Tomaten-Begleitpflanzen: 16 der besten Pflanzen, die man mit Tomaten anbauen sollte

Die besten Begleitpflanzen für Tomaten: So gelingt die perfekte Ernte

Wer liebt sie nicht – saftige, sonnengereifte Tomaten aus dem eigenen Garten? Um eine reiche Tomatenernte zu erzielen, gibt es viele hilfreiche Tipps. Eine der effektivsten Methoden ist das richtige Pflanzen von Begleitpflanzen. Mit der passenden Kombination werden Tomaten kräftiger, gesünder und die Ernte fällt reichlicher aus. Doch welche Pflanzen passen besonders gut zu Tomaten und welche solltest du lieber meiden? In diesem ausführlichen Guide erfährst du alles Wissenswerte rund um das Thema Begleitpflanzen für Tomaten.

Optimale Bedingungen für Tomaten

Der Schlüssel zu erfolgreichen Begleitpflanzen ist, Pflanzen zu wählen, die ähnliche Standortansprüche wie Tomaten haben. Nur wenn alle Pflanzen unter den gleichen Bedingungen gedeihen, funktioniert das Zusammenpflanzen auch langfristig.

  • Licht: Tomaten lieben volle Sonne und benötigen möglichst viele Sonnenstunden täglich.
  • Temperatur: Ideal sind Temperaturen zwischen 18 und 24 °C.
  • Boden-pH: Ein leicht saurer bis neutraler Boden mit einem pH-Wert von 6,3 bis 6,8 ist optimal.
  • Bewässerung: Der Boden sollte stets feucht, aber nicht nass gehalten werden.

Mit diesen Grundlagen im Hinterkopf schauen wir uns nun die besten Tomaten Begleitpflanzen an, die deinen Garten optimal ergänzen.

Perfekte Begleitpflanzen für Tomaten

1. Basilikum

Basilikum ist der Klassiker und gehört zu den beliebtesten Begleitern für Tomaten. Es verbessert nicht nur den Geschmack der Früchte, sondern vertreibt auch Mücken und Fruchtfliegen. Um die Kombination zu genießen, kannst du eine süße Kirschtomate mit einem Basilikumblatt umwickeln und direkt im Garten naschen.

2. Borretsch

Borretsch ist ein unterschätztes Kraut, das den gefürchteten Tomatenhornwurm fernhält. Diese Schädlinge können Tomatenpflanzen stark schädigen. Borretsch zieht außerdem Bienen an, die für die Bestäubung wertvoll sind. Ein Tipp: Borretsch neigt dazu, sich selbst im Garten auszubreiten.

3. Knoblauch

Knoblauch schützt Tomaten und andere Pflanzen vor Spinnmilben und wirkt antifungal. Er hilft somit, den Boden gesund zu halten. Wichtig ist, dass sowohl Knoblauch als auch Tomaten ausreichend Wasser bekommen.

4. Salat

Salat und Tomaten ergänzen sich wunderbar im Garten: Der Salat erhält durch die Tomaten etwas Schatten, wohingegen die Tomaten von der feuchten und kühlen Bodenschicht profitieren, die der Salat mit sich bringt.

5. Minze

Minze stärkt den Geschmack der Tomaten und vertreibt Schädlinge. Aufgrund ihres aggressiven Wuchses sollte Minze jedoch in Töpfen oder abgegrenzt im Garten wachsen. Viel Wasser hilft, Rostkrankheiten vorzubeugen.

6. Schnittlauch

Schnittlauch verbessert Geschmack, Größe und Gesundheit der Tomaten und kann den Schädlingsdruck durch Blattläuse und japanische Käfer vermindern. Ein starker Düngerbedarf bei Tomaten kann dadurch reduziert werden.

7. Petersilie

Petersilie sollte am besten nahe bei Tomaten und Schnittlauch gepflanzt werden, jedoch nicht neben Minze. Sie fördert das Wachstum der Tomaten und zieht nützliche Schwebfliegen an, die Blattläuse fressen.

8. Amarant

Amarant zieht nützliche Räuber an, die Tomatenschädlinge fressen. Durch seine großen Blätter sieht er nicht nur toll aus, sondern unterstützt auch das ökologische Gleichgewicht im Garten.

9. Salbei

Salbei hält Blattkäfer fern, die Tomaten befallen können. Außerdem hilft er bei Problemen mit Spinnmilben. Für zusätzlichen Schutz empfiehlt sich die Kombination mit Koriander.

