20 Beeindruckende Blumen für den Herbst pflanzen – Frühlingsfarben garantiert
Der Frühling ist eine Zeit, in der die Natur mit einer Farbenpracht und Duftvielfalt neu erwacht. Um im Garten oder auf dem Balkon nach den langen Wintermonaten eine atemberaubende Blütenpracht zu genießen, ist die richtige Planung im Herbst essenziell. Viele der schönsten Frühlingsblumen werden bereits im Herbst gepflanzt, damit ihre Wurzeln in der kälteren Jahreszeit gut wachsen können und sie direkt nach dem Schneeschmelzen strahlend blühen.
Die 20 schönsten Frühlingsblumen, die im Herbst gepflanzt werden sollten
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Krokusse (Crocus spp.): Klimazonen 3-8
Krokusse sind wohl der schönste Frühlingsgruß, wenn sie als erste Blumen durch den Schnee brechen. Besonders beliebt ist der Safrankrokus (Crocus sativus), der wegen seiner aromatischen Blütennarben als Gewürz genutzt wird. Die Zwiebeln sollten im September oder Oktober vier Zentimeter tief in gut durchlässige, mit Kompost angereicherte Erde gepflanzt und im Abstand von vier Zentimetern gesetzt werden. Für eine maximale Farbwirkung empfehlen sich violette, pinke, blaue oder gelbe Sorten.
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Taglilien (Hemerocallis spp.): Klimazonen 3-9
Taglilien bringen leuchtende Farben in den Garten und sind zudem essbar, was sie besonders vielseitig macht. Sie bevorzugen feuchte, humose Böden und einen sonnigen Standort. Die Wurzeln werden im Frühherbst, etwa einen Monat vor dem ersten Frost, gesetzt.
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Nieswurz (Helleborus niger, H. orientalis): Klimazonen 3-9
Auch als Weihnachts- oder Lenzrosen bekannt, sind diese winterharten Stauden wahre Hingucker. Sie wachsen am besten in humosen, durchlässigen Böden in halbschattiger bis schattiger Lage. Ihre Farben reichen von zartrosa bis tiefrot und schwarz. Säen Sie die Samen vor dem letzten Frost, damit sie im Winter gut keimen und im Frühling kräftig blühen.
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Sibirische Blausterne (Scilla siberica): Klimazonen 2-8
Ideal für kältere Regionen und schattige Plätze: Die sibirischen Blausterne sind bekannt für ihre kräftige blaue Farbe und extreme Kälteresistenz. Pflanzung erfolgt in gut durchlässigen, leicht sauren Böden mit Teilsonne. Perfekt als Bodendecker unter Bäumen und Sträuchern.
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Winteriris (Iris histrioides): Klimazonen 5-8
Diese türkischen Iris blühen bereits bei Temperaturen um -2°C. Sie bevorzugen sonnige Standorte und gut durchlässige, nährstoffarme Böden. Setzen Sie die Zwiebeln drei Zentimeter tief und etwa fünf Zentimeter auseinander, sie benötigen ausreichend Wasser.
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Englische Blauglöckchen (Hyacinthoides non-scripta): Klimazonen 4-9
Die typischen englischen Frühlingsblumen gedeihen am besten im Halbschatten auf humosen, durchlässigen Böden. Pflanzen Sie die Zwiebeln vier Zentimeter tief und sechs Zentimeter auseinander mindestens sechs Wochen vor dem ersten Frost.
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Narzissen (Narcissus sp.): Klimazonen 4-8
Die leuchtend gelben Narzissen sind Frühjahrsboten und lieben einen sonnigen Standort sowie nahrhafte, feuchte, aber gut drainierte Böden. Pflanzen Sie die Zwiebeln vier Zentimeter tief und im Abstand von 10–12 Zentimetern zwischen Mitte August und Anfang Oktober.
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Tulpen (Tulipa): Klimazonen 3-8
Mit über 3.000 Sorten kann man mit Tulpen keine Fehler machen. Setzen Sie die Zwiebeln vier bis sechs Zentimeter tief, drei bis vier Zentimeter auseinander in gut durchlässige, saure Böden an einem sonnigen Standort. Pflanzen Sie lieber mehr Zwiebeln als nötig, um Verluste durch Fäulnis oder Wildtiere auszugleichen.
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Paperwhites (Narcissus papyraceus): Klimazonen 8-11
Paperwhites sind weniger farbenfroh, aber dank ihres intensiven Dufts sehenswert. Nur in wärmeren Regionen im Freien pflanzen, in kühleren Zonen favorisieren Sie Topfkulturen. Pflanzen Sie im September vier Zentimeter tief und sechs Zentimeter auseinander in nährstoffreiche, gut durchlässige Erde in voller Sonne.
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Buschwindröschen (Anemone nemorosa): Klimazonen 4-9
Diese zarten Blüten in Weiß, Blau, Rosa und Mauve lieben schattige, humose Böden mit guter Drainage und halbschattige Plätze. Die Rhizome werden im Oktober zwei bis drei Zentimeter tief und im Abstand von vier bis sechs Zentimetern in Gruppen gepflanzt und großzügig mit Kompost bedeckt.
