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Alles, was Sie wissen müssen, um Kürbisse aus Samen zu ziehen
Kürbisse sind eine beliebte Kultur für Hobbygärtner. Kinder freuen sich besonders, wenn sie die mächtigen Ranken wachsen sehen und später die orangen Früchte zum Schnitzen oder Backen ernten können. Manchmal klappt im Kürbisbeet jedoch nicht alles wie geplant. Es ist ärgerlich, wenn die Kürbisse bereits Monate vor Halloween erntereif sind oder umgekehrt nicht rechtzeitig bis zum Erntedankfest reifen. Deshalb ist der richtige Zeitpunkt für die Pflanzung entscheidend, um die Kürbisse genau zum gewünschten Zeitpunkt ernten zu können. Im Folgenden erfahren Sie alle wichtigen Faktoren, die bei der Kürbispflanzung zu beachten sind, damit Sie perfekt planen können.
Wichtige Faktoren für den Pflanzzeitpunkt
Viele Bedingungen beeinflussen, wann der beste Zeitpunkt für die Kürbispflanzung ist. Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden die meisten davon ausführlich erklärt. Hier zunächst eine Übersicht:
- Bodentemperatur
- Lufttemperatur
- Feuchtigkeitsgehalt im Boden
- Regionale Frosttermine (erster und letzter Frost)
- Kürbissorte
- Reifezeit der jeweiligen Sorte
- Ob Sie aus Samen oder aus Jungpflanzen ziehen
So ziehen Sie Kürbissamen
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder entnehmen Sie die Samen direkt aus einem frischen Kürbis oder Sie kaufen fertige Samen im Gartencenter. Entscheiden Sie sich für die erste Variante, sollten Sie die Samen vor dem Pflanzen vorbereiten.
Zunächst müssen die Samen von Fruchtfleischresten befreit werden. Spülen Sie sie in einem Sieb unter kaltem Wasser gründlich ab. „Anschließend sortieren Sie die größten und kräftigsten Samen aus, denn diese entwickeln sich am besten“, empfiehlt Watson. Anschließend die Samen auf einem Papiertuch lufttrocknen lassen.
Wenn Sie nicht sofort pflanzen möchten, können Sie die Samen in einem Briefumschlag kühl im Kühlschrank lagern.
Für gekaufte Samen empfiehlt Watson folgende Sorten: Autumn Gold eignet sich gut zum Schnitzen, Dill’s Atlantic Giant für Riesenkürbisse bis zu 90 kg und Casper für reinweiße Kürbisse.
Beim Pflanzen gilt: „Pflanzen Sie die Samen in etwa 2,5 cm Tiefe direkt ins Freiland“, so Watson.
Standortwahl für Kürbissamen
„Wählen Sie einen Platz mit voller Sonne oder leichtem Schatten“, rät Watson. Wichtig ist ein gut drainierter Boden, da Kürbisse keine Staunässe vertragen.
Die großen Ranken brauchen viel Platz, daher sollte das Beet entsprechend großzügig freigeräumt werden.
„Bei großen Kürbissorten ist ein Abstand von etwa 1,5 Metern zwischen den Pflanzen ideal. Bei kleineren Sorten können die Pflanzen auch in einem Abstand von etwa einem Meter gesetzt werden“, erklärt Watson.
Der Boden-pH sollte idealerweise zwischen 6 und 6,8 liegen. Zudem sollte der Standort frei von Schädlingen, Unkraut und Insekten sein. Watson empfiehlt, etwa zwei Wochen vor der Pflanzung eine Unkrautfolie zu legen, damit unerwünschte Pflanzen natürlich absterben.
Wann Kürbisse pflanzen?
Der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Kürbissamen liegt zwischen Ende Mai und Anfang Juli. So sind die Früchte im Herbst erntereif.
Kürbisse richtig anbauen
Der ideale pH-Wert für den Boden liegt zwischen 6,0 und 6,8. Kürbispflanzen benötigen viele Nährstoffe. Ein sonniger Standort mit fruchtbarem, gut durchlässigem Boden ist optimal. Arbeiten Sie vor dem Pflanzen reichlich reifen Kompost oder verrotteten Mist ein. Zudem empfiehlt sich unter jeder Pflanze die Gabe von etwa einer Tasse organischem Komplettdünger.
Kürbisse bilden zuerst die männlichen Blüten, später die weiblichen. Letztere tragen am Blütenansatz kleine Fruchtansätze und sind auf Bienenbestäubung angewiesen. Unvollständige Bestäubung kommt gerade zum Saisonbeginn häufig vor und führt zu kleinen, verformten Früchten am Blütenende. Solche Früchte sollten vor dem Faulen aussortiert werden.
Für besonders große Kürbisse empfiehlt sich eine wöchentliche Düngung mit Fisch- oder Algendünger. Die Pflanzen müssen vor allem bei Hitze regelmäßig gegossen werden, jedoch immer nur den Boden, nicht die Blätter, außer beim Regen. Wenn Sie das Wachstum großer Früchte fördern möchten, belassen Sie pro Ranke nur eine Frucht.
Wird die Frucht größer, hilft es, sie vorsichtig in einem Winkel von etwa 90° zur Ranke zu positionieren. Die größten Kürbissorten wachsen häufig auf der Seite liegend.
Erntezeitpunkt
Wie bei anderen Winterkürbissen erkennen Sie die Reife an einer kräftigen Farbe und festem, trockenem Stiel. Für den besten Geschmack schneiden Sie den Stiel mit etwa vier Zentimetern Abstand zur Frucht ab. Bei trockenem Wetter sollten die Kürbisse zehn Tage im Freiland oder vier bis fünf Tage in einem warmen Raum „nachreifen“. Vor Regen ist es wichtig, die Früchte unterzustellen.
Schädlinge und Krankheiten
Echter Mehltau ist eine häufige Pilzkrankheit, die sich durch weiße Flecken auf den Blättern zeigt, meist gegen Saisonende. Einige selbstgemachte Spritzmittel können Abhilfe schaffen. Watson empfiehlt folgende Mischung alle sieben bis zehn Tage anzuwenden: 1 Teelöffel Natron in 1 Liter Wasser mit etwas Spülmittel oder 1 Teil Milch auf 9 Teile Wasser. Optional kann etwas Algendünger hinzugefügt werden. Resistenter Sorten erkranken meist erst einige Tage später als andere.
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