10. Gurken

Gurken und Tomaten passen nicht nur geschmacklich gut zusammen in Salaten, sondern benötigen auch ähnliche Wachstumsbedingungen. Besonders im Gewächshaus ergänzen sie sich optimal.

11. Zwiebeln

Zwiebeln ähnlich wie Schnittlauch und Knoblauch schrecken viele Schädlinge ab und sind perfekte Nachbarn für Tomaten.

12. Paprika

Süße und scharfe Paprika wachsen gut neben Tomaten, denn viele Nachtschattengewächse harmonieren miteinander (außer Tomaten und Kartoffeln).

13. Rucola

Rucola profitiert von dem Schatten, den Tomatenpflanzen spenden, und wächst dadurch besser heran.

14. Karotten

Tomaten und Karotten wachsen gleichmäßig schnell. Wichtig ist, die Karotten nicht zu nah an die Tomatenwurzeln zu pflanzen, damit diese beim Auspullern nicht beschädigt werden. Die Karotten werden idealerweise vor der Tomatenernte geerntet.

15. Spargel

Diese ungewöhnliche Kombination funktioniert gut: Tomaten produzieren Solanin, das den Spargelkäfer abwehrt. Im Gegenzug schützt Spargel Tomaten vor Nematoden. Ein perfektes Beispiel für gegenseitige Pflanzenunterstützung.

16. Ringelblume (Calendula)

Ringelblumen vertreiben Schädlinge wie Weiße Fliegen und Tomatenhornwürmer. Sie sind besonders hilfreich, wenn der Tomatengarten früher von diesen Schädlingen befallen war.

Pflanzen, die du nicht neben Tomaten setzen solltest

1. Mais

Mais und Tomaten benötigen viele Nährstoffe und konkurrieren stark um diese. Außerdem lockt Mais Schädlinge wie den Tomatenfruchtwurm an, die auch Tomaten befallen und schwere Schäden verursachen können.

2. Fenchel

Fenchel hemmt das Wachstum von Tomaten durch die Abgabe chemischer Stoffe über die Wurzeln. Er sollte in einem separaten Bereich gepflanzt werden.

3. Kartoffeln

Tomaten und Kartoffeln konkurrieren stark um Nährstoffe und teilen sich viele Schädlinge und Krankheiten wie Kraut- und Knollenfäule. Sie sollten nicht nebeneinander stehen, um Krankheitsausbreitung zu vermeiden.

4. Brokkoli und andere Kohlsorten

Kohlsorten und Tomaten konkurrieren nicht nur um Nährstoffe, sondern teilen sich auch Krankheiten. Dazu gehören Kohlköpfe, Rosenkohl, Blumenkohl, Kohlrabi und Grünkohl.

5. Rosmarin

Rosmarin harmoniert nicht gut mit Tomaten und wirkt sich negativ auf deren Wachstum aus.

6. Dill

Während Dill und Tomaten gemeinsam jung gedeihen können, beeinträchtigt älterer Dill das Wachstum von Tomaten negativ.

7. Aubergine

Auberginen teilen viele Krankheiten wie Blattfleckenkrankheit mit Tomaten. Es wird empfohlen, diese Pflanzen nicht nebeneinander oder auf demselben Boden anzubauen.

8. Walnuss

Walnussbäume sondern das giftige Juglon ab, das das Wachstum von Tomaten stark hemmt oder zum Absterben führt. Walnussschalen gehören nicht auf den Kompost, wenn du Tomaten anbaust.

Wie nah sollten Begleitpflanzen an Tomaten gesetzt werden?

Eine Faustregel beim Mischpflanzen lautet: Gute Nachbarn sollten möglichst nah beieinander oder innerhalb von zwei Reihen gepflanzt werden. Pflanzen, die sich nicht gut vertragen, sollten mindestens drei bis vier Reihen Abstand haben, um negativen Einfluss zu vermeiden.

Fazit

Die Wahl der richtigen Begleitpflanzen ist eine einfache und wirkungsvolle Methode, um Tomaten gesund zu halten und die Ernte zu steigern. Von Kräutern wie Basilikum und Schnittlauch bis hin zu Gemüse wie Karotten und Gurken – die Kombination macht’s. Gleichzeitig schützt du deine Tomaten durch das Vermeiden ungeeigneter Nachbarn wie Kartoffeln oder Fenchel vor Krankheiten und Wachstumsstörungen. Experimentiere mit diesen Tipps im eigenen Garten und freue dich auf reichlich, aromatische Tomaten.

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