Warum Untersetzer unter Töpfen mehr schaden als nützen

Warum Untersetzer unter Töpfen mehr schaden als nützen

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Warum Untersetzer unter Pflanztöpfen mehr schaden als nützen

Auf den ersten Blick wirken Untersetzer unter Pflanztöpfen harmlos: Sie fangen überschüssiges Wasser auf und schützen den Boden vor Nässe. Doch genau diese kleinen Schalen können im Verborgenen Ihre Pflanzen schädigen. Während sie Möbel und Böden schonen, führen sie oft dazu, dass zu viel Feuchtigkeit im Wurzelbereich stehen bleibt – ein Nährboden für Wurzelfäule und andere Probleme.

Das verborgene Problem: Staunässe durch stehendes Wasser

Beim Gießen sollte überschüssiges Wasser aus den Abflusslöchern des Topfes ungehindert abfließen können. So kann die Erde atmen, die Wurzeln sich ausbreiten und das Pflanzenwachstum bleibt im Gleichgewicht. Mit einem Untersetzer darunter staut sich das Wasser jedoch und hat keine Möglichkeit abzuziehen.

Das Wasser sammelt sich und verwandelt ausgerechnet den „Helfer“ in eine modrige Pfütze, in der die Wurzeln in sauerstoffarmem Wasser stehen. Die Folgen daraus sind:

  • Wurzelfäule: Die häufigste Todesursache für Zimmerpflanzen. Feuchte Wurzeln ersticken und faulen.
  • Fungusbefall: Stehendes Wasser fördert Pilze und Trauermücken.
  • Nährstoffverlust: Wichtige Mineralien werden ausgewaschen und erreichen die Pflanze nicht.
  • Wachstumsstörungen: Ohne ausreichende Luft entwickeln sich die Wurzeln schwach und das Wachstum stockt.

So kann Ihr Untersetzer zwar die Tischplatte retten, doch die Pflanze leidet darunter.

Pflanzen brauchen Drainage – nicht Ertrinken

Gesunde Wurzeln benötigen neben Wasser auch Luft. Entwässerungslöcher erlauben überschüssigem Wasser abzufließen und frische Luft ins Erdreich zu lassen. Wird der Abfluss durch einen Untersetzer blockiert, bleibt die Erde zu feucht.

Obwohl die Oberfläche trocken erscheinen mag, kann die Erde an der Wurzelbasis tagelang nass bleiben. Diese ungleichmäßige Feuchtigkeit überfordert die Pflanze und zeigt sich durch gelbe Blätter, schlaffe Stängel oder sogar Schimmel auf der Erdoberfläche.

Wenn Ihre scheinbar gut gegossene Pflanze wöchentlich schlechter aussieht, könnte der Untersetzer der Grund sein.

Gute Alternativen zum Untersetzer

Was können Sie also tun, um das Wasser zu kontrollieren, ohne Ihre Pflanzen zu schaden? Hier ein paar bewährte Lösungen:

  • Topfüße oder Erhöhungen verwenden: Heben Sie den Topf leicht an, damit Luft zirkulieren und Wasser ablaufen kann. Sie können spezielle Topfüße nutzen oder selbst kleine Steine bzw. umgedrehte Schraubdeckel als Erhöhung einsetzen.
  • Doppelte Töpfe: Stellen Sie Ihre Pflanze in einen bewurzelten Sortentopf mit Löchern und setzen diese in einen größeren, dekorativen Übertopf ohne Löcher. Nach dem Gießen nehmen Sie den inneren Topf heraus und lassen ihn gut abtropfen.
  • Außen oder im Waschbecken gießen: Gießen Sie Ihre Pflanzen, wenn möglich, draußen, im Waschbecken oder in der Badewanne. Lassen Sie das überschüssige Wasser vollständig ablaufen, bevor Sie die Pflanzen wieder zurückstellen.
  • Untersetzer mit Kieselsteinen auslegen: Wenn Sie unbedingt einen Untersetzer verwenden, füllen Sie diesen mit einer Schicht Kiesel oder kleinen Steinen. Dadurch steht der Topf nicht im Wasser und die Wurzeln bleiben trocken.

Wie erkennen Sie das „Untersetzer-Syndrom“ bei Ihren Pflanzen?

Falls Sie unsicher sind, ob der Untersetzer Ihrer Pflanze schadet, beachten Sie diese typischen Anzeichen:

  • Wurzeln sind beim Umtopfen matschig oder braun
  • Gelbe, vor allem untere Blätter
  • Schimmel oder weißlicher Belag auf der Erdoberfläche
  • Trauermücken, die um die Pflanze schwirren
  • Ein muffiger oder fauliger Geruch aus dem Pflanztopf

Tritt eines oder mehrere dieser Symptome auf, sollten Sie den Untersetzer entfernen und der Pflanze wieder vernünftige Drainage ermöglichen.

Fazit

Untersetzer sehen ordentlich aus, können jedoch gefährliche Folgen für Ihre Pflanzen haben. Durch die Ansammlung von Wasser wird den Wurzeln der lebenswichtige Sauerstoff entzogen, wodurch Krankheiten und Wurzelfäule gedeihen.

Gönnen Sie Ihren Pflanzen freie Drainage und lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben gut trocknen. Zwar muss man ab und zu den Boden wischen, doch dafür danken es Ihnen kräftige Wurzeln, gesundes Wachstum und vitale Blätter.

Bevor Sie also zum nächsten Mal zum Untersetzer greifen, überlegen Sie lieber zweimal: Manchmal ist ein bisschen mehr Freiheit der beste Schutz für Ihre Pflanzen.

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