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Pfingstrosen (Paeonia spp.): Klimazonen 4-9
Pfingstrosen mit ihren duftenden, gefüllten Blüten sind ein Muss in traditionellen Cottage-Gärten. Sie benötigen nährstoffreiche, leicht saure Böden und volle Sonne. Wässern Sie die Wurzeln vor dem Pflanzen einige Stunden und setzen Sie diese mit den Augen etwa einen Zoll unter die Erdoberfläche. Abstand mindestens 60 Zentimeter.
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Kaiserkrone (Fritillaria imperialis): Klimazonen 5-9
Mit ihrer auffälligen Struktur und kräftigen Farben bringen Kaiserkrone einen Hauch Exotik in den Garten. Pflanzung erfolgt sechs Zentimeter tief und 30 Zentimeter auseinander in voller Sonne. Vor dem Pflanzen mit einem 10-10-10 Dünger versorgen und nach der Pflanzung mulchen.
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Tränendes Herz (Dicentra spectabilis): Klimazonen 3-9
Mit ihren herzförmigen rosa Blüten sind diese Schattenpflanzen perfekt für halbschattige bis schattige Stellen. Sie bevorzugen humose, gut durchlässige Erde und werden im September oder Oktober gesät, dann überwintern die Samen gut und treiben im Frühling aus.
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Hyazinthen (Hyacinthus orientalis): Klimazonen 4-8
Der verführerische Duft der Hyazinthen macht sie zu einem Highlight im Frühling. Sie brauchen lockere, gleichmäßig feuchte, gut drainierte Böden und volle Sonne. Pflanzen Sie sie vier bis sechs Zentimeter tief und mit Mindestabstand von vier bis sechs Zentimetern ca. 6–8 Wochen vor dem ersten Frost.
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Traubenhyazinthen (Muscari spp.)
Diese kompakten, blauen Blüten sind ideal als Bodendecker und wachsen vier bis sechs Zoll hoch. Sie wünschen halbschattige Standorte mit leicht sauren, gut durchlässigen Böden. Erfreuen Sie sich an intensiven Blau- und Violetttönen im Frühling.
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Allium (Allium spp.)
Zu den beliebten Zier- und Nutzpflanzen zählen u.a. Zwiebeln, Lauch und Schnittlauch. Viele Arten wachsen bis zu 1,5 Meter und setzen mit runden Blütendolden in Violett, Blau, Rosa und Weiß spannende Akzente und vertreiben gleichzeitig Schädlinge.
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Alpenveilchen (Cyclamen persicum): Klimazonen 9-11
Ideal für wärmere Gegenden, bietet das Alpenveilchen rosa, pfirsichfarbene und violette Blüten. Es bevorzugt humose, feuchte und gut drainierte Böden sowie halbschattige Standorte. Pflanzen Sie die Knollen im Herbst mit etwa einem Zentimeter Bodenabdeckung und mulchen Sie.
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Schneeglöckchen (Galanthus): Klimazonen 3-8
Diese kleinen weißen Blüten sind Seelentröster nach langen Wintern. Sie wachsen bevorzugt an halbschattigen Stellen mit lockerem, nährstoffreichem Boden. Pflanzen Sie die Zwiebeln im Herbst drei bis vier Zentimeter tief und in einem Abstand von vier bis fünf Zentimetern.
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Osterblumen (Pulsatilla vulgaris): Klimazonen 4-8
In leichter, sandiger, alkalischer Erde und vollsonnigem Standort gedeihen diese lila Blüten. Bereiten Sie die Samen im August durch Schleifen vor, weichen Sie sie 24 Stunden ein und säen Sie sie wenige Millimeter tief. Die Frühjahrsblüher zeigen sich pünktlich zu Ostern.
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Winterjasmin (Jasminum nudiflorum): Klimazonen 6-10
Obwohl nicht duftend, begeistert der Winterjasmin mit seinen leuchtend gelben Blüten in kahlen Wintergärten. Bevorzugt sandige, gut drainierte Böden und mindestens sechs Stunden Sonne. Vermehren Sie über Stecklinge im August, die Sie im Freien wurzeln lassen und vor dem Frost auspflanzen.
Praktische Tipps zur Herbstpflanzung für ein blühendes Frühjahr
Beim Pflanzen der Frühlingsblumen im Herbst sollten Sie unbedingt auf die passende Pflanzzone achten sowie auf den Standort und die Bodenbeschaffenheit. Nur so vermeiden Sie Enttäuschungen, wenn der Frühling naht und statt Blüten nur kahle Erde zu sehen ist.
Achten Sie bei der Auswahl der Zwiebeln und Knollen darauf, dass diese fest und frei von schwarzen oder weichen Stellen sind. Trockene, feste Schalen sind ein gutes Qualitätsmerkmal. Pflanzen Sie die Zwiebeln möglichst zeitnah, um vor Feuchtigkeitsschäden und Krankheitserregern zu schützen.
Beachten Sie, dass manche Frühlingsblumen wie Narzissen, Hyazinthen und Nieswurz giftig sind. Halten Sie diese Pflanzen deshalb von Kindern und Haustieren fern. Informieren Sie sich vorher über die jeweiligen Toxizitäten, um Risiken zu minimieren.
Mit dem richtigen Wissen und der passenden Vorbereitung können Sie im Herbst schon die Grundlage für ein farbenprächtiges Gartenjahr legen. So begrüßen Sie den Frühling mit einem Meer aus Blüten und einem Garten, der Freude bereitet.
