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So ziehen Sie Ihren eigenen aromatischen Zimtbaum
Zimt gehört zu den beliebtesten und wertvollsten Gewürzen weltweit. Es verfeinert sowohl süße als auch herzhafte Speisen mit seinem einzigartigen, warm-süßen Aroma – besonders in der kalten Jahreszeit ist Zimt unverzichtbar.
Bereits seit der Antike wird Zimt nicht nur zum Kochen, sondern auch zu Heilzwecken genutzt. Erwähnungen finden sich in alten chinesischen und ägyptischen Schriften ebenso wie in der Bibel.
Woher stammt Zimt?
Dieses wunderbare Gewürz stammt aus der inneren Rinde des immergrünen Zimtbaums, der in tropischen Regionen beheimatet ist. Der Baum zeichnet sich durch seine dunkelgrünen, aromatischen Blätter aus.
Man unterscheidet zwei Formen von Zimt: getrocknete Zimtstangen (Quills) und gemahlenes Zimtpulver.
Zimt gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und umfasst etwa 2.500 Arten. Seine nächsten Verwandten sind Lorbeerblätter und Avocado. In den USA und Europa wird meist der süßere Cassia-Zimt verwendet, während in Lateinamerika, Indien und Asien der mildere Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) bevorzugt wird.
Die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile von Zimt
Zimt besitzt großes Heilpotenzial durch seine drei wesentlichen ätherischen Öle: Cinnamylacetat, Cinnamylalkohol und Zimtaldehyd.
- Zimtaldehyd hemmt die Blutgerinnung und kann so Blutgerinnsel reduzieren.
- Zimt wirkt antibakteriell und antifungal. Eine Studie von 2003 zeigte, dass ein paar Tropfen Zimtöl in einem Karotten-Eintopf das Wachstum bestimmter pathogener Bakterien über 60 Tage verhindern kann.
- Forschung an Menschen und Tieren belegt, dass Zimt den Blutzuckerspiegel regulieren und bei Typ-2-Diabetes senkend wirken kann.
- Zimt ist ein starker Antioxidans und schützt vor verschiedenen Krankheiten.
- Duft und Aroma von Zimt fördern die geistige Leistungsfähigkeit. Wer seine Konzentration steigern möchte, kann Zimtduft inhalieren oder zuckerfreien Zimtkaugummi kauen.
- Zimt fördert die Gesundheit von Darm und Herz, da er wichtige Mineralstoffe wie Mangan, Kalzium und Ballaststoffe enthält.
- Bei Erkältungen und Grippe wird Zimt wegen seiner antibakteriellen und wärmenden Eigenschaften geschätzt.
Einen Zimtbaum selbst ziehen
Ein Zimtbaum selbst zu ziehen war nie einfacher. Für die Innenraumdekoration gedeiht er am besten in gut durchlässiger, leicht saurer und trockener Erde. Mit regelmäßiger Schnittpflege oder größeren Töpfen kann der Baum von etwa einem Meter auf bis zu zweieinhalb Meter wachsen.
Zimt liebt Sonne und wächst am besten bei voller bis teilweiser Sonneneinstrahlung.
In den Klimazonen 9 und höher ist eine Pflanzung im Freien möglich, dabei benötigt der Zimtbaum nährstoffreichen Sandboden.
Vermehrung des Zimtbaums
Die Samen befinden sich in fleischigen Beeren. Sammeln Sie diese, reinigen und trocknen Sie die Samen sorgfältig. Wir empfehlen, die Aussaat direkt im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorzunehmen. Die Keimdauer beträgt etwa drei Wochen.
Nach vier Monaten pflanzen Sie die Jungpflanzen in größere Töpfe um und setzen sie später ins Freiland oder in größere Behälter. Die spätere Größe Ihres Zimtbaums hängt vom Topfvolumen ab.
Pflege des Zimtbaums
Zimt benötigt nur wenig Pflege, dank einer monatlichen Flüssigdüngung während der Wachstumsphase zeigt er sich jedoch dankbar. Schneiden Sie den Baum während der Erntezeit, um das Wachstum zu fördern.
Die Wurzeln neigen zum Austreiben, daher sollte regelmäßig gegossen werden. Die Temperatur darf weder drinnen noch draußen unter 15 Grad Celsius fallen. Planen Sie mindestens zwei Jahre von der Pflanzung bis zur ersten Ernte der Rinde ein.
Für eine gesunde Astentwicklung schneiden Sie die Zweige bis knapp über dem Boden zurück. Lassen Sie vier neue Triebe wachsen, die Sie in den folgenden zwei Jahren gerade schneiden. Ernten Sie die Stämme, wenn sie etwa drei Meter hoch und 2 bis 5 Zentimeter dick sind.
Wann und wie wird die Zimtrinde geerntet?
Ernten Sie die Rinde frühestens nach zwei Jahren – sowohl von jungen als auch von ausgewachsenen Trieben.
Für die Rinde junger Zweige schneiden Sie diese in ca. 7 cm lange Stücke, ritzen sie komplett ein und ziehen die Rinde ab. Die Rinde rollt sich beim Trocknen ein, was ganz normal ist.
Die Trocknung erfolgt an einem sonnigen, luftigen Ort.
Für die Rinde ausgewachsener Äste schneiden Sie diese ebenfalls in Stücke, ritzen sie an der Oberfläche ein, ohne sie komplett zu durchtrennen. Nach einem Bad in warmem Wasser lässt sich die Rinde leichter ablösen.
Entfernen Sie das Mark und trocknen die Rinde gut. Um dickere Zimtstangen (Quills) zu erhalten, legen Sie mehrere Rindenstücke zusammen.
Wie bewahren Sie Zimt richtig auf?
Lagern Sie Zimt stets trocken und kühl in luftdichten Behältern.
So holen Sie das Beste aus dieser außergewöhnlichen Pflanze heraus – ob als hübsche Zimmerpflanze oder als feines Gewürz, mit dem Sie Familie und Freunde überraschen können.
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