Satsumas Anbauen: Der Ultimative Pflegeleitfaden für Diese Köstliche Zitrusfrucht
Satsumas gehören zu den süßesten Zitrusfrüchten und bestechen durch ihre einfache Schälbarkeit sowie ihren unkomplizierten Anbau. Sie sind die perfekte Ergänzung für jeden Obstgarten oder Zitronenhain. Wenn Sie schon einmal kleine, saure, kernehaltige Mandarinen hatten, die sich schlecht schälen ließen, werden Sie vom Wachstum und Geschmack der satsumas begeistert sein.
Was sind Satsumas?
Die Satsuma-Orange (Satsuma unshiu) stammt ursprünglich aus China, doch der Name leitet sich von der japanischen Region Satsuma ab, aus der die meisten modernen Sorten abstammen. Es handelt sich um einen halb-tropischen, immergrünen Baum, der kälteresistenter ist als die meisten anderen Zitrusarten und zudem keine Dornen besitzt, wie sie beispielsweise bei Limetten vorkommen.
Satsumas gedeihen besonders gut in den USDA-Zonen 8 bis 11. Selbst in Zone 7 kann der Anbau bei ausreichendem Frostschutz gelingen. Die Früchte sind süß, saftig, nahezu kernfrei und reich an Vitamin C, das das Immunsystem stärkt. Besonders praktisch ist, dass die Satsuma parthenokarpisch ist – sie bildet Früchte ohne Bestäubung, was das Wachstum auch ohne weitere Bäume ermöglicht.
Top 8 Satsuma-Sorten für Heimgärten
- Miho: Langsames Wachstum, ideal für Garten oder Topfkultur. Süßere Früchte, frühe Reifung, circa 1,8 m im Topf, bis zu 3,6 m im Garten.
- Big Early: Große Früchte, frühe Ernte von September bis Oktober, dünne Schale, süßer Saft, frostresistent.
- Owari: Häufigste Sorte im Handel, mittlere Fruchtgröße, meist kernfrei, Fruchtreife später, Baumhöhe bis 4,5 m.
- Brown Select: Kompakte Wuchsform, spätere Ernte bis November, leicht unregelmäßige Schale, sehr süß und gut lagerbar.
- Silverhill: Besonders süße, flachere Früchte, robust gegen Kälteschäden, aufrecht wachsender Baum.
- Early St. Anne: Früh reif (September), mittelgroße Früchte mit dünner Schale, süß-säuerlicher Geschmack.
- Kimbrough: Hoher Ertrag, große, saftige Früchte mit rötlichem Schimmer, spätreif bis November, kälteresistent.
Satsuma Vermehren: Stecklinge & Samen
Vermehrung durch Stecklinge
- Im Sommer etwa 15 cm lange Triebe mit aktivem Wachstum abschneiden, Schnitt schräg setzen.
- Untere Blätter entfernen, oberes Blattwerk und wachsender Trieb bleiben erhalten.
- Ende in Bewurzelungspulver tauchen und in hochwertige Anzuchterde stecken.
- Erde gut wässern und leicht andrücken.
- Mit einer Plastiktüte abdecken, eine Stütze nutzen, um die Tüte auf Abstand zu halten.
- Der Boden sollte 21–24 °C warm sein mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne täglich.
- Erde gleichmäßig feucht halten, nach sechs Wochen Tüte langsam lüften.
- Nach ca. zwei Monaten bei neuem, grünem Wachstum Tüte vollständig entfernen.
- Weiter pflegen und im nächsten Frühjahr auspflanzen oder in größeren Töpfen kultivieren.
Vermehrung durch Samen
- Kerner aus satsuma-Früchten oder gekaufte Samen verwenden.
- Samen leicht in Anzuchterde drücken und nur minimal bedecken.
- Gut einsprühen und mit einer Plastiktüte abdecken.
- In direkter Sonne bei 21–24 °C platzieren, Erde feucht halten.
