« `html
Wie Sie Erdbeeren erfolgreich zu Hause kultivieren
Selbst angebaute Erdbeeren sind viel aromatischer als die aus dem Supermarkt. Der Grund: Der Zucker in den Früchten verwandelt sich kurz nach der Ernte in Stärke. Außerdem sind Erdbeeren vermutlich die einfachste Obstpflanze für Hobbygärtner!
Erdbeeren eignen sich besonders gut für gemeinsames Gärtnern mit Kindern. Setzen Sie im Frühjahr oder Herbst junge Pflanzen oder Ausläufer, und schon ab Spätfrühling dürfen Sie sich über eine reiche Ernte freuen.
Die drei Erdbeersorten im Überblick
- Juni-Träger tragen ihre Früchte meist über drei Wochen konzentriert. Diese Sorten reagieren auf Tageslänge, bilden im Herbst Knospen, blühen und tragen im Juni Früchte und bilden im Sommer Ausläufer. In wärmeren Regionen beginnen sie jedoch oft schon vor Juni zu reifen.
- Immertragende Sorten bringen im Frühjahr eine große Ernte, liefern über den Sommer nur wenig und tragen ab Spätsommer bis Herbst wieder Früchte. Sie bilden Knospen während langer Sommertage und kurzer Herbsttage. Die im Sommer gebildeten Knospen blühen im Herbst, die im Herbst gebildeten blühen im folgenden Frühjahr.
- Tagneutrale Sorten sind unabhängig von der Tageslänge und tragen kontinuierlich bis zum ersten Frost. Bei Temperaturen zwischen 1 °C und 30 °C bilden sie laufend Blüten, Früchte und Ausläufer, jedoch ist der Ertrag geringer als bei Juni-Trägern.
Tipps zum Anbau von Erdbeeren zu Hause
Der richtige Standort
Suchen Sie in Ihrem Zuhause einen Ort, der täglich mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung erhält. Fehlt ausreichend Sonnenlicht, kann eine Pflanzenlampe Abhilfe schaffen, denn Erdbeeren benötigen viel Licht, um optimal zu gedeihen. Für platzsparende Lösungen eignen sich spezielle Erdbeertöpfe oder hängende Behälter. Alternativ können Sie eine ganze Fläche oder einen breiten Fensterbankabschnitt für Ihre Erdbeerpflanzen reservieren. Vermeiden Sie jedoch zu dichte Bepflanzung, um Krankheiten und Schimmel vorzubeugen.
Pflanzzeitpunkt
Am besten pflanzen Sie Erdbeeren im zeitigen Frühjahr. Die Pflanzen ruhen im Winter meist und wachsen erst im Frühling, wenn der Boden wärmer wird, kräftig. Entfernen Sie vor dem Einpflanzen Ausläufer und alte Blätter, und kürzen Sie die Wurzeln auf etwa 10 bis 13 cm (nicht länger als 20 cm).
Erdbeeren im Topf kultivieren
Ja, Erdbeeren können problemlos im Topf oder im Garten wachsen. Beachten Sie dabei folgende Punkte:
- Vor dem Pflanzen die Wurzeln der Setzlinge gut wässern.
- Setzen Sie die Pflanzen so, dass die Blattkrone auf Bodenhöhe bleibt und die Wurzeln sich gut ausbreiten können.
- Pflanzen Sie die Wurzeln nicht zu tief, sonst ersticken sie.
- Erdbeerpflanzen besitzen ein flaches Wurzelsystem und sind anspruchslos bezüglich des Pflanzsubstrats, solange Boden, Licht und Wasser stimmen.
- Der Boden sollte leicht sauer sein, ideal ist ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5.
Richtiger Pflanzabstand und Pflege
- Pflanzen Sie Erdbeeren mit einem Abstand von etwa 50 cm, um genug Platz für Ausläufer zu lassen. Zwischen den Reihen empfehlen sich etwa 1,20 m.
- Die Wurzeln sollten beim Einsetzen nicht länger als 20 cm sein – kürzen Sie sie bei Bedarf.
- Die Pflanzlöcher müssen tief und breit genug sein, um das Wurzelsystem zu fassen, ohne es zu verbiegen. Die Krone sollte stets knapp oberhalb der Erdoberfläche bleiben – sie darf nicht mit Erde bedeckt werden, da sie sonst faulen könnte.
- Gießen Sie die Pflanzen nach dem Einsetzen gründlich.
- Erdbeeren lassen sich auch gut aus den Ausläufern des Vorjahres vermehren.
Ernte und Lagerung
Ernten Sie Erdbeeren am besten morgens, wenn die Früchte noch kühl sind, und legen Sie sie sofort in den Kühlschrank. Waschen Sie die Beeren erst kurz vor dem Verzehr oder der Verarbeitung gründlich mit kaltem Wasser. Überschüssige Erdbeeren können eingefroren, getrocknet oder zu Marmelade verarbeitet werden.
« `
