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So gelingt die erfolgreiche Kultivierung von Bergenien
Bergenien sind widerstandsfähige, halbimmergrüne Zierpflanzen, die ursprünglich aus Asien stammen. Mittlerweile zählen sie zu den beliebtesten Stauden in deutschen Gärten. Die dicken, glänzenden Blätter der Bergenien sind meist herzförmig und entwickeln in kühleren Gegenden eine attraktive Herbstfärbung. Die Blüten erscheinen in Trauben an einem bis zu 30 cm langen Blütenstängel und reichen farblich von leuchtendem Pink bis zu tiefem Purpur. Bergenien sind zudem pflegeleicht und robust. So pflegen Sie Ihre Bergenie richtig.
Wachstumsverhalten der Bergenie
Bergenien erreichen eine Höhe von 30 bis 60 cm und breiten sich auf bis zu 60 cm aus. Dies macht sie ideal als Bodendecker oder als attraktive Ergänzung für Steingärten. Obwohl die Blüten prächtig sind, halten sie nur wenige Wochen. Bergenien gedeihen in vielen unterschiedlichen Standortbedingungen und sind in den USDA-Klimazonen 4 bis 10 winterhart.
Pflegehinweise für Bergenien
Im Gegensatz zu vielen Zierpflanzen brauchen Bergenien nur wenig Pflege. Übermäßiges Gießen oder zu viel Fürsorge können der Pflanze sogar schaden. Wenig Eingriffe fördern ihr gesundes Wachstum. Bergenien wachsen im Halbschatten ebenso gut wie in voller Sonne. Stehen sie in direkter Sonne, sollte der Boden um die Pflanze etwa 5 cm mit Mulch bedeckt werden, ohne die Pflanzenbasis zu bedecken. So werden die Wurzeln vor Hitzeschäden geschützt.
Die Pflanzen reagieren empfindlich auf Staunässe und sollten nur bei anhaltender Trockenheit bewässert werden. Prüfen Sie dazu die Feuchtigkeit im Boden, indem Sie den Finger 2 bis 3 cm tief in die Erde stecken. Ist der Boden trocken, geben Sie der Bergenie einen kräftigen Wasserstoß. Trockenheit verzögert zwar das Wachstum, ist aber besser als zu viel Wasser.
Bergenien sind anpassungsfähig und wachsen in verschiedenen Böden, bevorzugen jedoch humusreiche, gut durchlässige Erde. Im Frühjahr, sobald das neue Wachstum einsetzt, empfiehlt sich die Gabe eines langsam wirkenden, universellen Düngers. Beachten Sie dabei die Anwendungshinweise auf der Verpackung, um Verbrennungen an den Wurzeln zu vermeiden.
In besonders kalten und windigen Lagen sollten Bergenien durch eine Windschutzpflanze oder andere Schutzmaßnahmen, wie Sträucher, Ziergräser oder kleine Bäume, vor Frost geschützt werden. Entfernen Sie im Frühjahr abgestorbene oder stark beschädigte Pflanzenteile, um die Gesundheit der Staude zu fördern.
Beliebte Bergenien-Sorten
- Bergenia cordifolia ‚Winter Glow‘: Mit roten Stielen und nickenden pinkfarbenen Blüten wächst sie 30 bis 40 cm hoch und 45 bis 60 cm breit.
- Bergenia cordifolia ‚Bressingham White‘: Ihre weißen Blüten sind ideal für einen Mondgarten. Sie wird ähnlich groß wie ‚Winter Glow‘, ist aber etwas kompakter.
- Bergenia cordifolia ‚Angel Kiss‘: Eine der kleineren Sorten mit 20 bis 25 cm Höhe und 25 bis 30 cm Breite; Blütenfarben von Weiß bis zartrosa.
- Bergenia cordifolia ‚Ballawley‘: Die größte Sorte mit bis zu 60 cm Wuchshöhe und 45 cm Breite, auffällig mit rosenroten Blüten und roten Stielen.
- Bergenia cordifolia ‚Solar Flare‘: Bekannt für seine gelbgrün panaschierten Blätter und magentafarbenen Blüten, mittlere Größe: 25 bis 40 cm hoch und 45 cm breit.
Vermehrung und Teilung von Bergenien
Um mehr Bergenien zu erhalten, lohnt sich alle drei bis vier Jahre eine Teilung der Pflanzen, da die Stauden sonst zu dicht werden und in der Mitte verkahlen. Die beste Zeit dafür ist der Frühling, sobald die Blütezeit vorüber ist. Graben Sie die Pflanzen vorsichtig aus und teilen Sie die Wurzelballen in mehrere Stücke. Neue Pflanzen können auch aus Blattachselstecklingen gezogen werden.
Alternativ lassen sich Bergenien auch aus Samen ziehen. Säen Sie die Samen im Herbst oder Frühjahr direkt ins Beet oder starten Sie die Keimlinge im Haus bei mindestens 13 °C. Nach zwei bis drei Wochen keimen die Samen und können anschließend ins Freiland umgesetzt werden.
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