23 Ärgerliche Kürbisschädlinge und wie Sie sie bekämpfen
Kürbisse sind beeindruckende Früchte mit ihrer Vielfalt an Formen, Größen und Farben. Sie schmecken nicht nur köstlich, sondern machen auch großen Spaß beim Anbauen. Doch der Anbau kann manchmal frustrierend sein, da Kürbisse von zahlreichen Schädlingen befallen werden können.
Im Folgenden finden Sie die häufigsten Probleme, die beim Kürbisanbau auftreten können. Lassen Sie sich von der Länge der Liste nicht abschrecken – gut vorbereitet zu sein, ist der beste Weg, um Ihren Kürbisgarten gesund und produktiv zu halten.
1. Kürbiswanzen (Squash Bugs)
Diese flachen, braunen Käfer saugen den Pflanzensaft aus den Kürbispflanzen, was zu Welken und sogar zum Absterben führen kann. Herkömmliche Insektizide wirken kaum auf ausgewachsene Tiere, daher ist Prävention entscheidend.
- Entfernen Sie regelmäßig Laubreste vom Boden.
- Kontrollieren Sie täglich die Blätter auf rötliche Eier und entfernen Sie diese vorsichtig.
- Entsorgen Sie die Eier, indem Sie sie Hühnern verfüttern oder in heißem Wasser mit Essig und Spülmittel ertränken.
- Bei erwachsenen Käfern können doppelseitiges Klebeband an den Stängeln helfen oder das Absammeln und Ertränken.
2. Kürbis-Gurkenbohrer (Vine Borers)
Diese orange-schwarzen insektenähnlichen Tiere sehen wie Wespen aus. Ihre Larven bohren sich in die Stängel von Kürbis und Zucchini und fressen sich hinein, was zum Absterben der Pflanze führt.
- Tiefes Umgraben im Herbst und Frühling fördert die Freilegung der Larven, sodass Vögel sie fressen können.
- Gelbe Schalen mit einer Mischung aus Wasser, Essig, Spülmittel und gelber Lebensmittelfarbe können als Lockstoff wirken und die Insekten darin ertränken.
3. Blattläuse (Aphids)
Blattläuse sind meist eher lästig, tragen aber Viren, die schwere Schäden verursachen können. Sie fliegen von Nachbars Garten oder werden von Besuchern eingeschleppt.
- Neemöl und insektizide Seifen helfen gegen Läuse.
- Fördern Sie Marienkäfer als natürliche Fressfeinde.
- Verteilen Sie Kieselgur, achten Sie jedoch darauf, dass diese auch Marienkäfer töten kann.
4. Rüsselwürmer (Armyworms)
Diese Raupen verschiedener Mottenarten können Ihre Kürbispflanzen innerhalb weniger Tage kahlfressen. Sie sind grün oder gelblich mit braunen oder roten Streifen am Rücken.
- Absammeln und ertränken oder als Futter für Geflügel verwenden.
- Behandlung mit Bacillus thuringiensis (Bt)-Spray schützt Ihren Garten.
- Pflanzen Sie Schafgarbe, Dill, Koriander und Rainfarn, um parasitäre Brackwespen anzulocken, die die Raupen bekämpfen.
5. Gurkenkäfer (Cucumber Beetles)
Diese gestreiften oder gefleckten Käfer sind keine nützlichen Marienkäferverwandten, sondern schädliche Fressfeinde, die Ihre Pflanzen gründlich schädigen können.
- Verhindern Sie Befall durch Herbstumgraben und jährliche Fruchtfolge.
- Radieschen und Kapuzinerkresse zwischen den Kürbispflanzen halten die Käfer fern.
6. Thripse
Thripse sind zwar selten echte Kürbisschädlinge, können aber von nah gepflanzten Lauch- oder Getreidekulturen auf Kürbisse übergreifen.
- Vermeiden Sie das Pflanzen von Zwiebeln, Knoblauch und Getreide innerhalb von 3 Metern um die Kürbisse.
- Schützen Sie die Pflanzen mit reflektierenden Mulchfolien oder organischen Insektiziden.
7. Erdraupen (Cutworms)
Erdraupen fressen gerne nachts an Stängeln und verstecken sich tagsüber in Pflanzenresten und Holzstapeln.
- Schützen Sie die Pflanzenstängel mit Pappmanschetten, etwa aus Toilettenpapierrollen, die bis 1–1,5 cm in den Boden gedrückt werden.
- Streuen Sie Kieselgur aus oder sammeln Sie die Raupen regelmäßig von Hand ab.
- Pflanzen Sie Sonnenblumen oder Topinambur in der Nähe, um die Raupen umzulenken.
8. Loopers (Raupenfresser)
Loopers bevorzugen eigentlich Kohlgewächse, können aber Kürbisblätter als Futter nutzen, wenn diese in der Nähe sind.
- Absammeln und als Hühnerfutter verwenden oder ertränken.
- Abwehr durch anschließendes Pflanzen von Lauchgewächsen wie Knoblauch oder Zwiebeln.
- Hausgemachter Insektenspray aus Wasser, Minzseife, zerdrücktem Knoblauch und Cayennepfeffer wirkt ebenfalls.
9. Schnecken und Nacktschnecken (Slugs and Snails)
Schnecken sind eher ein Problem für junge Pflanzen, ältere Kürbisse kommen meist gut damit zurecht.
