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Wie man Kartoffelkeime richtig pflanzt – Schnell und einfach
Kartoffeln sind ein äußerst vielseitiges Gemüse, das sich in fast jedem Boden anbauen lässt. Sie sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch besonders lohnend – sowohl wegen der Ernte als auch ihrer einfachen Handhabung.
Wenn Sie gerne Ihr eigenes Gemüse anbauen oder ein spannendes Gartenexperiment mit Kindern starten möchten, bieten ausgetriebene Kartoffeln eine ideale Gelegenheit.
Warum treiben Kartoffeln aus?
Kartoffeln verfolgen – wie alle Pflanzen – ein Ziel: sich fortzupflanzen und eine neue Generation zu bilden. Selbst unter ungünstigen Bedingungen versuchen sie, diesen Prozess voranzutreiben.
Die Kartoffelkeime erscheinen als weiße „Wurzeln“, die aus der Knolle wachsen. Manchmal zeigen sie grüne oder rötlich-violette Farbtöne.
Keimende Kartoffeln signalisieren, dass sie in die nächste Lebensphase übergehen und eine neue Pflanze entwickeln wollen. Lange Keime entstehen vor allem, wenn die Knollen zu lange liegen – sie suchen förmlich nach Erde, um dort Wurzeln zu schlagen und eine dauerhafte Heimat zu finden.
So pflanzen Sie Kartoffelkeime richtig
Die passenden Keime auswählen
Zunächst müssen Sie die Keime vorsichtig von der Knolle trennen. Eine Kartoffel hat meist mehrere Keime, nicht nur einen. Schneiden Sie die Kartoffel daher in so viele Stücke, wie Keime vorhanden sind. So bleibt jeder Keim an einem Stück Kartoffel erhalten.
Wie viele Keime Sie benötigen, hängt von der gewünschten Anzahl der Pflanzen ab. Für zehn Pflanzen brauchen Sie beispielsweise zehn Keime.
Die Keimstücke trocknen lassen
Nach dem Zerschneiden sollten die Kartoffelstücke für einige Tage an einem sonnigen, luftigen Ort trocknen. Das verringert die Gefahr, dass die Knollen nach dem Pflanzen faulen.
Die Keime einsetzen
Sobald die Stücke getrocknet sind, können Sie sie pflanzen. Am besten erfolgt die Pflanzung im frühen Frühjahr – je nach Region zu unterschiedlichen Zeiten.
Graben Sie ein etwa 15 cm tiefes Loch und platzieren Sie die Kartoffelstücke mit dem Keim nach oben darin. Zwischen den Pflanzen sollten Sie rund 30 cm Abstand lassen, da Kartoffeln unterirdisch als Gruppe wachsen und viel Platz brauchen.
Danach bedecken Sie die Keimlinge gut mit Erde und geben ordentlich Wasser.
Pflege der Kartoffelpflanzen
Die Keime entwickeln sich zu Stängeln mit Blättern. Sobald die Pflanzen etwa 30 cm hoch sind, häufeln Sie die Erde an, sodass etwa vier Zentimeter des obersten Teils der Pflanze bedeckt sind. Diese Methode schützt vor Sonnenbrand und regt die Knollenbildung an.
Die jungen Kartoffeln wachsen entlang des im Boden liegenden Stängelabschnitts. Durch wiederholtes Häufeln fördern Sie die Produktion weiterer Knollen.
Ernte der Kartoffeln
Wenn die Pflanzen blühen, hören Sie mit dem Häufeln auf und beginnen vorsichtig, kleine Kartoffeln auszugraben. Diese sind zart und dünnhäutig und sollten bald verwendet werden. Nutzen Sie einen Handspaten, um die Knollen schonend zu bergen.
Um Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken, verteilen Sie Mulch um die verbleibenden Pflanzen.
Sobald das Kraut braun wird, schneiden Sie es bodennah ab. Nach 14 bis 21 Tagen, wenn die Schale fest geworden ist, können Sie die restlichen Kartoffeln ausgraben. Wählen Sie dafür einen trockenen Tag, da nasser Boden die Arbeit erschwert.
Graben Sie die gesamte Pflanze vorsichtig mit einer Grabegabel aus und lassen Sie die frisch geernteten Kartoffeln einige Stunden auf dem Boden liegen, damit überschüssige Feuchtigkeit verdunstet.
Lagern Sie die Kartoffeln anschließend an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort für circa zwei Wochen zur Nachreifung. Danach entfernen Sie losen Erdschmutz und bewahren die Knollen idealerweise bei 2 bis 4 °C auf, beispielsweise in einem kühlen Keller.
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