22 Späte Blühende Blumen, um Bestäuber bis in den Spätherbst zu Füttern
Bestäuber sind unverzichtbar für unser Ökosystem und die Lebensmittelproduktion. Während viele Gärtner wissen, wie man Bestäuber im Frühling und Sommer anzieht, ist es oft unklar, wie man ihnen bis in den Spätherbst und sogar Winter Nahrung bieten kann. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten bestäuberfreundlich gestalten und welche späten Blütenpflanzen dabei besonders hilfreich sind.
Was sind Bestäuber und warum sind sie wichtig?
Bestäuber sind Tiere, die Pollen von einer Blüte zur anderen transportieren, wodurch die Befruchtung von Pflanzen ermöglicht wird. Zu den wichtigsten Bestäubern zählen Bienen, Schmetterlinge, Käfer, Vögel und sogar Ameisen. Sie spielen eine entscheidende Rolle dabei, dass Pflanzen Früchte und Samen bilden und somit unsere Nahrungsgrundlage sichern. Schätzungen zufolge hängt ein Drittel unseres Lebensmittelsystems von Bestäubern ab.
Was fressen Bestäuber?
Bestäuber ernähren sich hauptsächlich von Pollen und Nektar. Pollen liefert Protein, während Nektar Energie spendet. Umso wichtiger ist es, dass im Garten Pflanzen blühen, die ihnen auch spät im Jahr noch Nahrung bieten. Verschiedene Bienenarten bevorzugen unterschiedliche Pflanzen, daher ist eine vielfältige Auswahl sinnvoll.
Wie können Sie Bestäuber bis in den Spätherbst füttern?
- Pflanzen Sie eine Mischung aus einheimischen Pflanzen, die nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Spätsommer und Herbst blühen.
- Wählen Sie Blumen in unterschiedlichen Farben, Formen und Düften, um verschiedene Bestäuber anzulocken.
- Lassen Sie im Herbst blühende Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Kohl oder Senfgras überwinternd stehen, da deren Blüten Nahrung bieten.
- Vermeiden Sie den Einsatz von Neonicotinoiden und anderen schädlichen Pestiziden, die den Bestäubern schaden.
- Bauen Sie eine spezielle Bestäuberwiese oder einen Bestäuber-Garten an.
Bestäuberfreundlicher Garten: Tipps für die Gestaltung
Ein Bestäuber-Garten ist gezielt darauf ausgelegt, den Tieren Nahrung und Lebensraum zu bieten. Pflanzen Sie einheimische Arten in Gruppen, da Bestäuber Blütencluster leichter finden. Kaufen Sie Pflanzen am besten bei lokalen, nachhaltigen Baumschulen oder ziehen Sie sie selbst aus Samen, um Pestizidrückstände zu vermeiden.
Liste der 22 späten und winterblühenden Pflanzen für Bestäuber
- Basilikum – lockt Hummeln, Honigbienen, Schmetterlinge und weitere Bestäuber an.
- Herbstfreude (Sedum Autumn Joy) – blüht von Sommer bis Spätherbst, zieht Honigbienen und Schmetterlinge an.
- Cleopatra-Sonnenhut – leuchtend gelb, beliebt bei Bienen, Faltern und Schwebfliegen.
- Eichenblatt-Hortensie – bietet Nektar und Pollen und gleichzeitig Nistplatz über Winter.
- Zitronenmelisse
- Ringelblumen
- Amerikanische Schönbeere
- Seidenpflanze (Milkweed)
- Lantana (orange und gelb besonders beliebt)
- Goldrute
- Aster (verschiedene Sorten)
- Sonnenblumen
- Salbei Greggii
- Ananassalbei
- Eisenkraut
- Joe-Pye-Kraut
- Bergminze
- Echinacea (Sonnenhut)
- Weißer Pestwurz (Bugbane)
- Sommerflieder (Schmetterlingsstrauch), Zwergsorten
Diese Liste deckt viele gängige und effektive Pflanzen ab. Für Ihre Region lohnt sich ein Blick auf spezialisierte Seiten wie die Xerces Society mit regionalen Pflanzempfehlungen.
Auch einheimische Bäume und Sträucher als Bestäuberförderer
Einheimische Gehölze sind bestens an das lokale Klima angepasst, benötigen wenig Pflege und bieten wertvolle Ressourcen für Bestäuber. Im Gegensatz zu vielen exotischen Arten können sie ohne großen Aufwand wildlebenden Insekten helfen.
Empfohlene Literatur für Gartenfreunde und Naturliebhaber
- Pollinators of Native Plants von Heather Holm
- Pollinator Friendly Gardening von Rhonda Hayes
- 100 Plants to Feed Bees von der Xerces Society
- Attracting Native Pollinators von der Xerces Society
Fazit: So machen Sie Ihren Garten bestäuberfreundlich bis in den späten Herbst
Mit der richtigen Planung und Auswahl von Blumen können Sie Ihren Garten bis in den späten Herbst und sogar Winter in eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge & Co. verwandeln. So stärken Sie nicht nur die lokale Biodiversität, sondern erhöhen auch Ihre eigene Ernteerträge nachhaltig.
Teilen Sie gerne in den Kommentaren, wie Sie selbst Ihren Garten bestäuberfreundlich gestalten oder welche späten Blüten Sie empfehlen!
