterung im Frühbeet sollten Sie trotzdem gelegentlich gießen – mindestens etwa 2,5 cm Wasser pro Woche.

Düngen

Wenn der Boden beim Pflanzen mit gut verrottetem Kompost oder Mist angereichert wurde, ist zusätzliche Düngung meist nicht notwendig.

Mulchen

Eine Mulchdecke kann vor allem beim Überwintern zusätzlichen Schutz bieten, ist aber nicht zwingend für die Feuchtigkeitsspeicherung erforderlich.

Ernte und Schnitt

Sie müssen Mache nicht zurückschneiden, sondern ernten einfach die Blätter nach Bedarf oder schneiden ganze Rosetten ab.

Nachsaat

Da Mache langsam wächst, kann eine gestaffelte Aussaat sinnvoll sein, damit Sie über eine längere Saison frische Blätter ernten können. Die letzte Aussaat im Jahr sollte jedoch rechtzeitig erfolgen, damit die Pflanzen vor Eis oder großer Hitze noch ausreifen können.

Häufige Probleme beim Mache-Anbau

Keimprobleme

Bei zu hohen Temperaturen keimen die Samen nicht gut – Mache benötigt kühle Samenbedingungen.

Frostschäden

Zwar kältebeständig, überleben die Pflanzen tiefste Fröste ohne Schutz nicht unbegrenzt. Eine Abdeckung oder ein Kalthaus gewährleistet den Schutz bei strengem Frost.

Schädlinge

  • Schnecken und Nacktschnecken: Besonders im Frühjahr und Herbst ein Problem, da sie an den saftigen Blättern knabbern.
  • Blattläuse: Können die Pflanze befallen, eine frühzeitige Bekämpfung ist ratsam.
  • Flohkäfer: Verursachen kleine Löcher, die das Wachstum beeinträchtigen können.
  • Raupen der Kohlwickler: Fressen ganze Blätter ab, regelmäßiges Absammeln und natürliche Feinde fördern hilft.
  • Blattminen: Tunnel in den Blättern vermindern die Optik und Gesundheit der Pflanze.

Krankheiten

  • Alternaria- Blattflecken: Pilzkrankheit mit nekrotischen Flecken, kann durch richtige Bewässerung und Fungizide kontrolliert werden.
  • Kohlhernie: Befällt die Wurzeln und hemmt die Nährstoffaufnahme, Vorbeugung durch Fruchtwechsel und Bodenpflege ist essenziell.
  • Echter Mehltau: Befall vermeiden durch resistentere Sorten und bodennahe Bewässerung.

Begleitpflanzung mit Mache

Mache gedeiht gut in Gesellschaft anderer kälteverträglicher Pflanzen:

  • Kohl
  • Karotten
  • Rüben
  • Lauch
  • Veilchen

Vermeiden Sie die Kombination mit Zwiebeln, da diese sich gegenseitig negativ beeinflussen können.

Ernte und Verwendung von Mache

Die Ernte beginnt, wenn die Blätter etwa 7 bis 8 cm lang sind – meist 2 bis 3 Monate nach der Aussaat. Da Mache rasch verdirbt, sollte es möglichst frisch verzehrt werden. Entweder ernten Sie Blätter einzeln oder schneiden ganze Rosetten ab. Da Mache langsam nachwächst, eignet sich das Abschneiden des gesamten Rosettenkörpers besser.

Mache wird traditionell als Salatgrundlage verwendet und verleiht Wintergerichten eine frische Note. Leichte Dressings, wie einfache Vinaigrettes, unterstreichen den feinen Geschmack, ohne ihn zu überdecken. Das Kochen wird für Mache nicht empfohlen, da es den Geschmack beeinträchtigt und die zarte Textur zerstört.

Gesundheitliche Vorteile von Mache

Mache ist nicht nur kalorienarm, sondern auch reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders hervorzuheben sind der hohe Vitamin-A-Gehalt sowie Eisen und Vitamin B6, die zur Stärkung des Immunsystems und zur Unterstützung des Stoffwechsels beitragen.

Damit ist Mache eine ausgezeichnete Nahrungsergänzung – besonders in der kalten Jahreszeit, wenn frische Vitamine rar sind.

Fazit

Mache ist ein faszinierendes Wintergemüse mit besonderer Widerstandsfähigkeit und einem feinen, nussigen Geschmack. Es eignet sich ideal für Gärtner, die auch in der kalten Jahreszeit frisches Grün ernten möchten und bietet eine leichte Pflege kombiniert mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Ob im Beet, Kübel oder Fensterkasten – mit den richtigen Tipps gelingt die erfolgreiche Kultivierung von Mache auch in Ihrem Garten.

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