Ein Anfängerleitfaden zur Anlage eines Wurzellager-Gartens

Einsteigerleitfaden für einen erfolgreichen Wurzelkeller-Garten

Ein Wurzelkeller-Garten ist eine hervorragende Möglichkeit, Ihre Familie mit Unabhängigkeit, nahrhaften Mahlzeiten und Sicherheit auch während knapper Zeiten zu versorgen – sei es im Winter oder in Krisensituationen wie der Corona-Pandemie. Damit Ihr Wurzelkeller-Garten optimal genutzt wird, sollten Sie die richtigen Gemüsesorten auswählen, die sich für die Langzeitlagerung eignen, und außerdem wissen, wie Sie diese richtig ernten und vorbereiten.

Die Grundlagen eines Wurzelkellers

Ein Wurzelkeller ist ein unterirdischer oder kellerartiger Lagerraum, der im Winter kühl und feucht bleibt, ohne dass eine Kühlung oder Elektrizität notwendig ist. Ein gut angelegter Wurzelkeller hält eine Temperatur von etwa 7°C (45°F) und eine Luftfeuchtigkeit von rund 90%. Wichtig sind zudem eine gute Belüftung und Regale zur Aufbewahrung der Früchte und Gemüse.

Wenn Sie interessiert sind, wie man einen modernen Wurzelkeller baut, finden Sie auf MorningChores eine detaillierte Anleitung.

Die besten Gemüsesorten für den Wurzelkeller-Garten

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Wurzelkeller-Garten liegt in der Auswahl der richtigen Pflanzen. Sie müssen solche Früchte und Gemüse wählen, die sich für eine lange Lagerung eignen. Tomaten oder Gurken zum Beispiel eignen sich nicht zur Lagerung im Keller, da sie schnell verderben.

Kartoffeln

Es gibt viele Kartoffelsorten, aber nicht alle sind für die Lagerung geeignet. Verwenden Sie die frühen Sorten zum Frischverzehr und lagern Sie die Sorten mit längerer Reifezeit. Warten Sie, bis die Pflanzen vollständig abgestorben sind, dann ernten Sie die Knollen und bürsten Sie vorsichtig die Erde ab. Anschließend sollten die Kartoffeln zwei Wochen lang an einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden (geheilt). Ich lagere meine Kartoffeln in einer offenen Hütte mit guter Luftzirkulation.

Im Wurzelkeller bei 4–7 °C gelagert halten sie bis zu sechs Monate.

Beste Lagertypen: Yukon Gold, Kennebec, Satina, All Blue und Elba.

Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebler und Knoblauch werden geerntet, wenn die Hälse weich sind und die oberen Teile braun geworden sind. Viele flechten Zwiebeln und Knoblauch zu Zöpfen und hängen sie in der Küche zum Lagern auf. Auch im Wurzelkeller sind sie gut lagerfähig.

Diese Gemüsearten bevorzugen allerdings eine etwas wärmere und trockenere Luft als der übliche Kellerraum. Hängen Sie sie am besten von der Kellerdecke auf oder legen Sie sie einzeln auf das oberste Regal.

Zwiebeln und Knoblauch müssen vor der Lagerung getrocknet (gereift) werden. Lagern Sie sie nicht neben anderen Wurzelgemüsen.

Beste Lagerzwiebeln: Redwing, Patterson, Cabernet, Cortland und Yankee.
Beste Lagerknoblauchsorten: Weichhals-Sorten wie Californian, Corsican und Inchelium Red.

Kohl

Kohl wird oft bei der Planung eines Wurzelkeller-Gartens übersehen, aber viele Sorten lagern sich sehr gut. Späte Sorten mit festen, dichten Köpfen sind am besten geeignet. Roter Kohl hält in der Regel länger als grüner Kohl.

Manche Kohlarten haben einen starken Geruch, der den Keller durchdringen kann. Um das zu vermeiden, lagern Sie sie am besten in ungemyntzten Mülltonnen draußen, sofern es nicht zu warm ist, oder wickeln Sie jeden Kopf einzeln in Zeitungspapier ein.

Lagern Sie die Köpfe mit Abstand zueinander, dann bleiben sie 3–5 Monate frisch.

