15 Häufige Cannabis-Schädlinge und Wie Sie Ihre Ernte Schützen Können
Der Anbau einer großartigen Cannabis-Ernte ist eine lohnende Erfahrung – doch nichts ist enttäuschender, als wenn hungrige Schädlinge und Tiere Ihre Pflanzen zerstören. Viele natürliche Feinde lieben es, an Cannabis zu knabbern, und es gibt zahlreiche Strategien, um Ihre Pflanzen effektiv zu schützen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Schädlinge am häufigsten sind und wie Sie Ihre Ernte mit nachhaltigen Methoden vor ihnen bewahren können.
Wie Tiere Ihre Cannabis-Pflanzen Bedrohen
Viele Tiere entwickeln eine Vorliebe für Cannabis und können schnell großen Schaden anrichten. Je nach Region variiert die Tierwelt, die Ihre Pflanzen gefährdet. Hier sind die wichtigsten Schädlinge der Tierwelt und praktische Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung.
1. Rehe
Obwohl Cannabis normalerweise nicht die erste Wahl für Rehe ist, können sich manche Arten durchaus daran laben. Der beste Schutz liegt in einem stabilen Zaun oder einem Gewächshaus, um Ihre Pflanzen vor Rehen, Elchen und anderen großen Pflanzenfressern zu sichern. Oder vielleicht mögen Sie Wildbret?
2. Kaninchen
Kaninchen fressen gerne Cannabispflanzen, treten junge Setzlinge kaputt und verzehren Blätter sowie Blüten in kurzer Zeit. Graben Sie deshalb einen mindestens 30 cm tiefen Zaun und biegen Sie ihn nach außen, um das Untergraben zu verhindern. Streuen Sie außerdem Kot von natürlichen Feinden wie Kojoten oder Wölfen rund um das Gelände – der Geruch hält Kaninchen fern.
3. Murmeltiere, Waldmurmeltier, Präriehunde und Erdhörnchen
Diese bodenbewohnenden Tiere sind bekannt für ihre unersättlichen Appetit auf Pflanzen und können täglich mehrere Pfund Grünfutter verschlingen, darunter auch Cannabis. Abhilfe schaffen hier ebenfalls tiefe, nach außen gebogene Zäune und Duftstoffe von Raubtieren.
4. Mäuse und Ratten
Auch wenn Mäuse und Ratten nicht „high“ werden, knabbern sie gerne an Stielen und unteren Zweigen. Um Ihr Gewächshaus oder den Außenbereich zu schützen, halten Sie Türen gut verschlossen und stellen Sie Fallen mit schmackhaftem Köder auf – ohne Gift, um ökologische Schäden zu vermeiden. Eulen und Streunerkatzen helfen ebenfalls, die Nagetierpopulation zu kontrollieren.
5. Maulwürfe
Maulwürfe können Wurzelsysteme beschädigen, was sich durch welkende Pflanzen bemerkbar macht. Ein zwei Meter tiefes Zaungraben mit nach außen gewölbtem Drahtgitter verhindert das Eindringen. Da Maulwürfe nicht durch Draht graben können, ziehen sie weiter.
6. Hunde
Obwohl Hunde auf den ersten Blick keine Schädlinge sind, können sie große Probleme verursachen. Sie locken Milben auf die Pflanzen, die sich dort ansiedeln – und manche Hunde lieben sogar den Geschmack von Cannabis-Buds. Halten Sie Hunde und auch Hunde von Nachbarn unbedingt fern vom Anbauort und Ihren Trocknungsräumen.
7. Katzen
Katzen sind zwar etwas weniger schädlich als Hunde, können aber ebenfalls Schaden anrichten und Milben übertragen. Zusätzlich können manche Katzen von den Harzdrüsen der Blüten angezogen werden, was für sie giftig ist. Ein katzenfester Zaun mit nach außen gerichteter Überdachung hält die Tiere vom Anbau fern.
Die Größten Insekten-Schädlinge bei Cannabis
Die meisten Schäden an Cannabispflanzen werden von Insekten verursacht. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Schädlinge und wie Sie Ihre Ernte schützen können.
8. Milben
Milben, wie Spinnmilben oder Breite Milben, ernähren sich vom Pflanzensaft und hinterlassen weißliche, gelbe oder schwarze Flecken. Ein trockenes Klima begünstigt sie, daher hilft es, die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus zu erhöhen. Eine Spray-Behandlung mit verdünntem Neem-Öl oder Wasser mit Ecotenon sorgt ebenfalls für Abhilfe.
9. Minierfliegen (Leaf Miners)
Diese Schädlinge hinterlassen weiße oder braune Linien auf den Blättern und können Ihre Pflanzen stark schädigen. Die manuelle Entfernung ist wichtig: Kontrollieren Sie Blätter und zerdrücken Sie die Larven. Zusätzlich fangen doppelseitige Klebebänder an Stängeln die erwachsenen Insekten ab und verhindern weitere Schäden.
10. Thripse
Machen sich silberne Flecken und trockene Blätter breit, könnten Thripse Schuld sein. Auch hier helfen klebrige Klebebänder und Neem-Öl-Sprays, um die Chlorophylldiebe fernzuhalten.
11. Raupen
Verschiedene Raupenarten fressen Blätter oder bohren sich ins Pflanzengewebe. Pflanzen Sie Schafgarbe und Königin-Annes-Spitze nebenan, um parasitäre Schlupfwespen anzulocken. Auch Gottesanbeterinnen als natürliche Fressfeinde sind sehr hilfreich.
12. Blattläuse
Diese saugen Pflanzensäfte und hinterlassen klebrige Ausscheidungen, die Ameisen anlocken. Die Kontrolle gelingt durch das Fördern von Florfliegen und Marienkäfern sowie das Abspritzen mit Neem-Öl.
13. Heuschrecken
Heuschrecken können ganze Pflanzen schnell zerstören, da sie nachts fressen. Hühnchen und Enten können helfen, die Population zu reduzieren, während ein Seifenspülmittel auf den Blättern unattraktiv wirkt.
14. Weiße Fliegen
Kleine weiße Fliegen, die beim Berühren auffliegen, sind ein häufiges Problem. Basilikum, Kapuzinerkresse und Ringelblume am Pflanzenrand wirken vorbeugend. Zum Entfernen bieten sich abwechselnde Sprays aus Neem-Öl und unparfümierter Kastilienseife an.
15. Schnecken und Nacktschnecken
Diese lassen sich leicht morgens und abends absammeln. Sie können als Futter für Hühner oder Enten genutzt werden. Zusätzlich helfen Schneckenfallen und biologische Mittel wie Nematoden. Salzmischungen und Kreide bieten ebenfalls mechanische Barrieren.
Fazit: Effektiver Schutz vor Cannabis-Schädlingen
Das Verhindern von Schädlingen bei Cannabis ist eine Kombination aus guter Standortwahl, vorbeugenden Maßnahmen und gezielter biologischer Bekämpfung. Die meisten Tiere lassen sich mit robusten Zäunen, natürlichen Feinden und abschreckenden Gerüchen fernhalten. Insektenschädlinge bekämpfen Sie am besten mit Neem-Öl, Nützlingen und mechanischen Mitteln. So erhalten Sie eine gesunde, ertragreiche Ernte ohne Chemie.
Setzen Sie auf nachhaltigen Pflanzenschutz und schützen Sie Ihre Cannabis-Pflanzen effektiv vor den 15 häufigsten Schädlingen!
