Wie man Grünlilien pflanzt und pflegt

Spinnenpflanzen richtig ziehen und pflegen – Der ultimative Ratgeber

Spinnenpflanzen (Chlorophytum comosum) zählen zu den widerstandsfähigsten Zimmerpflanzen und sind perfekt für alle, die wenig Zeit für aufwändige Pflanzenpflege haben. Sie sind robust, verzeihen Vernachlässigung und vermehren sich problemlos durch kleine Pflänzchen, sogenannte „Pups“. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte, von der idealen Standortwahl über das Vermehren bis hin zur richtigen Pflege.

Beschreibung und Besonderheiten der Spinnenpflanze

Die Spinnenpflanze ist eine grasähnliche Pflanze mit schmalen, meist grün-weiß gestreiften Blättern. Sie erreicht eine Höhe von etwa 15 Zoll (ca. 38 cm) und breitet sich mit bis zu zwei Fuß (ca. 60 cm) Blätterweite aus. Die charakteristischen kleinen Ableger wachsen an langen, rankenartigen Trieben, die an Spinnenbeine erinnern – daher der Name.

Spinnenpflanzen sehen am attraktivsten aus, wenn sie in hängenden Töpfen kultiviert werden und ihre grünen Ranken dekorativ herabhängen. Sie sind in verschiedenen Sorten erhältlich, darunter die häufigen grün-weiß gestreiften Sorten wie „Milky Way“ oder „Variegatum“ sowie die eher seltenere rein grüne Sorte „Solid Green“. Eine besondere Variante ist „Bonny Curly“ mit gekringelten Blättern und Trieben.

Ideal für Anfänger: Spinnnenpflanzen vermehren und pflegen

Vermehrung durch Pups

Die einfachste und zuverlässigste Methode, Spinnenpflanzen zu vermehren, ist das Wurzeln von Ablegern, auch „Pups“ genannt. Diese kleinen Pflänzchen wachsen am Ende der rankenartigen Ausläufer.

  • Füllen Sie einen kleinen Topf mit guter, lockerer Blumenerde.
  • Setzen Sie den Ableger, am besten noch an der Mutterpflanze hängend, mit der Basis in die Erde. Falls kleine Wurzeln erkennbar sind – bedecken Sie diese mit Erde.
  • Ist noch keine Wurzel sichtbar, drücken Sie das untere Ende des Pups leicht in die Erde.
  • Gießen Sie sanft und halten Sie die Erde feucht, aber nicht nass.
  • Erst wenn der Ableger gut angewurzelt ist, können Sie die Ranke vom Mutterpflanze abschneiden – dies kann je nach Wachstumsbedingungen zwischen einer und vier Wochen dauern.

Vermehrung aus Samen

Spinnenpflanzen lassen sich zwar auch aus Samen ziehen, dies ist jedoch weniger zu empfehlen, da die Samen eine niedrige Keimrate haben und schwierig zu lagern sind.

Sobald Samen keimen (nach ca. 2-3 Wochen), benötigen die Keimlinge viel Geduld und Vorsicht beim Umpflanzen. Junge Pflanzen mögen keine Wurzelstörungen, weshalb das Auspflanzen erst bei mehreren echten Blättern erfolgen sollte. Es empfiehlt sich, in kleine Töpfe mit ca. 7,5 cm Durchmesser zu säen, um häufiges Umtopfen zu vermeiden.

Pflege der Spinnenpflanze – Das sollten Sie wissen

Wasserbedarf

Spinnenpflanzen sind genügsam, benötigen aber regelmäßiges Gießen:

  • Wässern Sie etwa einmal pro Woche, abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
  • Achten Sie darauf, dass die Erde leicht abtrocknet, bevor Sie erneut gießen – staunasse Erde führt leicht zu Wurzelfäule.
  • Bei Überwässerung die Pflanze trocknen lassen und dann sparsamer gießen.

Dünger

Spinnenpflanzen brauchen nicht viel Dünger. Überdüngung hemmt die Bildung von Ablegern. Alle 3-4 Monate genügt eine leichte Düngergabe mit einem ausgewogenen, vorzugsweise organischen Dünger.

Gut eignet sich ein 3-3-3 Flüssigdünger für Bonsai oder eine Fischemulsion mit einem NPK-Verhältnis von 5-1-1.

Standort und Klima

  • Heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung ist ideal. Vermeiden Sie pralle Mittagssonne.
  • Spinnenpflanzen bevorzugen Temperaturen zwischen 13-18 °C (55-65 °F) und gedeihen schlecht in sehr warmen oder kalten Räumen.
  • Weit entfernt von Heizkörpern oder Holzöfen aufstellen, da sie mäßige Luftfeuchtigkeit mögen.
  • In trockener Luft ist gelegentliches Besprühen der Blätter empfehlenswert.

Umtopfen und Teilung

Spinnenpflanzen wachsen schnell, bevorzugen aber tendenziell einen leicht beengten Topf. Ein Umtopfen alle 2 Jahre ist ausreichend, besonders wenn die Wurzeln aus dem Boden herauswachsen.

Beim Umtopfen können Sie die Wurzelballen vorsichtig teilen. Mit einem scharfen Messer durchtrennen Sie dicke, weiße Wurzeln und teilen die Pflanze. Anschließend in frische Erde setzen, gut gießen und die neue Umgebung anpassen lassen.

Häufige Probleme bei Spinnenpflanzen und Lösungen

Schädlinge: Blattläuse und Spinnmilben

Blattläuse und Spinnmilben sind die häufigsten Schädlinge. Frühzeitiges Erkennen ist wichtig:

  • Behandeln Sie befallene Pflanzen mit insektizider Seife.
  • Spritzbehandlungen alle zwei Wochen wiederholen, bis der Befall beseitigt ist.

Braune Blattspitzen

Braune Blattspitzen sind bei Spinnenpflanzen häufig und können mehrere Ursachen haben:

  • Zu wenig Wasser oder trockene Luft
  • Überdüngung
  • Fluorid oder Chlor im Leitungswasser

Zur Behandlung empfiehlt es sich, für eine Weile Regenwasser oder gefiltertes Wasser zu nutzen, um die Bodengifte auszuspülen. Achten Sie außerdem auf ausgeglichene Luftfeuchtigkeit und dosierte Düngung.

Fazit: Spinnenpflanzen – Einfach, robust und dekorativ

Spinnenpflanzen sind dekorative, vielseitige Zimmerpflanzen mit wenig Pflegeaufwand. Sie verzeihen Fehler und bieten dank ihrer fleißigen Ableger eine einfache Möglichkeit zur Vermehrung. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und den richtigen Standortbedingungen bereiten Spinnenpflanzen jahrelang Freude und bringen frisches Grün in Ihr Zuhause.

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