Weeping-Feige Pflanze: Wie man die Benjamin-Feige anbaut und pflegt

Weeping Fig Pflanze: So züchten und pflegen Sie den Benjaminfeigenbaum

Weeping Figs, auch bekannt als Benjaminfeigen (Ficus benjamina), sind beeindruckende Zimmerpflanzen mit eleganter Erscheinung. Sie erfreuten sich bereits in den 1970er und 1980er Jahren großer Beliebtheit und erleben heute ein Revival. Diese anmutigen Pflanzen bringen einen edlen Hauch Natur in jeden Raum und sind aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit sowohl innen als auch in passenden Außenbereichen eine hervorragende Wahl.

Was ist ein Weeping Fig?

Ursprünglich aus Südostasien und Nordaustralien stammend, ist der Weeping Fig ein immergrüner tropischer Baum, der sich hervorragend als Zimmerpflanze eignet. In den USA gedeiht er besonders gut in den USDA-Pflanzzonen 9-11 als Außenbaum.

Der Benjaminfeigenbaum zeichnet sich durch seine graziösen Äste und ovalen Blätter aus, die entweder einfarbig grün oder bunt gefleckt sein können. Drinnen erreicht er eine Höhe von 90 bis 180 cm, während er draußen je nach Sorte bis zu 30 Meter groß werden kann. Die Stämme lassen sich sogar ästhetisch flechten, was ihn zu einem besonderen Blickfang macht.

Beliebte Arten und Sorten des Weeping Fig

  • Bushy King: Kompakte Sorte mit schmalen Blättern und gelben Rändern. Ideal für die Kultivierung im Topf dank dichtem, rundem Wuchs. Bleibt draußen unter 4 m und ist drinnen deutlich kleiner.
  • Danielle: Dunkelgrüne Blätter, hängender Wuchs und geringe Blattabwurfneigung. Wächst bis 2,5 – 3,5 m.
  • Midnight Lady: Kompakt mit elegant hängenden Ästen, bis zu 4,5 m hoch. Sehr dunkelgrüne, gekräuselte Blätter.
  • Judith: Geeignet für Bereiche mit wenig Licht, minimaler Blattabwurf trotz Standortwechseln.
  • Exotica: Blätter leicht gedreht für ein anmutiges Erscheinungsbild.
  • Variegata: Jungblätter zuerst weiß, werden später grau-grün – wirkt dadurch ständig wandelbar.

Weitere interessante Zuchtsorten: Too Little (Zwergform für Bonsai), Golden Monique, Reginald, De Gantel, Golden King und Wasana.

Weeping Figs einpflanzen und Standortwahl

Weeping Figs brauchen einen hellen Standort mit indirektem Sonnenlicht. Ideal ist ein Platz vor einem Fenster mit durch Gardinen gefiltertem Licht. Stark gefleckte Sorten gedeihen sogar bei etwas schwächerem Licht.

Vermeiden Sie Zugluft und Plätze mit plötzlichen Luftströmungen, da dies den Blattabwurf fördert. Die optimale Tagestemperatur liegt zwischen 24 und 29°C, nachts sinkt sie idealerweise auf 18 bis 21°C.

Im Topf wachsen Weeping Figs gut, solange die Wurzeln leicht begrenzt sind. Die optimale Topfgröße entspricht in etwa dem Wurzelballen. Ein jährliches bis zweijährliches Umtopfen und leichtes Beschneiden der Wurzeln sorgt für ein gesundes Wachstum.

Weeping Fig im Außenbereich pflanzen

In den USDA-Zonen 9-11 eignen sich Weeping Figs auch als Freilandpflanzen. Dort können sie bis zu 18 bis 30 Meter hoch werden. Die schnellen Wurzelwachstum kann allerdings Gebäudefundamente oder Gehwege schädigen, weshalb ein ausreichender Abstand zu baulichen Anlagen eingehalten werden sollte. Prüfen Sie zudem Ihre örtlichen Pflanzvorschriften.

Der Boden sollte gut drainiert sein. Im Freiland verträgt der Baum auch direkte Sonne, benötigt jedoch in heißen Phasen ausreichend Wasser.

Weeping Figs vermehren – so geht’s

Vermehrung durch Stecklinge

  • Optimaler Zeitpunkt ist beim Beschneiden einer Triebspitze, aber jederzeit möglich.
  • Schneiden Sie einen etwa 15 cm langen Trieb knapp unterhalb eines Knotens ab. Achten Sie darauf, dass die oberen 7–8 cm mindestens zwei bis drei Blätter tragen.
  • Ein Knoten ist die Stelle, an der Blattstiel auf Hauptstamm trifft.
  • Stechen Sie mit einem Bleistift ein Loch in hochwertige Anzuchterde und setzen Sie den Steckling hinein.
  • Erde leicht andrücken und nur wenig angießen.
  • Stellen Sie den Topf an einen hellen Ort mit indirektem Licht und bedecken Sie ihn mit einer Plastiktüte.
  • Halten Sie das Substrat feucht, keinesfalls nass. Bei Schimmel die Tüte für einige Stunden öffnen.
  • Nach etwa sechs Wochen sind wurzeln gewachsen – sanftes Ziehen zeigt den Erfolg.
  • Umtopfen in frische Erde.

