6 Gartenarbeiten im Herbst, die Sie nicht ignorieren können

6 Unverzichtbare Herbstarbeiten für Ihren Garten

Die kühleren Temperaturen im Herbst bedeuten Kürbisse, Erntefeste und Apfelmost – aber keinesfalls das Ende der Gartensaison! Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Ihren Garten optimal auf den Winter vorbereiten und schon jetzt fürs nächste Frühjahr vorsorgen. Hier erfahren Sie, welche sechs Arbeiten im Herbst besonders wichtig sind.

1. Herbstpflanzung: Jetzt noch Gemüse anbauen

Liegt der erste Frosttermin Ende September oder Oktober, haben Sie bis September noch Zeit, Ihren Herbstgarten zu pflanzen. Mit praktischen Gartenplanern behalten Sie leicht den Überblick über die besten Pflanzzeiten. Falls die Anzucht aus Samen zu spät ist, finden Sie oft passend vorgezogene Jungpflanzen im Gartencenter.

Setzen Sie bevorzugt auf frostunempfindliche Gemüsearten wie:

  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Salat
  • Grünkohl
  • Mangold
  • Kohl
  • Wirsing
  • Spinat
  • Radieschen
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Steckrüben
  • Rote Bete
  • Möhren

Die Planung unterscheidet sich kaum von der im Frühjahr, achten Sie jedoch darauf, Frostnächte rechtzeitig abzusichern. Auch herbstblühende Blumen tragen zur Farbpracht bei und unterstützen nützliche Insekten.

2. Abgestorbene Pflanzen entfernen

Bevor der Frost kommt, sollten Sie den Sommergarten aufräumen. Entfernen Sie alle abgestorbenen Pflanzen, denn verbliebene Pflanzenreste bieten Pilzkrankheiten und Schädlingen einen idealen Überwinterungsplatz.

Kompostieren Sie nur gesunde, frei von Krankheiten Pflanzenteile – besonders bei Tomaten ist Vorsicht geboten, da hier Pilzsporen leicht verbreitet werden können.

3. Boden gut bearbeiten

Das Thema Bodenbearbeitung sorgt oft für Diskussionen. Ein komplett unverrührter Boden ist zwar ideal, dennoch kann das Umgraben sinnvoll sein, um Bodenverdichtungen aufzulockern oder frisch angelegte Beete vorzubereiten.

Vorteile des Umgrabens im Herbst:

  • Lockert verdichtete Erde auf
  • Zertritt Wurzelreste und tötet einige Unkräuter ab
  • Bringt Luft in den Boden und belebt das Bodenleben
  • Setzt Raupenpuppen frei, die man entfernen kann
  • Erleichtert Einmischung von Kompost, Mist oder Laub

Wichtig: Nach dem Abmäh-Rasenschnitt oder der Entfernung von Zierpflanzen 2–3 Tage warten, dann die Erde lockern. Anschließend weitere 4–7 Tage verstreichen lassen, bevor Sie organisches Material ausbringen, damit hochgeholte Unkräuter absterben.

Darauf folgt eine gründliche Mulchschicht oder die Aussaat einer Begrünungspflanze, um den Boden vor Austrocknung und Unkraut zu schützen.

Als Werkzeuge eignen sich Handfräsen, motorisierte Bodenfräsen oder Traktoren – eine glättende Harke sorgt für eine ebene Oberfläche.

4. Gründüngung aussäen

Gründüngung ist ideal, um dem Boden Nährstoffe zuzuführen, Humus aufzubauen, Feuchtigkeit zu speichern und Unkraut zu unterdrücken.

In unserem Garten verwenden wir im Herbst hauptsächlich:

  • Roter Klee
  • Wintererbsen
  • Winterroggen
  • Rotschwingel

Rotklee bietet sich besonders an, da er Stickstoff bindet und so den Boden anreichert. Säen Sie die Gründüngung dicht aus und schneiden Sie sie vor Beginn der Blüte zurück, um den Nährstoffverlust durch Samenbildung zu vermeiden.

5. Zwiebeln, Knollen und Bäume pflanzen

Herbst ist Pflanzzeit für früh blühende Frühlingsblumen wie Narzissen und Tulpen. Auch Sträucher sowie Zier- und Obstbäume können jetzt in die Erde.

Achten Sie darauf, dass der erste Frost noch ein paar Wochen entfernt ist, damit die Pflanzen genug Zeit haben, sich vor den kalten Temperaturen einzuwurzeln.

6. Wachstumsperiode verlängern mit Frostschutz

Wer jetzt noch Gemüse pflanzt, sollte für Frostschutz sorgen. Eine einfache Methode sind Vlies- oder Netzabdeckungen, die nachts über die Pflanzen gelegt werden, um sie vor Frost zu schützen.

Diese Schutzhüllen halten Temperaturen bei frühen Frösten ab, solange die Tagestemperaturen noch mild sind. Vermeiden Sie jedoch eine Überhitzung – öffnen Sie tagsüber die Tunnelenden für ausreichend Luftaustausch.

Alternativ können Sie Kalthäuschen verwenden oder empfindliche Pflanzen im Topf an geschützte Plätze im Haus oder auf den Wintergarten stellen.

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