Wie man Mangold anbaut

Wie man Mangold anbaut – Tipps für eine reiche Ernte und vielseitige Verwendung

Mangold ist ein vielseitiges, grünes Blattgemüse, das sich in vielen Klimazonen und Böden kultivieren lässt. Die Pflanze ist einfach anzubauen und liefert ganzjährig frische, nährstoffreiche Blätter. In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Mangold erfolgreich anbauen, pflegen und ernten, damit Sie jederzeit von den gesunden, farbenfrohen Blättern profitieren können.

Was ist Mangold?

Mangold, auch bekannt als „Silberrübe“, wurde nach einem Schweizer Botaniker benannt, was dem Gemüse seinen Namen „Swiss Chard“ einbrachte. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Beta vulgaris subsp. cicla. Obwohl Mangold zur Familie der Rüben gehört, bildet er keine Rübenknolle, sondern wird wegen seiner großen, gänsefußförmigen Blätter kultiviert. Die farbigen Stiele in Rot, Pink, Gelb, Orange oder Weiß verleihen dem Mangold ein attraktives Aussehen und sind ebenfalls essbar.

Mangold zählt zu den Superfoods: er ist kalorienarm, ballaststoffreich, enthält Magnesium, Kalium, Eisen sowie die Vitamine A, C und K – ideal für eine gesunde Ernährung.

Beliebte Mangoldsorten für den Anbau

  • Fordhook Giant: Dunkelgrüne gekräuselte Blätter mit weißen Stielen, wächst schnell und hitzetolerant, Ernte ab ca. 50 Tagen.
  • Lucullus: Große, hellgrüne, gewellte Blätter mit weißen Rippen, wird etwa 60 cm hoch, Ernte nach ca. 70 Tagen.
  • Bunter Mangold (Multi-Colored Chard): Mischung mit Stielen in Gold, Pink, Orange, Rot und Weiß. Etwas kälteempfindlicher als weiße Sorten.
  • Ruby Red: Dunkelgrüne Blätter mit rötlichen Stielen, kälteempfindlich, Ernte bei gemäßigten Temperaturen.
  • Silverado: Kompakter Wuchs mit glänzenden, dunkelgrünen Blättern und kurzen weißen Stielen, sehr schossfest und kälteverträglich.
  • Sunset: Große Blätter und hellgelbe bis orangefarbene Stiele, frostsicher und hitzebeständig, schnelle Ernte nach 30 bis 60 Tagen.

Wann und wie wird Mangold gepflanzt?

Mangold gedeiht am besten bei kühleren Temperaturen im Frühling und Herbst. Zur Aussaat orientieren Sie sich am letzten Frosttermin vor Ort. Diesen erfragen Sie am besten bei Ihrer örtlichen Gartenberatung oder online (z. B. PlantMaps.com).

Aussaat im Freiland

Säen Sie Mangoldsamen nach dem letzten Frost, sobald die Bodentemperatur mindestens 4 °C erreicht. Säen Sie die Samen etwa 1,5 cm tief in feuchte, lockere Erde und lassen Sie zwischen den Pflanzen einen Abstand von 15 bis 20 cm. Die Aussaat kann alle zwei Wochen wiederholt werden, um die Erntezeit zu verlängern.

Vorziehen von Mangold im Haus

Um eine frühere Ernte zu ermöglichen, können die Samen ca. 4 bis 6 Wochen vor dem letzten Frost unter künstlichem Licht oder auf der Fensterbank vorgezogen werden. Die Samen befinden sich in Schoten und enthalten mehrere Einzelkörner; vorheriges Einweichen für 24 Stunden erleichtert die Keimung.

Pflanzen Sie die Samen in Anzuchterde, bedecken Sie sie leicht und halten Sie die Erde konstant feucht. Die Keimung erfolgt bei Temperaturen zwischen 10 und 29 °C nach ca. 7 bis 12 Tagen. Sobald die Sämlinge 7 bis 10 cm groß sind, können sie abgehärtet und nach den Frösten ins Freiland gepflanzt werden.

Pflege und Tipps für gesundes Wachstum

Bewässerung

Mangold benötigt eine konstante Feuchtigkeit, etwa 2,5 cm Wasser pro Woche. Trockenstress führt zu bitterem Geschmack und mindert das Wachstum. Gießen Sie vorzugsweise bodennah, um die Blätter trocken zu halten und Krankheiten vorzubeugen.

