« `html
Zitronenbaum aus Samen ziehen – Schritt für Schritt Anleitung
Der Sommer lädt ein, sich an dem erfrischenden Geschmack von Zitronen zu erfreuen. Wie schön wäre es, einen eigenen Zitronenbaum zu haben, von dem Sie jederzeit frisch ernten können? Glücklicherweise gehören Zitronenbäume zu den einfachsten Zitrusfrüchten, die Sie im Garten oder auf dem Balkon ziehen können. Mit etwas Geduld und Planung können Sie bereits nach einigen Monaten Ihre ersten eigenen Zitronen ernten.
Das Ziehen eines Zitronenbaums aus Samen ist überraschend unkompliziert und für jeden möglich, der einen warmen, sonnigen Platz, etwa auf der Fensterbank, zur Verfügung hat. Es dauert zwar einige Jahre, bis der Baum blüht und Früchte trägt, doch die Mühe lohnt sich. Zitronen gedeihen in fast ganz Deutschland, solange der Standort vor starkem Frost geschützt ist.
Vorteile von Zitrusbäumen
- Sie tragen weiß duftende Blüten, glänzende grüne Blätter und leuchtend gelbe, orange oder grüne Früchte.
- Die Früchte halten sich nach dem Reifen lange am Baum und bieten so natürliche Lagerung.
- Zitronen sind reich an Vitamin C und stärken im Winter die Abwehr gegen Erkältungen und Grippe.
Was Sie benötigen
Eine Zitrone
Es empfiehlt sich, Bio-Zitronen zu kaufen, da Samen aus herkömmlichen Früchten oft nicht keimen. Die Sorte „Meyer“ ist besonders geeignet, da sie klein ist und sich gut als Zierpflanze im Topf oder Innenbereich eignet.
Erde
Eine Mischung aus Torf, Vermiculit und organischem Dünger ist ideal. Alternativ tut es auch normale Blumenerde.
Ein Pflanzgefäß
Wählen Sie einen Topf mit Abflusslöchern. Für die Keimung reicht eine Tiefe von etwa 15 cm. Da Zitronenwurzeln stark wachsen, sind Gefäße mit einer größeren Breite von 30 bis 45 cm und einer Tiefe von 25 bis 40 cm sinnvoll, um die Pflanze einige Jahre zu versorgen.
So gelingt die Keimung der Zitronensamen
- Feuchten Sie die Erde gut an, bis sie durchgehend feucht ist.
- Füllen Sie den Topf mit der Erde und lassen Sie etwa 3 cm Platz zum Rand.
- Schneiden Sie die Zitrone am besten leicht versetzt auf, um die Samen nicht zu beschädigen. Spülen Sie die Samen gründlich von Fruchtfleischreste.
- Pflanzen Sie die Samen etwa 1 cm tief in die Erde und bedecken Sie sie vollständig. Gießen Sie anschließend gut.
- Spannen Sie eine durchlöcherte Plastiktüte über das Gefäß, um Wärme und Feuchtigkeit zu halten. Fixieren Sie diese mit einem Gummi.
- Achten Sie darauf, dass die Samen Wärme und Feuchtigkeit erhalten, aber nicht zu warm und staunass werden, da sie sonst faulen. Kontrollieren Sie regelmäßig den Zustand der Erde und entfernen Sie gegebenenfalls die Abdeckung.
- Die Keimdauer beträgt meist bis zu zwei Wochen. Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, entfernen Sie die Plastikfolie und stellen die Pflänzchen an einen hellen Standort.
- Sobald die Sämlinge kräftig genug sind, können sie in größere Töpfe umgesetzt werden.
Tipp: Junge Zitronenpflanzen brauchen viel Licht. Stellen Sie sie an einen sonnigen Platz oder auf eine helle Fensterbank und prüfen Sie regelmäßig, ob die Erde nicht austrocknet oder Krankheiten auftreten.
Pflege der Zitronensämlinge
Nach dem Austrieb lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen, ohne das Substrat komplett austrocknen zu lassen. Zu nasse oder zu trockene Erde schadet den kleinen Pflanzen.
Zitronenbäumchen benötigen eine Mindestsonnenbestrahlung von etwa acht Stunden täglich. Die Sämlinge hingegen brauchen bis zu 14 Stunden Licht. Sie können eine Pflanzenlampe verwenden, die Sie in Gärtnereien oder Gartencentern erwerben, um den Lichthaushalt zu optimieren.
Umtopfen und Auspflanzen
Die Sämlinge sollten umgetopft werden, wenn die Wurzeln etwa 8 cm lang sind. Wer nicht so lange warten möchte, kann schon ab einer Wurzellänge von 1,5 cm umpflanzen.
Graben Sie ein flaches Loch in feuchte, gut durchlässige Erde und setzen Sie den Topf mit dem Zitronenbaum hinein. Drücken Sie die Erde behutsam an.
Bald wird der kleine Baum seinen Topf sprengen. Nach etwa einem Jahr empfiehlt sich ein Topf mit mindestens 15 cm Durchmesser. Später können Sie auf größere Töpfe (etwa 20 cm breit und 40 cm tief) umsteigen. Alternativ können die Pflänzchen auch direkt ins Freiland gepflanzt werden, sofern das Klima mild genug ist.
Ein wichtiger Anhaltspunkt zum Umtopfen ist die Beobachtung der Drainagelöcher: Wurzeln, die dort herauswachsen, zeigen an, dass die Pflanze mehr Platz braucht.
« `
