Wie man Blutfutterdünger aus Wildtieren herstellt

Blutmehl-Dünger aus Wildbret herstellen – Nachhaltiger organischer Dünger für den Garten

Blutmehl ist ein nährstoffreicher Dünger, der besonders viel Stickstoff enthält und damit das Wachstum von Blattgemüse und anderen Pflanzen fördert. Ursprünglich stammt Blutmehl oft aus Schlachthöfen mit Blut von Rindern oder Schweinen, doch auch Wildbret bietet eine hervorragende Möglichkeit, dieses wertvolle Produkt selbst herzustellen und so im Garten optimal zu nutzen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie aus Wildbret Blutmehl-Dünger selbst herstellen, effizient einsetzen und dabei keinerlei wertvolle Ressourcen verschwenden.

Zutatenliste

  • Blut von Wildtieren (z. B. Reh, Elch, Wildtruthahn, Rebhuhn, Auerhuhn)
  • Gummihandschuhe (empfohlen)
  • Gesunde saubere Behälter oder Eimer zur Blutauffangung
  • Hartes Sägemehl aus Hartholz (für alternative Methode)
  • Backpapier und Backbleche (für die Ofentrocknung)

Warum Blutmehl als Dünger verwenden?

Blutmehl ist ein organischer Dünger mit einem sehr hohen Stickstoffgehalt. Stickstoff ist ein entscheidender Nährstoff, der vor allem das Blattwachstum unterstützt und zu kräftigem, gesundem Grün führt. Durch die Verwendung von Blutmehl aus Wildbret nutzen Sie eine natürliche Ressource optimal und tragen zur nachhaltigen Bodenverbesserung bei.

Vorteile von Wildbret-Blutmehl im Garten

  • Fördert üppiges Wachstum von Blattgemüse und Kräutern
  • Reduziert organische Abfälle effektiv
  • Ist ein nachhaltiger, selbst hergestellter Dünger
  • Reduziert die Abhängigkeit von chemischen Düngemitteln

Schritt-für-Schritt Anleitung: Blutmehl-Dünger aus Wildbret selber machen

1. Blut auffangen

Beim Ausnehmen von Wildtieren wie Rehen oder Wildtruthähnen können Sie das austretende Blut auffangen, indem Sie Eimer oder andere saubere Behälter unter dem Tier positionieren. Das Blut sollte frisch und möglichst unbehandelt sein. Tragen Sie dabei unbedingt Gummihandschuhe und ggf. einen Gesichtsschutz.

2. Blut einkochen

Um das Blutmehl herzustellen, muss das Blut langsam eingekocht werden. Kochen Sie das frische Blut im Freien oder in gut belüfteten Bereichen, da dieser Vorgang geruchsintensiv sein kann und viel Dampf verursacht. Reduzieren Sie das Volumen über mehrere Stunden so lange, bis der Wasseranteil auf etwa 10 % gesunken ist. Das Blut sollte eine dickflüssige, sirupartige Konsistenz annehmen – ähnlich wie Melasse.

3. Blutmehl trocknen

Nachdem das Blut eingekocht wurde, muss es getrocknet werden, um Chili-ähnliche, harte Chips zu bilden. Je nach Klima haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Im Sonnenschein trocknen: Auf großen Planen oder Folien das eingedickte Blut dünn ausbreiten und von der Sonne trocknen lassen (ideal bei trockenem, sonnigem Wetter).
  • Ofentrocknung: Verteilen Sie das Blut auf mit Backpapier belegten Backblechen. Trocknen Sie es im Ofen bei ca. 170 bis 180 °F (ca. 75 bis 80 °C) bis es vollständig hart und brüchig ist.
  • Dörrgerät: Verwenden Sie einen Dörrautomaten bei etwa 120 °F (ca. 50 °C) und trocknen Sie das Blut über mehrere Stunden, bis es trocken und krümelig ist.

4. Zerkrümeln und lagern

Brechen Sie die getrockneten Blutmehlstücke in kleine, feine Krümel – so lässt sich das Produkt später besser dosieren und verteilen. Lagern Sie das Blutmehl in luftdichten, trockenen Behältern. So bleibt es bis zu einem Jahr haltbar und geruchsarm.

Alternative Methode: Blut mit Hartholz-Sägemehl vergraben

Wer den Geruchskontakt bzw. das langwierige Einkochen vermeiden möchte, kann das frische Blut mit Hartholz-Sägemehl mischen und die Mischung für ca. ein Jahr im Boden vergraben. Durch den langsamen Abbau entstehen ebenfalls humusreiche Nährstoffe.

Vorteile der alternativen Methode

  • Kein Geruchsbelästigung durch Einkochen
  • Weniger krankheits- und geruchsbedingte Tiere im Garten
  • Milderer Stickstoffeffekt, geringeres Risiko der Pflanzenschäden

Blutmehl im Garten anwenden – Tipps und Dosierung

Blutmehl ist sehr stickstoffreich. Verwenden Sie es deshalb achtsam, um « Stickstoffverbrennungen » an Ihren Pflanzen zu vermeiden.

Dosierungsempfehlung:

  • Ein Esslöffel Blutmehl pro 4 Liter Wasser (1 Gallone) verdünnt auf die Pflanzenwurzeln auftragen.
  • Während der Wachstumsphasen alle zwei Wochen wiederholen.
  • Vor der Aussaat kann der Boden mit verdünntem Blutmehl vorab behandelt werden.
  • Alternativ können Sie das eingetrocknete Blutmehl mit Kompost und Perlit in den Boden einarbeiten.

Wichtig:

Nur am Wurzelbereich auftagen – Blätter sollten möglichst nicht direkt mit Blutmehl behandelt werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Außerdem wirkt eine zu hohe Stickstoffmenge schädlich, insbesondere bei bereits gedüngten Böden.

Fazit: Nachhaltige Nutzung von Wildblut als biologischer Stickstoffdünger

Mit der Herstellung von Blutmehl aus Wildbret nutzen Sie eine wertvolle natürliche Ressource, die oft ungenutzt entsorgt wird. Die Stickstoffversorgung für Ihren Garten wird verbessert, Ihre Pflanzen wachsen kräftiger und gesünder, während Sie aktiv Abfall vermeiden und die Umwelt schonen.

Beachten Sie die Sicherheitsvorkehrungen beim Umgang mit rohem Blut, wählen Sie die Trockenmethode passend zu Ihrem Klima und lagern Sie das Blutmehl sorgfältig. So steht einem erfolgreichen und nachhaltigen Gartenjahr mit selbst hergestelltem Blutmehl-Dünger nichts im Weg!

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