Ausdünnen

Da Mangoldsamen mehrere Pflanzen pro Schote hervorbringen können, sollten Sie die jungen Pflanzen ausdünnen, sobald sie etwa 12 cm hoch sind. Schneiden Sie die überschüssigen Pflanzen mit einer Schere knapp über dem Boden ab, um die Wurzeln der übrigen nicht zu stören. Die ausgedünnten Blätter eignen sich perfekt für Salate oder als Zutat in Gerichten.

Unkraut und Mulchen

Entfernen Sie Unkraut regelmäßig von Hand, um Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden. Mulchen Sie die Beete mit organischem Material wie Stroh oder Kompost, um Feuchtigkeit zu bewahren, die Bodentemperatur zu regulieren und Unkrautwuchs zu reduzieren.

Düngung

Ein gut vorbereiteter Boden mit Kompost versorgt Ihre Mangoldpflanzen meist ausreichend. Bei Bedarf können Sie organische Flüssigdünger oder organischen Stickstoffdünger (z. B. Blutmehl oder Hühnermist) während der Wachstumsphase nachdüngen, um das Blattwachstum zu fördern.

Ernte von Mangold – wann und wie?

Die Erntezeit beginnt bereits bei jungen Blättern („Babygreens“) nach etwa 6 Wochen, wenn die Blätter 7 bis 8 cm groß sind. Alternativ können Sie die Pflanzen voll ausgewachsen nach 7 bis 8 Wochen ernten.

Ernten Sie die äußeren Blätter, indem Sie diese nahe am Stiel abschneiden, sodass die Pflanze weiterhin in der Mitte neue Blätter bildet. Blattgemüse reift mit zunehmendem Alter und wird härter und bitterer. Entfernen Sie daher ältere Blätter regelmäßig, um stets zarte Blätter zu genießen.

Schädlinge und Krankheiten

Mangold ist recht robust, kann aber von Blattläusen, Raupen, Minierfliegen, Schnecken und Nacktschnecken befallen werden. Schützen Sie Ihre Pflanzen mit Gartenvlies oder Row Covers und entfernen Sie betroffene Blätter bei Schadbefall.

Um Pilzerkrankungen wie Mehltau vorzubeugen, sorgen Sie für eine gute Belüftung, vermeiden Sie nasse Blätter und mulchen Sie den Boden. Die Pflanzen sollten ausreichend Abstand erhalten und an einem halbschattigen bis sonnigen Standort stehen.

Mangold im Topf oder Innenanbau

Dank ihres kompakten Wurzelwerks eignet sich Mangold sehr gut für den Anbau in Töpfen oder Balkonkübeln. Wählen Sie Topfgrößen mit mindestens 15–20 cm Tiefe und 8–12 Litern Fassungsvermögen, um stabile Pflanzen zu gewährleisten.

Füllen Sie den Topf mit hochwertiger, nährstoffreicher Blumenerde und düngen Sie regelmäßig mit organischem Dünger. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht und ernten Sie regelmäßig die äußeren Blätter.

Im Haus oder Wintergarten gedeiht Mangold mit zusätzlichem Licht auf einer hellen Fensterbank gut und bietet frische Blätter auch in der kalten Jahreszeit.

Verwendung von Mangold in der Küche

Mangold kann roh als Salat verarbeitet, gedünstet wie Spinat oder in Suppen, Eintöpfen und Pasta verwendet werden. Die Stiele lassen sich ähnlich wie Spargel zubereiten oder gehackt zu Gerichten geben. Die Kombination aus zarten Blättern und knackigen, farbenfrohen Stielen macht Mangold zu einer vielseitigen und gesunden Zutat.

Frisch geernteter Mangold sollte unter fließendem Wasser gewaschen, sorgfältig getrocknet und idealerweise in einem Plastikbeutel mit einem Küchenpapier im Kühlschrank aufbewahrt werden. So bleibt er bis zu zwei Wochen frisch.

Fazit

Mangold ist ein nährstoffreiches, attraktives Blattgemüse, das einfach im Garten, im Topf oder sogar drinnen angebaut werden kann. Durch die bunte Vielfalt der Stiele bringt er Farbe und Abwechslung auf den Teller. Mit den Tipps aus diesem Artikel gelingt Ihnen eine reichhaltige und kontinuierliche Ernte. Probieren Sie Mangold in diesem Frühjahr aus – Ihre Gesundheit und Ihre Küche werden es Ihnen danken!

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