Vermehrung im Wasser

Alternativ können Stecklinge in einem Glas mit Wasser wurzeln. Sobald die Wurzeln circa 10 cm lang sind, pflanzen Sie den neuen Weeping Fig in Erde um. Wurzelhormone sind bei Benjaminfeigen nicht notwendig.

Pflege von Weeping Figs – die wichtigsten Tipps

Benjaminfeigen sind Starkzehrer und benötigen eine regelmäßige Nährstoffzufuhr. Am einfachsten ist die Verwendung von Langzeitdünger für Zimmerpflanzen, wodurch eine gleichmäßige Ernährung beim Gießen gewährleistet ist. Alternativ düngen Sie monatlich im Frühling und Sommer, im Herbst und Winter alle 2 bis 3 Monate.

Die Pflanze benötigt ein gleichmäßiges Bewässerungsschema. Der Boden sollte stets feucht, aber keinesfalls nass stehen, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit fördert die Gesundheit. Nutzen Sie Luftbefeuchter oder besprühen Sie die Blätter ein- bis zweimal pro Woche, besonders bei Sorten mit dünnen Blättern.

Beschneiden und Umtopfen

Zum Formen und Begrenzen der Größe lässt sich der Weeping Fig zurückschneiden. Entfernen Sie abgestorbene oder kranke Blätter, um Krankheiten vorzubeugen.

Umtopfen sollte erfolgen, wenn die Pflanze wurzelgebunden ist – erkennbar an herausragenden Wurzeln aus den Ablauföffnungen.

  • Topf vorsichtig entfernen.
  • Abgestorbene oder beschädigte Wurzeln abschneiden.
  • Wurzelballen lockern und verdichtete Erde lösen.
  • Neuen Topf zur Hälfte mit frischer Pflanzenerde füllen.
  • Pflanze einsetzen und mit Erde auffüllen, dabei rund 2,5 cm Rand zum Topfrand lassen.
  • Sanft andrücken und angießen.

Nach dem Umtopfen droppt Ihre Weeping Fig häufig einige Blätter – das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge.

Passende Begleitpflanzen für Ihren Weeping Fig

In feuchten Wohnbereichen gedeihen neben Weeping Figs auch weitere Pflanzenarten gut, die ähnliche Ansprüche an Luftfeuchtigkeit und Wasser haben:

  • Dumb Cane
  • Schefflera (Schirmpflanze)
  • Einblatt (Peace Lily)
  • Grünlilie (Spider Plant) – toleriert auch niedrigere Luftfeuchtigkeit

Eine Pflanzgruppe erhöht zudem die Luftfeuchtigkeit und sorgt für ein gesundes Mikroklima.

Häufige Probleme mit Weeping Figs und deren Lösungen

Blattabwurf (Leaf Drop)

Das häufigste Problem bei Benjaminfeigen ist Blattabwurf, der durch folgende Stressfaktoren verursacht werden kann:

  • Über- oder Unterbewässerung
  • Zu wenig Licht (bei lichtbedürftigen Sorten)
  • Temperaturschwankungen durch Zugluft, Klima oder Heizung
  • Umtopfen oder Standortwechsel

Vergilbte Blätter nahe der Erde

Ein Zeichen für zu viel Wasser. Reduzieren Sie die Bewässerungshäufigkeit und sorgen Sie für helleren, aber weiterhin indirekten Standort.

Braune Blattkanten und eingerollte Blätter

Ursachen können sein:

  1. Dürre: Pflanze ist zu trocken, langsam mehr gießen und Blätter besprühen.
  2. Zu viel direktes Sonnenlicht: Blätter verbrennen, Standort wechseln.

Gelbliche Blätter und verkümmertes Wachstum

Meist ausgelöst durch Temperaturen konstant unter 12°C. Stellen Sie die Pflanze an einen wärmeren, hellen Ort und sorgen Sie für ausreichende Luftfeuchtigkeit.

Schädlinge: Woll- und Spinnmilben

Wollige weiße Beläge deuten auf Wollläuse hin, die die Pflanze schwächen und unschöne Blattstellen verursachen. Entfernen Sie Staub mit einem feuchten Tuch und bekämpfen Sie die Schädlinge mit mit Isopropylalkohol getränkten Wattestäbchen sowie Neemöl oder insektizider Seife.

Spinnmilben sind besonders bei trockener Luft ein Problem. Eine ausführliche Behandlung finden Sie in unserem Artikel über Spinnmilben.

Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit werden Sie lange Freude an Ihrem eleganten Weeping Fig haben.

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