Beste Sorten: Brunswick, Danish Ballhead, Kaitlin, Late Flat Dutch, Murdock, Red Acre und Storage No. 4.

Süßkartoffeln und Yams

Nach der Ernte sollten Süßkartoffeln und Yams in einem warmen, feuchten Raum bei etwa 27–29 °C und 90 % Luftfeuchtigkeit getrocknet werden, um die Schalen zu härten und kleine Wunden zu heilen.

Waschen Sie die Knollen nicht, bürsten Sie nur lose Erde ab. Lagern Sie sie in durchlüfteten Behältern oder in einer Kiste mit Sand. Sie bevorzugen eine etwas wärmere Temperatur von rund 10°C, deshalb empfehlen sich Plätze im oberen Bereich des Wurzelkellers.

Süßkartoffeln halten so bis zu sechs Monate.

Beste Sorten: Covington und Muraski.

Kürbis und Winterkürbis

Kürbisse und weiteres Wintergemüse sind ein Muss für den Wurzelkeller. Nach der Ernte sollten Kürbisse (bis auf Esskastanienkürbisse und Delicata) zwei Wochen in der Sonne liegen, um eine harte Schale zu entwickeln. Dem Kürbis sollte der Stiel erhalten bleiben.

Kürbisse lagern sich am besten auf den unteren Regalen des Kellers, mit mehreren Zentimeter Abstand.

Lagerdauer und Sorten:

  • Cucurbita pepo-Familie (z.B. Esskastanie, Spaghettikürbis, kleine Pie-Kürbisse): 2–3 Monate
  • Baby Bear Kürbisse: gut geeignet für Wurzelkeller
  • Buttercup und Kabocha (C. maxima): bis zu 4 Monate
  • Butternut-Kürbis: bis zu 6 Monate, mit längster Lagerdauer

Rote Bete und Karotten

Rote Bete und Karotten haben ähnliche Lagerbedürfnisse. Lagern Sie sie in Kästen mit feuchtem Sand oder Sägemehl. Nach der Ernte sollten die Wurzeln schnell abgekühlt werden, indem sie aus der Sonne in einen kühlen Schuppen oder eine Garage gebracht werden.

Bürsten Sie losen Schmutz ab und schneiden Sie die Blätter auf ca. 2,5 cm über der Wurzel ab. Legen Sie die Gemüsesorten schichtweise in den Sand, darauf achten, dass sie sich nicht berühren. So halten sie 3 bis 5 Monate.

Besten Karottensorten fürs Lagern: Bolero, Carson, Kingston, Chantenay, Nigel, Red Core, Royal Chantenay und St. Valery.
Besten Rote Bete Sorten: Detroit Dark Red, Red Ace, Boltardy, Long Season und Lutz Green Leaf.

Lauch

Lauch lagert sich ähnlich wie Rote Bete und Karotten, muss jedoch ganz bleiben und aufrecht in feuchten Sand gesteckt werden – ein 20-Liter-Eimer eignet sich hierfür sehr gut. Lauch hält im Wurzelkeller bis zu vier Monate.

Geeignete Lauchsorte: Arena, Elephant, Giant Musselburgh, Nebraska und Zermatt.

Rosenkohl

Rosenkohl ist ein unterschätztes Gemüse für den Wurzelkeller, denn es sorgt für Frische auch in der kalten Jahreszeit. Die Ernte sollte erst nach mehreren Nachtfrösten erfolgen. Am besten wird die gesamte Pflanze mit Wurzeln aus dem Boden gezogen und kopfüber hängend gelagert.

So bleiben die Rosenkohlpflanzen bis zu zwei Monate haltbar. Alternativ können die Röschen geerntet und in einem Netzbeutel gelagert werden, wo sie etwa einen Monat frisch bleiben.

Empfohlene Sorten: Jade Cross, Diablo und Long Island Improved.

Die besten Früchte für den Wurzelkeller-Garten

Gemüse steht oft im Fokus, aber auch Früchte lassen sich im Wurzelkeller optimal lagern, sofern Sie die passenden Sorten wählen.

Äpfel und Birnen

Äpfel und Birnen lagern sich sehr gut im Wurzelkeller, wenn sie wenige Tage nach der Ernte in Zeitungspapier eingewickelt werden, um die Abgabe des ethylenhaltigen Gases zu reduzieren. Ethylen bewirkt die schnellere Reifung anderer Früchte, wodurch diese rascher verderben können.

