20 der besten Begleitpflanzen für Kartoffeln (und einige, die man vermeiden sollte)

Die 20 besten Mischkulturen für Kartoffeln – und Pflanzen, die Sie vermeiden sollten

Kartoffeln sind eine hervorragende und ertragreiche Kulturpflanze, die in jedem Selbstversorgergarten nicht fehlen darf. Werden sie richtig angebaut, können Sie bequem eine Schubkarre voller Kartoffeln aus jeder Reihe ernten. Ein bewährtes Mittel zur Steigerung von Ertrag und Pflanzengesundheit ist die Mischkultur, auch als Begleitpflanzung bekannt. Kartoffeln reagieren besonders gut auf passende Begleitpflanzen.

Wenn Sie das Konzept der Begleitpflanzung noch nicht genutzt haben, sind Kartoffeln die ideale Kultur, um damit zu starten. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die besten Kartoffel-Begleitpflanzen, die richtigen Kombinationen zur Steigerung von Ernte und Pflanzengesundheit sowie welche Pflanzen Sie besser nicht neben Kartoffeln setzen sollten.

Die besten Begleitpflanzen für Kartoffeln

Die Begleitpflanzung funktioniert nach dem Prinzip der Polykultur: Sie pflanzen verschiedene Gemüse- und Kräuterarten nebeneinander und fördern so eine gesündere Pflanzenvielfalt und bessere Erträge. Kartoffeln profitieren von einer durchdachten Nachbarschaft, weil sie so Krankheiten und Schädlingsbefall reduzieren und den Boden besser nutzen können.

1. Kohlgewächse (Brassicas)

Kartoffeln harmonieren gut mit Kohlarten wie Weißkohl, Blumenkohl, Grünkohl und Brokkoli, da Brassicas flache Wurzelsysteme haben und somit nicht mit den tiefer liegenden Kartoffelknollen um Nährstoffe konkurrieren. Ein kleiner Trick: Da Kohl eher alkalische und Kartoffeln leicht saure Böden bevorzugen, hilft Mulchen der Kartoffelreihen mit Kiefernrinde zur Regulierung des pH-Werts.

2. Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte wie Schwarzaugenbohnen, Saubohnen, Kichererbsen und Linsen fügen dem Boden Stickstoff hinzu, den Kartoffeln sonst stark verbrauchen. Im Gegenzug helfen Kartoffeln dabei, Schädlinge wie den Mexikanischen Bohnenkäfer fernzuhalten. Auch Erdnüsse sind aufgrund ihrer ähnlichen Ansprüche eine interessante Begleitpflanze, sollten aber ausreichend Abstand zueinander haben, falls sie zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden müssen.

3. Mais

Mais hat ein flacheres Wurzelsystem und spendet wertvollen Schatten für Ihre Kartoffelpflanzen, ohne ihnen das Licht komplett wegzunehmen – achten Sie nur darauf, die Pflanzen so zu setzen, dass genügend Sonne durch das Beet fällt. Außerdem kann Mais den Geschmack der Kartoffeln verbessern. Die Vegetationszeit von Mais und Kartoffeln ist ähnlich, sodass sie sich gut ergänzen und den Gartenraum optimal ausnutzen.

4. Meerrettich

Meerrettich ist zwar eher ungewöhnlich im heimischen Gemüsegarten, wird aber als großartiger Begleiter für Kartoffeln geschätzt. Er soll den Geschmack der Kartoffeln verbessern und wirkt zudem als natürlicher Schutz vor dem gefürchteten Kartoffelkäfer. Weitere Krankheiten sollen durch die Stärkung der Abwehrkraft der Pflanzen eingedämmt werden. Meerrettich vertreibt außerdem Blattläuse, Ölkäfer, Weiße Fliegen und einige Raupenarten. Da die Pflanze sehr wuchsfreudig ist und aus Wurzelresten erneut austreibt, empfiehlt sich die Anlage in Töpfen zwischen den Kartoffelreihen.

5. Koriander

Koriander ist für Kartoffeln so etwas wie Basilikum für Tomaten – eine klassische Kombination. Koriander zieht hilfreiche Insekten an, etwa Marienkäfer, parasitäre Wespen und Schwebfliegen, die den Kartoffelkäfer bekämpfen. Zusätzlich vertreibt Koriander Blattläuse, Spinnmilben sowie verschiedene Motten- und Fliegenarten.

6. Lauch

Lauch ist eine weitere Pflanze mit flachem Wurzelsystem, die Nährstoffe aus einer anderen Bodenschicht zieht als Kartoffeln. Viele Gerichte verbinden Lauch und Kartoffel perfekt – wie wäre es mit Lauch-Kartoffel-Suppe? Diese Kombination lässt sich also auch kulinarisch empfehlen.

7. Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse kann man als „Lockpflanze“ einsetzen, um Blattläuse und Kartoffelkäfer von den Kartoffeln fernzuhalten, ein Verfahren genannt Fangepflanzen. Besser ist es, Kapuzinerkresse weit genug wegzupflanzen oder in Töpfen zu setzen, da sie sonst schnell im Garten wuchert.