- Unsere Anleitung zum Schneckenbekämpfen hilft, Schäden zu minimieren.
Tierische Eindringlinge im Kürbisgarten
Ein eingezäunter Garten ist die beste Methode, um Kürbisse gegen die meisten tierischen Schädlinge zu schützen. Dennoch sind die Tiere findig und Einfallsreich.
10. Eichhörnchen (Squirrels)
Eichhörnchen lieben Kürbisse und können jungen oder gereiften Früchten schwer zusetzen. Sie reißen kleine Kürbisse ab oder knabbern sie auf.
- Spray aus scharfer Chilisoße (z.B. Big Daddy’s Ass Burn) mit Wasser und Spülmittel schützt die Früchte.
- Alternativ locken Sie Eichhörnchen mit Futter etwa 12 Meter entfernt vom Kürbisgarten an.
- Pflanzen Sie Nuss- und Obstbäume am anderen Ende Ihres Grundstücks.
11. Murmeltiere (Groundhogs)
Diese Nagetiere fressen alles, was sie finden, also auch Kürbisse. Ein tief im Boden verankerter Zaun mit nach außen gebogenen Drahtkanten ist effektiv.
- Knoblauch und Cayennepfeffer am Gartenrand verteilen.
- Chilisoßenspray auf die Pflanzen aufsprühen.
12. Kaninchen (Rabbits)
Auch Kaninchen können Ihren Kürbisgarten mit Freude leerkaufen.
- Stabile Zäune, die tief im Boden verankert sind, bieten Schutz.
- Prädatorurin oder -kot und Lauchgewächse als Abschreckung pflanzen.
- Bei starken Problemen können Ultraschallabwehrgeräte helfen, allerdings nur wenn keine haustierlichen Nagetiere zuhause sind.
13. Mäuse (Mice)
Mäuse bevorzugen junge, leicht zu nagen Kürbisse. Schutz bietet das Umhüllen kleiner Früchte mit Plastikbehältern, z.B. Erdbeerschalen mit Luftlöchern.
- Katzenstreu am Gartenrand streuen, um Mäuse fernzuhalten.
14. Rehe (Deer)
Rehe verschwenden keine Zeit und fressen Blattwerk, Früchte und zerstampfen dabei oft die Pflanzen.
- Verstreuen Sie Prädatorenkot (z. B. von Kojoten oder Wölfen) rund um den Garten.
- Hohe, stabile Zäune bieten Schutz, besonders bei Wildgehegen in der Nähe.
15. Elche (Moose)
Elche verursachen dieselben Schäden wie Rehe, nur in größerem Maßstab und sind schwerer zu vertreiben.
16. Opossums
Opossums fressen meist Überrestliches, können sich aber auch an jungen Kürbissen bedienen. Sie sind wahre Kletterkünstler, weshalb Zaunabdeckungen empfohlen werden.
- Verwenden Sie scharfes Chilisoßen-Spray als Abwehr.
17. Waschbären (Raccoons)
Waschbären sind äußerst geschickt im Überwinden von Zäunen und fressen alles, was ihnen begegnet.
- Prädatorenkot sowie nach außen gebogene Zaunspitzen helfen, Waschbären fernzuhalten.
- Kräuter wie Knoblauch, Curry und Cayennepfeffer um die Pflanzen streuen.
18. Stachelschweine (Porcupines)
Stachelschweine lieben Kürbisse und sind schwer abzuschrecken, da sie von Duftstoffen unbeeindruckt sind.
- Stabile Zäune sind die beste Schutzmaßnahme.
- Kühnere Abwehrversuche mit Chilischärfe können ausprobiert werden.
19. Ziegen (Goats)
Ziegen sind zwar keine typischen Kürbisschädlinge, freuen sich aber über den süßen Snack.
- Halten Sie Ziegen mit hohen, robusten Zäunen fern.
- Prädatorendünger kann zusätzlich wirksam sein.
20. Schafe (Sheep)
Wie Ziegen sind Schafe gelegentlich Kürbissünder, wenn auch etwas weniger aggressiv.
21. Füchse (Foxes)
Füchse zählen überraschend zu den Kürbisschädlingen, bevorzugen aber eher leichte Beute und schrecken vor Zäunen zurück.
- Tiefe, stabile Zäune mit Prädatorenkot bieten Schutz.
- Hütehunde oder Hofhunde können Füchse vertreiben.
22. Bären (Bears)
Bären sind die Könige unter den Kürbisschädlingen, denn welche Maßnahme hilft schon gegen einen Bären? Sie können Zäune zerstören und sind wenig empfindlich gegen scharfe Düfte.
In Bärengebieten sollten Sie eher auf Früherkennung und Schutzmaßnahmen mit Elektrozäunen und Lärm setzen.
23. Vögel
Viele Vogelarten lieben Kürbissamen und das Fruchtfleisch. Während kleine Singvögel selten durch die Schale kommen, helfen Krähen, Raben und größere Vögel beim Aufbrechen der Kürbisse.
- Netze schützen am besten vor Vogelfraß.
- Hühner und Truthähne können ebenfalls Kürbisse fressen und sollten bei Bedarf ferngehalten werden.
Mit regelmäßigem Beobachten, gezieltem Vorbeugen und der Kombination aus natürlichen und mechanischen Schutzmaßnahmen können Sie die meisten Kürbisschädlinge erfolgreich in Schach halten und Ihre Ernte sichern.