Lagern Sie die Früchte in Holzkisten oder Kartons auf der untersten Ebene des Kellers bei einer Temperatur von 4·C und einer Luftfeuchtigkeit von 90 %. Die Haltbarkeit beträgt je nach Sorte bis zu fünf Monate.

Beste Apfelsorten für Lagerung: Arkansas Black, Braeburn, Cameo, Crispin, Fuji, Ida Red, Newtown Pippin, Northern Spy, Pink Lady, Rome Beauty, Winter Banana und Yates.

Beste Birnensorten: Anjou, Bosc, Chojuro, Asian Comice, Highland und Winter Nelis.

Trauben

Trauben, die im Herbst geerntet werden, bleiben im Wurzelkeller bis zu zwei Monate frisch. Sie benötigen etwa 4 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 80 %.

Ernten Sie die Trauben, wenn sie vollreif sind, und schneiden Sie die Stiele mit einer Schere ab, um Druckstellen zu vermeiden. Lagern Sie die Trauben in einer einzigen Lage auf Tabletts.

Empfohlene Sorten: Catawba, Sheridan und Steuben.

Quitten

Quitten sind weniger verbreitet, eignen sich aber gut als Wurzelkellerfrüchte. Lassen Sie sie reif am Baum gelb werden und lagern Sie sie ähnlich wie Äpfel. Sie bleiben vier bis fünf Monate haltbar.

Zitrusfrüchte

Wenn Sie im tiefen Süden wohnen und an den Winterferien nicht an den Zitrusverkäufen von Schulgruppen vorbeikommen, gibt es gute Nachrichten: Zitrusfrüchte lagern sich ebenfalls im Wurzelkeller sehr gut. Besonders Zitronen und Limetten sind langlebig.

Orangen und Mandarinen halten sich bei einer Temperatur zwischen 0 und 4 °C bis zu zwei Monate. Sie bevorzugen eine höhere Luftfeuchtigkeit und sollten auf dem Boden in einer hinteren Ecke des Kellers gelagert werden.

Wichtige Tipps für die Ernte

  • Warten Sie bis die Temperaturen fallen und die Nächte kühl werden, bevor Sie ernten.
  • Lagern Sie nur die besten Früchte und Gemüse. Beschädigte oder gebräunte Exemplare sollten schnell verzehrt werden, da sie leicht verderben.
  • Führen Sie das nötige Aushärten (Curing) bei bestimmten Gemüsen durch.
  • Waschen Sie Erntegut nicht, sondern bürsten Sie nur lose Erde ab, um Fäulnis vorzubeugen.
  • Gehen Sie vorsichtig mit den Produkten um, um Verletzungen zu vermeiden, die zum Verderben führen.
  • Lagern Sie das Gemüse an den optimalen Stellen, denn Wurzelkeller haben unterschiedliche Mikroklimata – trockene warme Luft an der Decke, kühlere, feuchte Luft am Boden.
  • Vermeiden Sie das Lagern in Haufen, denn das verursacht Hitze und begünstigt Fäulnis.
  • Kontrollieren Sie die Vorräte regelmäßig und entfernen Sie sofort faule Produkte.
  • Behandeln Sie die Produkte schonend während des gesamten Prozesses.

Das Aushärten (Curing) von Wintergemüsen

Viele der lagerfähigen Wintergemüse werden erst dadurch haltbar, dass sie vor der Lagerung ausgehärtet werden. Dabei werden die Früchte bzw. Knollen an der Luft getrocknet, sodass die äußere Schicht härter wird und die Gemüse länger frisch bleiben.

Kürbisse, Kartoffeln und Zwiebeln sollten vor dem Einlagern immer ausgehärtet werden.

Wurzelkeller-Lagerung ermöglicht genussvolle Frische über den Winter

Die Lagerung von Obst und Gemüse in einem geeigneten Wurzelkeller ist eine bewährte Methode, um auch in den Monaten ohne frische Ernte gesunde und schmackhafte Lebensmittel zur Verfügung zu haben. Mit der richtigen Sortenauswahl, der sachgemäßen Ernte und Lagerung sichern Sie sich frisches Gemüse und Obst über den ganzen Winter.

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