- Nach ca. 60 Tagen keimen die Samen, Tüte entfernen und weiter feucht halten.
- Kleine Pflanzen im Freien an einem sonnigen Platz überwintern lassen und schrittweise an Temperaturwechsel gewöhnen.
- Erst nach mehreren Jahren beginnt der Baum Früchte zu tragen, die zudem von der Mutterpflanze abweichen können.
Satsuma Pflegen: Standort, Bewässerung & Düngung
Satsumas benötigen einen sonnigen Standort mit mindestens 10 Sonnenstunden täglich, ideal sind warme Sommer und kühle Winter. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis zu –9 °C, junge Bäume sollten bei Frost mit Mulch oder Stammwicklung geschützt werden. Für besonders süße Früchte sind milde Winter mit Temperaturen von 0–2 °C optimal.
Als Dünger empfiehlt sich ein spezieller Zitrusdünger, der idealerweise Ende Januar bis Anfang Februar, bei beginnendem Neuaustrieb angewendet wird. Der optimale Boden-pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0. Regelmäßiges Wässern und durchlüften sind ebenfalls wichtig, um Schädlingen und Krankheiten vorzubeugen.
Satumas im Topf kultivieren
Satsumas eignen sich hervorragend für die Topfkultur, was insbesondere in kälteren Regionen von Vorteil ist, da die Bäume im Winter einfach ins Haus geholt werden können. Verwenden Sie mindestens einen 20-Gallonen-Topf (ca. 75 Liter) mit speziellem Zitruserde-Substrat. Alle fünf Jahre empfiehlt sich ein Umtopfen inklusive Wurzelrückschnitt, um die Größe des Baumes zu kontrollieren.
Richtiges Schneiden von Satsuma Bäumen
Ein starker Schnitt ist bei Satsumas nicht nötig. Junge Bäume sollten geformt werden. Ältere Pflanzen benötigen hauptsächlich das Entfernen von abgestorbenen, beschädigten oder sich reibenden Ästen. Tiefe Äste unterhalb von 50 cm Abstand zum Boden werden beschnitten, damit Früchte nicht auf dem Boden liegen. Auch Triebe unter der Veredelungsstelle sind zu entfernen.
Beste Begleitpflanzen für Satsuma Zitrusbäume
- Dill
- Fenchel
- Ringelblumen
- Gänseblümchen
- Petersilie
- Petunien
Diese Begleiter verbessern das Mikroklima und schützen vor Schädlingen.
Häufige Probleme & Krankheiten bei Satsumas
Satsumas gelten als robuste Zitrusbäume mit vergleichsweise hoher Krankheitsresistenz. Dennoch können folgende Probleme auftreten:
Zitruskrebs (Citrus Scab)
Erkennbar an gelb-orangefarbenen, warzigen Stellen auf Früchten, Blättern oder Stielen, verursacht durch den Pilz Elsinöe australis. Diese Pilzkrankheit tritt vor allem in feuchten und gemäßigten Sommern auf.
Zur Vorbeugung:
- Weeds und große Pflanzen vom Baumfuß entfernen für bessere Belüftung.
- Nur den Wurzelbereich gießen, nicht die Krone.
- Bäume aus vertrauenswürdiger Baumschule kaufen.
- Regelmäßig Schneiden und Luftzirkulation fördern.
Weitere mögliche Schädlinge sind:
- Blattläuse
- Woll- und Schmierläuse
- Spinnmilben
- Blattminierer
- Wollläuse
Ernte von Satsumas
Die Ernte findet meist vor Dezember statt, je nach Sorte von September an. Da die Schale lockerer sitzt, sollten die Früchte nicht abgerissen, sondern mit einer Schere oder Gartenschere vorsichtig abgeschnitten werden, um die Frucht nicht zu beschädigen.
Im Kühlschrank lassen sich Satsumas mehrere Wochen frisch lagern.
