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Friedenslilien richtig pflegen und erfolgreich ziehen
Friedenslilien (Spathiphyllum) sind tropische Pflanzen und zählen zu den beliebtesten blühenden Zimmerpflanzen. Besonders in größeren Gruppen entfalten sie ihre volle Wirkung: Im Frühjahr erscheinen lange, elegante Blütenstiele, die stolz über dem glänzenden, ovalen Laub schweben. Bei optimaler Pflege kann eine Friedenslilie sogar zweimal im Jahr blühen und mehrere Monate lang Freude bereiten.
Als Zimmerpflanze sind Friedenslilien äußerst vielseitig. Kleine Sorten schmücken Tische, größere Exemplare finden auf dem Boden einen passenden Platz. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft besser als viele andere Pflanzen – ideal für Schlafzimmer oder stark genutzte Wohnräume. In den Poren der Pflanze werden giftige Gase wie Kohlenmonoxid und Formaldehyd effektiv abgebaut. In warmen, frostfreien Regionen können Friedenslilien auch draußen wachsen und bis zu zwei Meter hoch werden.
Im tropischen und subtropischen Außenbereich werden Friedenslilien meist im Frühjahr als Containerpflanzen eingesetzt, wenn es noch nicht zu warm ist. Als Zimmerpflanzen sind sie ganzjährig erhältlich, sollten jedoch beim Transport ins Haus vor Kälte geschützt werden.
Friedenslilien erfolgreich pflanzen und pflegen
Mit den folgenden Tipps gelingt es Ihnen, Ihre Friedenslilie lange gesund und attraktiv zu erhalten.
Lichtverhältnisse
Friedenslilien sind ideale Pflanzen für schattige oder halbschattige Standorte. Sie kommen gut mit wenig Licht zurecht und vertragen sogar künstliches Licht, etwa am Büroarbeitsplatz.
Temperatur
Die Pflanze bevorzugt Temperaturen zwischen 18 und 27 Grad Celsius. Zugige Plätze und starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden – ein Standort fernab von kalter Zugluft, beispielsweise in der Nähe einer häufig geöffneten Tür, ist ideal.
Düngen
In der Wachstumsphase von Frühling bis Sommer hilft ein organischer Flüssigdünger, die Blütenbildung zu unterstützen. Chemische Dünger verträgt die Friedenslilie nur schlecht, deshalb sind biologische Düngemittel die bessere Wahl.
Bewässerung
Friedenslilien mögen eine intensive Bewässerung, gefolgt von einer Ruhephase, in der der Wurzelballen leicht abtrocknen darf. Die Pflanze zeigt Durst, indem sie leicht schlapp wird. Beobachten Sie sie genau und gießen Sie etwa einmal pro Woche, um den idealen Rhythmus zu treffen. Im Sommer sind regelmäßige Laubbesprühungen empfehlenswert, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Sollten Ihre Pflanzen stark verwelken, geben Sie nicht auf – häufig hilft gründliches Gießen und ein feiner Wassernebel, um sie wieder zu beleben. Bei kalkhaltigem Leitungswasser empfiehlt es sich, dieses vor dem Gießen über Nacht stehen zu lassen, damit der Chlor-Gehalt abnimmt.
Vermehrung der Friedenslilie
Die unkomplizierteste Methode ist die Teilung des Wurzelballens beim Umtopfen. Achten Sie auf kleinere Nebentriebe, die am Hauptballen wachsen – ein Zeichen für Vermehrungsbereitschaft.
Entnehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und trennen Sie die Jungpflanzen ab. Auch das Abtrennen eines stark bewurzelten Triebes ist möglich. Achten Sie darauf, dass jede Teilpflanze mindestens zwei Blätter und ausreichend Wurzeln hat, damit sie problemlos anwächst.
Setzen Sie die neuen Pflanzenteile in ausreichend große Töpfe mit hochwertiger, torfähnlicher Blumenerde. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, bis neue Blätter sichtbar werden.
Umtopfen und passende Gefäße
Friedenslilien gedeihen am besten in größeren Pflanztöpfen und sollten leicht wurzelgebunden bleiben. Wenn die Pflanze jedoch den Topf deutlich überwuchert hat, empfiehlt sich im zeitigen Frühjahr ein Umtopfen in ein größeres Gefäß. Wichtig ist die Verwendung von guter Blumenerde und ein Gefäß mit ausreichender Drainage.
Krankheiten und Schädlinge
Friedenslilien können von folgenden Schädlingen befallen werden:
- Wollläuse: Diese treten als kleine, weiße, flauschige Klümpchen an Blattstielen auf. Verschiedene Bekämpfungsmittel sind erhältlich, meist sind mehrere Anwendungen notwendig. Lassen Sie sich bei Unsicherheit von einem Fachhandel beraten.
- Blattläuse: Meist kleine, braune Verfärbungen auf der Blattunterseite und den Stielen. Sie lassen sich gut mit einem geeigneten Pflanzenschutzmittel oder Ölbehandlung beseitigen.
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