5 Natürliche Methoden zur Bekämpfung des Kohlweißlings
Haben Sie diese hübschen kleinen weißen Schmetterlinge in Ihrem Garten tanzen sehen? Sie sehen zwar zart aus, können aber an Ihren Kohlgemüsen erheblichen Schaden anrichten. Es handelt sich um den berüchtigten Kohlweißlingsnachtfalter!
Dieser Falter flattert elegant umher, setzt sich nur wenige Sekunden auf ein Blatt und fliegt dann zum nächsten. Jedes Mal, wenn er landet, legt er ein winziges Ei ab, das in etwa vier bis acht Tagen schlüpft und sich zu einem gefürchteten Kohlweißlingsraupen entwickelt. Diese kleine grüne, samtige Raupe ist anfangs oft schwer zu erkennen, bis sie bereits großen Schaden angerichtet hat.
Meist fällt zuerst der Kot der Raupen auf, bevor man die Tiere selbst sieht. Die Kohlweißlingsraupe frisst 8 bis 15 Tage an der Pflanze, verpupt sich dann. Nach etwa einer Woche schlüpft der erwachsene Falter und der Zyklus beginnt von Neuem.
1. Parasitische Wespen oder Gelbwesten zur natürlichen Bekämpfung
Obwohl ich Gelbwesten eigentlich nicht mag, fressen sie tatsächlich Kohlweißlingsraupen – vielleicht haben sie also doch ihre Daseinsberechtigung.
Besonders effektiv gegen Kohlweißlinge sind parasitische Wespen, die auch Tomatenhornwürmer bekämpfen. Um diese Nützlinge in den Garten zu locken, pflanzen Sie viele einjährige Blühpflanzen. Das sorgt für ein natürliches Gleichgewicht und hält schädliche Raupen in Schach.
2. Gartennetz als Schutzbarriere
Gartennetze sind ein bewährtes Mittel, um die Eierablage des Kohlweißlings zu verhindern. Das Netz unterbindet den Zugang der Falter zu Kohl, Brokkoli, Rosenkohl und ähnlichen Pflanzen.
Wichtig ist, die Seiten sorgfältig zu sichern und Löcher oder Risse im Netz sofort zu reparieren. So schützen Sie Ihr Gemüse zuverlässig vor Fraßschäden.
3. Handsammeln der Raupen und Eier
Sobald Sie die weißen Schmetterlinge im Garten bemerken, schauen Sie regelmäßig nach ihren Eiern auf den Blättern. Diese sind winzig, weshalb die Raupen oft erst sichtbar werden, wenn sie bereits Kot hinterlassen haben.
Wenn Sie Raupen entdecken, können Sie diese einfach mit der Hand entfernen und zerdrücken. Das ist eine sehr direkte und natürliche Methode, um einen Befall einzudämmen.
4. Pflanzen bestäuben – Hausmittel gegen Kohlweißlingsraupen
- Bestäuben Sie die Pflanzen früh morgens mit Roggenmehl oder Maismehl, solange der Tau noch auf den Blättern ist. Die Raupen nehmen das Mehl auf, schwellen an und sterben.
- Auch Diatomeenerde eignet sich hervorragend: Diese fein gemahlene Erde streuen Sie auf trockene Blätter. Die Raupen nehmen das Pulver auf und sterben ebenfalls daran.
5. Rezept für einen konzentrierten Knoblauchöl-Spray
Zutaten
- 1 ganzer Knoblauchkopf (geschält und zerdrückt)
- 1 Tasse Olivenöl oder Mineralöl
- 4 Tassen Wasser
- 2 Esslöffel Flüssigseife
- 3 Esslöffel Knoblauchöl-Konzentrate
Zubereitung des Knoblauchöl-Konzentrats
- Knoblauchzehen zerdrücken und schälen.
- In einem mittelgroßen Topf 1 Tasse Olivenöl oder Mineralöl und den Knoblauch geben.
- Bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten erhitzen, bis sich kleine Bläschen um den Knoblauch bilden.
- Weiter köcheln lassen, dabei ständig umrühren, bis der Knoblauch braun wird (ca. 10 Minuten).
- Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- Das Öl samt Knoblauch in ein Glas füllen und verschließen. Dies ist Ihr konzentriertes Knoblauchöl.
Anwendung als Knoblauchöl-Spray
Für den Spray mischen Sie 4 Tassen Wasser, 2 Esslöffel Flüssigseife und 3 Esslöffel Knoblauchöl-Konzentrate. Füllen Sie die Mischung in eine Sprühflasche und besprühen Sie die Blattober- und Unterseiten Ihrer Pflanzen sorgfältig.
Der Knoblauchöl-Spray hilft nicht nur gegen Kohlweißlingsraupen, sondern auch gegen Blattläuse, Zikaden, Kohlmotten, Ohrwürmer, Kürbiswanzen und Weiße Fliegen.
Bei großen Kohlköpfen sollte die Mischung auch in die Zwischenräume zwischen den äußeren Blättern und dem Kopf gesprüht werden, um höchste Wirksamkeit zu erzielen.
Fazit: Effektive natürliche Methoden zur Bekämpfung von Kohlweißlingen
Mit diesen fünf natürlichen Strategien schützen Sie Ihr Kohlgemüse effektiv vor den gefräßigen Kohlweißlingsraupen. Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und handeln Sie frühzeitig, sobald die kleinen weißen Falter auftauchen.
Nutzen Sie die Kraft parasitischer Wespen, Gartennetze, Handsammeln, Pflanzenteilbestäuben und Knoblauchöl-Spray, um Ihre Ernte zu sichern – ganz ohne chemische Pestizide.
Haben Sie schon Erfahrungen mit der Bekämpfung von Kohlweißlingen gemacht? Teilen Sie gern Ihre Tipps und Tricks!