8. Schnittlauch

Schnittlauch lässt sich hervorragend als Umrandung der Kartoffelpflanzen kultivieren. Die Pflanze bevorzugt die durch die Kartoffeln gespendete Schattenpartie und ist eine köstliche Ergänzung zu Kartoffelgerichten.

9. Kopfsalat

Kopfsalat kann gut zwischen Kartoffelreihen wachsen, da er flache Wurzeln hat und so den Platz optimal nutzt. Besonders geeignet sind Sorten für „Pick-and-come-again“, die mehrfach geerntet werden können.

10. Thymian

Thymian verleiht den Kartoffeln ein erdiges Aroma und vertreibt lästige Flohkäfer. Wenn der Thymian blüht, zieht er zudem Bienen an, die zur Bestäubung im Garten beitragen.

11. Salbei

Salbei kann die lästigen Fraßspuren von Flohkäfern auf Kartoffelblättern reduzieren und sollte daher dicht an die Kartoffelreihen gesetzt werden.

12. Petersilie

Petersilie zieht Schwebfliegen an, die viele Kartoffel-Schädlinge fressen, und stärkt angeblich auch den Geschmack der Ernte.

13. Kamille

Kamille duftet stark, vertreibt Schädlinge und zieht nützliche Insekten an. Sie ist eine wertvolle Pflanze im Gemüsebeet und kann zudem als aromatischer Tee genutzt werden.

14. Basilikum

Basilikum schützt Kartoffeln vor Blattläusen, Weißen Fliegen und verschiedenen Käferarten und lockt zugleich Bestäuber sowie Schmetterlinge an.

15. Erbsen

Erbsen wachsen gut nach oben und spenden Kartoffeln Schatten, sollten aber nicht zu hoch werden, damit die Kartoffeln pünktlich reifen können. Sie liefern auch Stickstoff für den Boden.

16. Ringelblumen

Ringelblumen halten Kartoffelkäfer fern und können zwischen Kartoffelreihen oder am Beet-Rand gepflanzt werden. Zudem sind sie essbar und verschönern den Garten.

17. Schafgarbe

Schafgarbe lockert mit ihrem tiefreichenden Wurzelwerk den Boden und soll angeblich den Geschmack der Kartoffeln verbessern. Außerdem zieht sie nützliche Insekten an.

18. Petunien

Petunien ziehen Nützlinge und Bestäuber an, ohne Kartoffelpflanzen zu beeinträchtigen.

19. Steinkraut (Alyssum)

Steinkraut ist ein bunter Bodendecker, der Unkraut unterdrückt, die Feuchtigkeit im Boden hält und nützliche Wespen anlockt, die Schädlinge fressen. Es harmoniert besonders gut mit flüssigem Kompost- oder Beinwelldünger.

20. Klee

Klee bindet Stickstoff im Boden, hält Unkraut fern und schützt vor Austrocknung. Er ist eine hervorragende Bodenbedeckung für Kartoffelbeete.

Pflanzen, die sich nicht mit Kartoffeln vertragen

Während einige Pflanzen sich als optimale Begleiter für Kartoffeln erweisen, gibt es auch Kulturen, die deren Wachstum hemmen oder Krankheiten fördern. Diese sollten Sie bewusst vermeiden:

  • Zwiebeln: Hemmen signifikant das Wachstum von Kartoffelpflanzen. Halten Sie mindestens vier Reihen Abstand.
  • Fenchel: Hemmt die Entwicklung der Kartoffelknollen und zieht Schwalbenschwanzraupen an, die auch Kartoffeln schädigen.
  • Gurken: Sehr anfällig für Krautfäule, wie auch Kartoffeln, daher Abstand halten. Zudem Konkurrenz um Nährstoffe.
  • Himbeeren: Erhöhen das Risiko einer Krautfäule im Kartoffelbeet.
  • Kürbis: Wachsen langsam und stark nährstoffbedürftig, was beiden Pflanzen schadet.
  • Zucchini: Starke Konkurrenten um Nährstoffe; vermeiden Sie eine zu enge Nachbarschaft.
  • Sonnenblumen: Diese beeinträchtigen das Wachstum und die Form der Kartoffeln, wenn zu nah gepflanzt.

5 Profi-Tipps für eine erfolgreiche Kartoffel-Begleitpflanzung

  1. Verwenden Sie zertifiziertes Pflanzgut von guter Qualität, um Krankheiten zu vermeiden.
  2. Wählen Sie Begleitpflanzen, die den Kartoffelwurzeln Schatten spenden und die Bodenfeuchtigkeit erhalten.
  3. Düngen Sie mit flüssigem Beinwell- oder Komposttee, den Kartoffeln besonders lieben.
  4. Setzen Sie möglichst mehrere Begleitpflanzen zusammen, um synergistische Effekte zu erzielen und den Ertrag zu erhöhen.
  5. Da Kartoffeln stark zehrend sind, versorgen Sie den Boden ausreichend mit reifem Kompost und Mist, damit keine Nährstoffkonkurrenz entsteht.

Durch die Kombination mit den richtigen Begleitpflanzen schaffen Sie ein gesundes Bodenleben, minimieren Schädlingsbefall und verbessern den Geschmack und Ertrag Ihrer Kartoffeln deutlich. Probieren Sie diese Tipps und lassen Sie Ihren Kartoffelgarten erblühen!

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