« `html
Gummibaum richtig pflegen und vermehren
Über den Gummibaum
Der Gummibaum (Ficus elastica) ist ein immergrüner Tropenbaum, der ursprünglich in Südchina, Südostasien und Indonesien beheimatet ist. Früher wurde sein milchiger Saft zur Herstellung von Naturkautschuk genutzt, bevor synthetischer Gummi aufkam. Während der Hauptlieferant von Naturkautschuk die Kautschukpflanze (Hevea brasiliensis) ist, enthalten auch Gummibäume genügend Latex, um Gummi herzustellen.
In Nordostindien werden die Wurzeln des Gummibaums traditionell für lebende Brücken verwendet. Dabei werden die Wurzeln entlang toter Baumstämme geführt, die über Flüsse gespannt sind. Während der Stamm verwest, wachsen die Wurzeln auf die andere Seite und verdicken sich, sodass sich eine stabile, flexible Brücke bildet. Der Name „elastica“ ist somit auch buchstäblich Programm!
Als Zimmerpflanze ist der Gummibaum sehr beliebt, da er auch mit wenig Licht zurechtkommt und die Luftqualität in Innenräumen verbessert.
Standort und Wachstum
Gummibäume eignen sich sowohl als mittelgroße Zimmerpflanzen als auch als imposante Einzelbäume. Junge Pflanzen passen sich besser an das Innenraumklima an als ältere Exemplare. Im Sommer profitieren Sie davon, die Pflanzen nach draußen zu stellen, damit sie schneller wachsen können. Wer den Gummibaum kompakt halten möchte, lässt ihn in kleineren Töpfen stehen.
Der perfekte Standort
Der Gummibaum fühlt sich in Räumen mit mittlerem Licht am wohlsten – weder zu nah am Fenster noch zu weit entfernt. Ideal sind Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie Küche oder Bad. Steht der Gummibaum im Wohnzimmer oder Schlafzimmer, sollten die Blätter regelmäßig besprüht werden oder der Topf auf ein Tablett mit feuchten Kieselsteinen gestellt werden, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Vermehrung des Gummibaums
Die Vermehrung gelingt leicht über Stecklinge. Schneiden Sie etwa 10 cm lange Triebspitzen ab, entfernen Sie die Blätter am unteren Drittel und stellen Sie die Stecklinge für 30 Minuten ins Wasser. Danach pflanzen Sie sie in feuchte Erde und bedecken den Topf mit einer durchsichtigen Plastiktüte. Stellen Sie das Ganze an einen hellen, aber sonnengeschützten Platz.
Alternativ können die Stecklinge auch mehrere Monate im Wasser wurzeln, bevor sie eingepflanzt werden. Die Vermehrung in Erde ist jedoch zuverlässiger.
Pflanzenpflege
Licht
Gummibäume bevorzugen viel helles, aber diffuses Licht. Morgendliche Sonne vertragen sie gut, während die direkte Nachmittagssonne die Blätter verbrennen kann. Bei zu wenig Licht werden die Pflanzen langbeinig, verlieren untere Blätter und die Blätter verlieren ihren Glanz.
Erde
Für den Boden sind Gummibäume wenig anspruchsvoll. Ein gut durchlässiges Substrat, beispielsweise ein Kakteenerde-Mix, ist ideal. Sie mögen leicht sauren Boden. Wie andere Ficusarten „verbrauchen“ sie im Lauf der Zeit ihre Erde, sodass die Wurzeln gelegentlich freiliegen. Dann einfach frische Erde hinzufügen.
Bewässerung
Gummibäume mögen gleichmäßig feuchte Erde, sollten jedoch nicht im Wasser stehen. Sie vertragen keine Trockenheit. Prüfen Sie die Feuchtigkeit in den obersten Erdschichten und gießen Sie erst, wenn die Erde trocken und bröselig ist.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Gummibäume sind empfindlich gegenüber kalten Zugluft. Unter solchen Bedingungen wachsen sie schwach, werden langbeinig und die Blätter vergilben, braun und fallen ab. Optimal sind moderate Temperaturen zwischen 15 und 24 Grad Celsius sowie eine mittlere Luftfeuchtigkeit. Bei trockener Heizungsluft empfiehlt sich ein Luftbefeuchter.
Düngung
Während der Wachstumsphase können Sie schwachen Flüssigdünger geben. Gesunde Gummibäume benötigen relativ viel Nährstoffe. Um ein zu starkes Wachstum zu vermeiden, was zu langen Trieben und wurzelgestressten Pflanzen führt, empfiehlt sich eine eher sparsame Düngung im Innenbereich.
« `
