Was man im August zurückschneiden sollte und was man in Ruhe lässt

Was man im August zurückschneiden sollte und was man in Ruhe lässt

« `html

Was im August zurückgeschnitten werden sollte – und was besser in Ruhe bleibt

Im August erleben viele Gartenliebhaber eine Zwischenphase. Der Garten präsentiert sich in voller Pracht – üppig, farbenfroh und lebendig. Mit der zunehmenden Hitze und dem allmählich herannahenden Herbst ist dieser Monat jedoch entscheidend für das Wohlbefinden Ihrer Pflanzen. Werden die richtigen Pflanzen jetzt geschnitten, fördern Sie Blütenreichtum, beugen Krankheiten vor und bereiten Ihren Garten optimal auf den Herbst vor. Ungünstige Schnittmaßnahmen oder ein zu starker Rückschnitt hingegen können die Pflanzen unnötig belasten – gerade dann, wenn sie ihre Energie dringend benötigen.

Doch was gehört im August zurückgeschnitten – und welche Pflanzen sollten Sie bis zum Herbst oder sogar Frühjahr verschonen? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Warum ist der Rückschnitt im August so wichtig?

Ein August-Schnitt dient nicht nur der Optik – auch wenn ein gepflegter Garten Freude macht. Gezielt angesetzte Schnitte können:

  • die Blüte bestimmter Stauden fördern
  • Krankheiten durch zu dichte Pflanzungen und schlechte Luftzirkulation verhindern
  • verhindern, dass sich selbst ausgesäte Pflanzen unkontrolliert ausbreiten
  • Sträucher und Hecken vor der Festigung im Herbst formen
  • die Kraft der Pflanzen auf wichtige Bereiche lenken

Zu viel oder der falsche Schnitt kann jedoch zu Stress, reduzierter Blütenbildung im nächsten Jahr oder Schäden im Winter führen.

Diese Pflanzen dürfen Sie im August zurückschneiden

Einige Gewächse profitieren besonders von einem Rückschnitt in der Hochsommerzeit – bei manchen regt er sogar die Blüte zu einer zweiten Runde an.

1. Verblühte Stauden (Abblühen entfernen)

Entfernen Sie verblühte Blüten bei:

  • Taglilien
  • Echinacea (Sonnenhüte)
  • Rudbeckien
  • Salbei
  • Sommermargeriten

Das Abblühen erlaubt der Pflanze, Energie in Wurzel- und Blattwachstum statt in die Samenbildung zu lenken. Bei Salbei und Kernenblume (Coreopsis) kann so sogar eine zweite Blüte ausgelöst werden.

2. Ausgeblühte einjährige Pflanzen

Petunien, Calibrachoa und Verbenen werden bis August oft langbeinig. Schneiden Sie diese kräftig zurück – etwa um ein Drittel bis die Hälfte. Gießen Sie anschließend mit einem flüssigen Blütendünger. Bereits nach ein bis zwei Wochen zeigen sich neue, frische Triebe und Blüten.

3. Verholzte Kräuter

Wenn Basilikum, Oregano oder Thymian beginnen zu blühen oder verholzen, empfiehlt sich ein Rückschnitt. So fördern Sie buschiges Wachstum und verlängern die Erntezeit. Lassen Sie stets einige belaubte Triebe stehen, damit die Pflanze weiterhin kräftig wächst.

4. Erdbeer-Ausläufer

Falls Sie keine neuen Pflanzen vermehren möchten, schneiden Sie die Ausläufer ab. Sie entziehen der Pflanze Energie, die anderweitig für die Fruchtbildung benötigt wird.

5. Sommerblühende Sträucher (nach der Blüte)

Nach der Blüte dürfen Sie bei Sträuchern wie:

  • Spierstrauch
  • Rispenhortensie
  • Zimtbusch
  • Weigelie

leicht formen. Entfernen Sie verblühte Blüten und ordnen Sie unkontrolliert wachsende Triebe. Ein Übermaß an Schnitt ist hier jedoch nicht ratsam.

6. Tomatenschosser

Bei Tomatenpflanzen mit unbestimmtem Wuchs schneiden Sie weiterhin Seitentriebe aus (Schosser). So konzentriert die Pflanze ihre Kraft auf die Fruchtentwicklung.

7. Blauregen und Kletterrosen

Entfernen Sie lange, dünne Triebe. Beim Blauregen sollten Seitentriebe auf etwa 15 Zentimeter gekürzt werden. Kletterrosen dürfen Sie von verworrenen Trieben und verblühten Blüten befreien.

Diese Pflanzen sollten Sie im August nicht schneiden

Einige Pflanzen reagieren empfindlich auf spätes Schneiden. Das kann die Blüte im Folgejahr mindern oder die Winterhärte beeinträchtigen.

1. Frühjahrsblühende Sträucher

Bei Sträuchern wie:

  • Flieder
  • Forsythie
  • Rhododendron
  • Azalee
  • Schneeball (Viburnum)

sind die Blütenknospen bereits für das nächste Frühjahr angelegt. Ein Schnitt im August würde diese entfernen. Schneiden Sie diese Pflanzen nach der Blüte im Frühling.

2. Stauden in der Ruhephase

Pflanzen wie Pfingstrosen, Iris oder Tränendes Herz legen jetzt ihre Aktivität nieder, um Energie in den Wurzeln zu speichern. Warten Sie mit dem Rückschnitt bis zum Herbst oder frühen Frühjahr.

3. Immergrüne Gewächse

Buchsbaum, Stechpalme und Wacholder sollten im Spätsommer nicht geschnitten werden. Neue Triebe härten vor dem Frost nicht aus und sind dann anfällig für Winterschäden.

4. Obstbäume (außer bei Krankheiten)

Apfel, Birne und Zwetschge werden am besten in der Winterruhe geschnitten. Nur kranke oder abgestorbene Äste dürfen Sie bei Bedarf jetzt entfernen. Ein starker Rückschnitt im August ist nicht zu empfehlen.

5. Rosen (kein starker Rückschnitt)

Das Entfernen verblühter Blüten ist im August erlaubt, ein starker Rückschnitt hingegen sollte bis zum Spätwinter oder Frühjahr warten, wenn die Pflanzen ruhen.

Bonus-Tipp: Werkzeuge desinfizieren

Egal, welche Pflanzen Sie schneiden – achten Sie darauf, dass Ihre Werkzeuge scharf und sauber sind. Wischen Sie die Klingen zwischen den Pflanzen mit Reinigungsalkohol ab, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden. Das ist besonders im August wichtig, wenn Pilzinfektionen häufig auftreten.

Fazit

Der August bringt im Garten feine Veränderungen mit sich. Während die Hitze manchen Pflanzen den Schwung nimmt, zeigen andere einen letzten Blütenzauber. Wer weiß, was jetzt geschnitten werden sollte – und was besser verschont bleibt – legt den Grundstein für eine kräftige und schöne Gartensaison im nächsten Jahr.

Also nehmen Sie Ihre Gartenschere zur Hand, gehen Sie durch Ihre Beete und schneiden Sie mit Bedacht.

« `

Vous pourriez également aimer...